In Deutschland noch weitestgehend unbekannt, schicken sich The Feelers aus Neuseeland nun auch in unseren Gefilden an, Erfolg zu haben. Während in ihrer Heimat bereits ihr drittes Album "Playground Battle" erscheint, stellt dieser bereits 2001 aufgenommene Vorgänger, in Neuseeland 2-fach platinveredelt, die erste offizielle Veröffentlichung in Deutschland dar.
Sicher erfinden the Feelers den Gitarrenrock nicht neu. Das Erfolgsrezept kombiniert straighte Gitarrenriffs mit eingängigen Melodien, die sehr schnell den Einstieg in die Scheibe garantieren (z. B. Sex show, Communicate, As good as it gets, Astronaut). Doch vor allem die ruhigeren Momente des Albums überzeugen durch ihre dichte, bisweilen melancholische Atmosphäre (z. B. Forest, Flood, Venus). Vom Musikstil her sind The Feelers am ehesten mit Bands wie Vega 4, Live oder auch Tonic zu vergleichen, die Stimme des Sängers und Songwriters James Reid ähnelt sogar etwas der von Tonic-Mastermind Emerson Hart.
Die Stärke des Albums ist die durchgehende Qualität der Songs, es gibt keinen einzigen Durchhänger. Lediglich der mit technischen Beats und leicht verfremdeter Stimme versehene Bonustrack "Pull the strings" passt nicht in die Grundstimmung des Albums, ist für sich alleine gesehen aber auch kein schlechter Song. Alles in allem ist der Band zu wünschen, dass sie auch hier in Deutschland eine größere Fangemeinde erhält. Dann werden sicher auch die anderen Veröffentlichungen bald nicht nur als teure Importe zu haben sein.