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Common Wealth: Das Ende des Eigentums
 
 
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Common Wealth: Das Ende des Eigentums [Gebundene Ausgabe]

Michael Hardt , Antonio Negri , Thomas Atzert , Andreas Wirthensohn
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 437 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (8. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593391694
  • ISBN-13: 978-3593391694
  • Originaltitel: Commonwealth
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 16,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 147.722 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

18.03.2010 / Die Tageszeitung: Durch Liebe zum Ende des Eigentums "Die Cheftheoretiker der antietatistischen Linken gehen auch hier wieder den Missständen im Kapitalismus nach, ohne bei einer bloßen Beschreibung zu verweilen. Vielmehr behaupten sie, dass aus den neuen (globalisierten und digitalisierten) Produktions- und Arbeitsverhältnissen auch die neue emanzipatorische Subjektivität erwächst."

19.03.2010 / Deutschlandradio: Gemeinsam statt einsam "Michael Hardt und Antonio Negri wollen weder das Eigentum abschaffen noch Wachstum verhindern. Auch im Ideal des Fortschritts sehen sie keinen Fluch. Sie wollen allerdings, dass alle darüber verfügen."

19.03.2010 / ak - analyse + kritik: Die Neukonstitution des Politischen "Dieser Entwurf kommt keinen Tag zu früh. Es bleibt zu hoffen, dass er in seiner weitreichenden Bedeutung für die Linke wie für die politische Philosophie und Praxis der Gegenwart auch so verstanden wird."

20.03.2010 / Der Freitag: Regiert euch selbst! "Das Buch glänzt trotz einiger pathetischer Wendungen durch seinen Stil und ist mit viel Sprachgefühl und Fachkenntnis übersetzt worden. Nicht nur deshalb handelt es sich bei 'Common Wealth' um das bisher beste gemeinsame Werk von Michael Hardt und Antonio Negri. Das Buch ist konzentrierter geschrieben, ausgereifter und stimmiger als seine Vorgänger. Common Wealth bereichert linkes Denken auch dann, wenn man nicht alle Grundannahmen und Schlussfolgerungen teilt."

20.03.2010 / Berliner Zeitung: Unser Reich komme "Aus altem Marxismus und neuer französischer Philosophie sampeln Hardt und Negri den Sound autonomer urbaner Subkulturen."

22.03.2010 / Der Spiegel: Das Lachen der Engel "Eine leidenschaftliche Kritik des postmodernen Kapitalismus ... ein anregender, oft eindrucksvoller und manchmal imposanter Streifzug durch die linke Ideengeschichte."

03.04.2010 / Süddeutsche Zeitung: Eine andere Welt denken "Selbst wer die Ideen und Haltung der beiden Autoren ablehnt, den ermutigt ihr frischer Blick auf die Zustände und ihre analytische Herangehensweise dabei, selbst eine andere Welt für möglich zu halten."

16.12.2010 / WOZ Die Wochenzeitung: Erkämpft das Gemeinsame "Für die linke Theoriedebatte eine bereichernde Lektüre."

Kurzbeschreibung

In der momentanen Krise wächst das gesellschaftliche Unbehagen am Kapitalismus. Viele Menschen fragen jetzt nach einer menschlicheren Alternative des Zusammenlebens. Eine Gesellschaft jenseits von Maximen wie Profit, Konkurrenz und Besitzdenken – ist das möglich? Michael Hardt und Antonio Negri, Autoren des Bestsellers »Empire«, entwickeln in ihrem neuen großen Werk einen provozierend optimistischen Gesellschaftsentwurf. Dieser beruht nicht mehr auf dem neoliberalen Gegensatz von Privatbesitz und öffentlichem Eigentum, sondern auf der Idee des Gemeinsamen (»common«). Ressourcen wie Wasser, Luft und Pflanzen und immaterielle Güter wie Wissen und Information gehören uns allen. Wenn wir sie teilen, wird der Weg frei für eine gerechtere Gesellschaft, an der alle partizipieren können. Im Streit um das politische Profil des 21. Jahrhunderts bieten die Autoren ein zentrales Gegengewicht zu all jenen, die uns weismachen wollen, dass die derzeitige Politik- und Wirtschaftsform die einzig mögliche sei.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von J. Paul
Format:Gebundene Ausgabe
Es wird zu einer Revolution kommen. Und Hardt und Negri analysieren die Ursachen, den Verlauf, die Zielsetzung und Alternativen. Dies allerdings nicht mit Zahlen, Daten, Statistiken, denn die findet man in ihrem Buch genausowenig wie konkrete Ereignisse, die sich datumsgenau festnageln lassen, sondern sie bieten uns eine linke Theorie, wie eine kommunistische Gesellschaft dennoch erreicht werden kann.

Einer der Schlüsselbegriffe für diese Revolution ist die biopolitische Produktion, also die intellektuelle, affektive, kognitive Arbeit. Gemeint sind damit meinem Verständnis nach vor allem auch Arbeiten rund um das Internet und der Wissenschaft.

Daß die Welt nicht nur die alternativlose kapitalistische Moderne hervorbringen kann, wurde schon früher versucht zu widerlegen. Die sozialistischen Länder des Ostblocks versuchten eine Gegenmoderne zu schaffen, die aber nur scheitern konnte, da sie sich im Innern nicht befreit hatte. Oder den Zeitpunkt der inneren Selbstbefreiung auf später verschoben. Biopolitischer Produktion in sich zu integrieren bzw. zuzulassen fiel ihnen sowieso schwer, so daß ihre Wiederauferstehung mehr als fraglich ist.

Der Kapitalismus wird aber auch nicht siegen, prophezeien uns Hardt und Negri. So wie der Sozialismus bzw. auch der Keynesianismus immer nur versuchen konnte, den Reichtum von oben nach unten zu verteilen, macht sein Widerpart in seiner aktuellen Ausprägung das Gegenteil. Neuen Reichtum kann auch er nicht schaffen, da dies nur die biopolitische Produktion kann. Diese vermag er aber nicht zu ökonomisieren und so bricht er zusammen. Die Revolution ist da.

Als revolutionäres Subjekt gegen die Macht des Kapitals nennen die beiden Autoren die Multitude (der Armen) bzw. die Menge. Und war es bei Marx vielleicht noch so, daß erst der Klassenfeind besiegt werden mußte und erst dann es möglich war, eine kommunistische Gesellschaft aufzubauen, sprechen Hardt und Negri von einer Methamorphose: Natürlich müssen sich die Leute nach außen gegen die Macht des Kapitals wehren. Nach Innen muß jedoch schon während des revolutionären Prozesses die Metarmophose stattfinden zu einer klassenlosen Gesellschaft ohne Identität. Das heißt: Durch meiner Identität als Weißer, Mann usw. und den von den herrschenden Mächtigen vorbestimmten Rollenmustern werde ich auch nach meiner Befreiung vom Kapital immer noch Sklave der alten Herrschaftsstrukturen sein, die mich von meinen Mitmenschen trennt oder in den Köpfen eine Hierarchie aufbaut.

Das Ziel der Revolution sollte es jedenfalls sein, daß nur noch sogenannte Singularitäten als Teil der Multitude übrigbleiben, die sich selbst verwalten. Und wo frühere Philosophen einen durch einen Gesellschaftsvertrag erreichten dauerhaften Frieden erreichen wollen, stehen es die beiden Autoren jedem singulären Mitglied der Multitude zu, im Konflikt seine Interessen vertreten zu dürfen.

Mein Fazit: Das Buch ist von den Gedankengängen möglicherweise schwer zu verstehen, theorielastig und auch voller Fremdworte. Deswegen ein Punkt Abzug. Ich finde aber, ich habe bei der Beschäftigung mit dem Buch auch viel gelernt. Gefallen hat mir, daß die Autoren sich für ein Grundeinkommen, für gemeinsames und kostenloses Wissen ausgesprochen haben. Und ich denke, Anhänger der Piratenpartei sowie der Occupybewegung werden auch ihre Freude daran haben.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von GFRR
Format:Gebundene Ausgabe
Das Unbehagen in einer krisengeschüttelten Welt wächst für viele Menschen. Hardt/Negri versuchen brillant und sensitiv aufzuzeigen was man tun kann um eine ganze Welt glücklicher zu machen, wenn man bereit ist nach Vorne zu denken und alte, untaugliche Muster hinter sich zu lassen. Wenn eine Zukunft erstrebenswert sein soll, dann ist der aufgezeigte Weg eine Option zum Nachdenken.
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentum gehört zum Kapitalismus, das weiß jeder. Die (sub)titelgebende Bezeichnung Eigentum, deren Ende hier herbeigewünscht wird, steht zwar für diesen Zusammenschluß, aber mehr noch für das negative Urteil, das man dazu einzunehmen habe. W a s dieses Eigentum ist, wollen die Autoren nicht so genau wissen, ihnen genügt, dass es das Private und Ausschließende an Verfügung sei, eben das Gegenteil des heraufdämmernden wahren Gemeinwesen, des "Common Wealth". Dass das Eigentum eben eine üble Angelegenheit sei, die keiner wollen kann. Dass und wie die Menschen im Eigentum ihre subjektiven Willen zwar beschrän(kt erfahr)en, aber doch auch bekräftigen, das wollen sie überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen. Eine Notwendigkeit des Eigentums für die kapitalistische Verwertung muß da auch nicht mehr erwiesen werden. Es interessiert nicht weiter, w a r u m dieses Unding Eigentum bis heute existieren konnte oder gar muß(te), und zugleich reelles Gemeinwesen wie Herzensangelegenheit aller bürgerlichen Subjekte darstellt.
(So eine Erklärung wäre eher hier zu finden:
Harald Haslbauer: Eigentum und Person - Begriff, Notwendigkeit und Folgen bürgerlicher Subjektivierung, Münster 2010). Eigentum und Person: Begriff, Notwendigkeit und Folgen bürgerlicher Subjektivierung

An Stelle einer Erklärung des Eigentums einschließlich seiner Gründe wird mit dem "Common Wealth" nur ein Traumbild revolutionärer Subjektivität beschworen, die das Eigentum nicht wirklich überwinden, sondern es einfach obsolet machen soll. Jede menschliche Lebensäußerung, die noch nicht (vollständig und endgültig) oder (etwa aus gutem Grund) nicht mehr in die Verwertung von Wert eingemeindet ist, wird hoffnungsfroh zum Jenseits des Eigentums hochstilisiert. Selbst wenn Widerständigkeit gegen das Eigentum an diesen Lebensäußerungen gerade nicht zu finden sind, sie gar Arrangements mit dem Eigentum sein wollen, werden sie als jenseitig des Eigentums befunden. Dass die kapitalistische Geschäftsidee Sphären außerhalb seiner selbst schon immer parasitär zu nutzen weiß, und so auch mit der Allmende oder den Commons ganz gut leben kann, sie sogar braucht, wissen sie zwar. Dass etwa Wissen allgemein sein kann und dennoch ein Hebel der Verwertung, ist ihnen am Patent durchaus geläufig. Das alles ist ihnen aber ganz kindisch gleichgültig.
Und so wird einfach nur fröhlicher Optimismus und gute Hoffnung verbreitet, angesichts der unangefochtenen Nutzung der Welt durch und für den Heißhunger nach Mehrarbeit.

Es stellt sich also Ärger ein bei diesem Werk. Eher nicht wegen der Gewißheit, dass Armut nicht sein müßte, oder wegen des schönen Wunschgedankens der Autoren bzgl. eines "Ende des Eigentums", zu dem sie mit ihrem Werk beizutragen denken. Ärgerlich ist die gnadenlose Ignoranz gegenüber der Realität des kapitalistischen Wirtschaftens und dem tatsächlichen Stellenwert des Eigentums dabei: Die positive, wenn auch abstrakte Einbindung der Subjekte in den Stoffwechsel des Kapitals.
Mit "Commonwealth" w i l l also zwar sowieso keine erklärende Kritik des Eigentums formuliert, und allemal nicht a n i h m argumentativ aufgezeigt sein. Aber auch die so befeuerte Hoffnung auf eine Praxis seiner Überwindung k a n n gar nicht gut begründet dargelegt sein. Auch dafür wäre zunächst eine klare Vorstellung vom so verachteten Sachverhalt Eigentum erforderlich.
Dieses Nichts-genaues-wissen-wollen geht dann nicht ohne eine selbstgefällige Mystik vonstatten, mit der die Autoren das "Ende des Eigentums" herbeiorakeln. Genüsslich wird ein changierendes Vokabulatur in Anschlag gebracht und zugleich kein Geisteserbe ausgeschlagen, um Ehrfurcht und Andacht gegenüber dem Gedachten zu erzeugen - was selbstverständlich auch für den Leser gegenüber sich selbst gelten darf, wenn es ihm gelingt, diese Vagheiten bei sich nachzuempfinden.

Hier wird also nicht nur kein Begriff eines Sachverhalts geboten, sondern nurmehr eine alternative Gesinnung gepflegt und befördert, der die gesellschaftliche Wirklichkeit eben herzlich egal sein kann und soll.
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