Die Uh Huh Hers haben ein wirklich schönes Popalbum gezaubert.
Not A Love Song: Die erste Single zeichnet sich durch ihren treibenden Beat und die sehr harmonischen zweistimmigen Chöre aus. 4/5
Explode: Einer der Highlights des Album. Hier stimmt alles, der Bass am Anfang, die elektronischen Spielereien, der traurige Gesang, der von der poppigen Gitarre begleitet wird. 5/5
Wait Another Day: Nett, aber mir zu süß. 2/5
Common Reaction: Hart an der Grenze zum Kitsch - allerdings verhindert die witzigen Keyboardhooks es noch gerade und machen den Song zu einem kleinen Meisterwerk 5/5
Say So: Sehr radiotauglich. Wurde durch seine Earcatcher Melodien schon vorher als Markenzeichen eingesetzt. 3/5
Covered: Ein weiteres Highlight des Albums. Elektronische Beats laden zum Tanzen ein. Die Melodie wird sehr schön zwischen Gitarre, Keyboards und Streichern aufgeteilt. Ein absoluter Ohrwurm 5/5
Everyone: Nett, aber ein wenig dick aufgetragen. Klingt wie ein Mischung aus Ereasure und Eurythmics. 3/5
Away From Her: Erneut erinnert mich das ganze sehr an Ereasure. Der Song ist sehr verträumt und wunderbar gesungen. 4/5
So Long: Hier merkt man, das Leisha Hailey mit den Murmurs doch wirklich mal in einer Band gespielt hat, die für Gitarrenpop - ja fast schon Alternative - gespielt haben. Die Gitarre wehrt sich jedenfalls frech gegen das sonst auferlegte Korsett und setzt sich sogar fast durch. Rockiger, guter Song. 4/5
Dance With Me: Sofort - bei so einem guten Song. Gitarre und Bass lassen an Joy Division in ihren besten Zeiten erinnern. Dazu ein treibender Beat und das geschickte Herauszögern des Refrains... 5/5
Dreamer: Die obligatorische Ballade ist überraschend gut geworden. Der Part, in dem die Klavierstimme von der Orgel übernommen wird - toll. Auch gesanglich klasse. 5/5
Common Reaction ist ein Album für Menschen, die auf melodiösen Gitarrenpop mit 80s Einflüssen stehen. Der Gesang ist manchmal ein wenig zu viel Schlagsahne und ein paar Experimente mehr hätten es auch sein können. Das Debüt der Uh Huh Hers wurde doch sehr glatt produziert. Aber alles in Allem ist ihnen ein sehr gutes Album gelungen. Gerade Songs wie Dance With Me oder Explode machen Lust auf mehr. Ich denke, wie werden noch einiges von Leisha Hailey und Camila Grey hören.
PS: Da ich mich auch immer über Rezensionen aufrege, deren Alben erst in einem halben Jahr erscheinen ... ich habe die US-Version, die im August auf den Markt kam.