Der Film beginnt damit, womit die meisten Geschichten aufhören: Joline und Carl heiraten. Joline nimmt ihr Eheversprechen sehr ernst, vor allem den Passus "in guten wie in schlechten Tagen". Carl wird das alles zuviel und haut ab. Durch eine Postkarte bekommt Joline einen Hinweis, wo sich ihr Mann aufhalten könnte. Sie fährt, unter Protest ihrer Freunde, auf gut Glück los, um ihn zu suchen. Zufällig findet Joline Carl in Texas, wo er einen neuen Job und eine Geliebte hat. Nach und nach schleicht sich Joline unbemerkt in Carls Leben ein, um ihn vor allem Unheil zu bewahren und ihn zurückzubekommen.
Joline ist in meinen Augen durchgeknallt. Ein Beispiel dafür ist, daß Joline die Geburtstagsfeier für Carl nicht absagt, owohl er, was auch alle Gäste wissen, längst abgehauen ist. Es ist sehr schön, daß sie ihre Ehe ernst nimmt, aber sie übertreibt es maßlos. Kein Wunder, daß Carl das Weite sucht. Nachdem sie ihn in Texas gefunden hat, beobachtet sie ihn Tag und Nacht. Dem Nachbarn Neil fällt die schöne Strohwitwe auf und er hat nichts Besseres zu tun, als Joline anzumachen, und zwar sehr direkt und eindeutig. Neil wird gespielt von Goran Visnjic, aber diese Rolle gehört wirklich nicht zu seinen Glanzleistungen, sondern ist unter seinem Niveau. Joline hält ihr Ehegelübde, zumindest physisch. Gegen Ende der Geschichte dreht sie völlig durch. Sie campiert vor Carls Haus und läßt ihn nicht mehr in Ruhe. Schließlich wird Joline in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.
Mir war der Film zu überdreht.