Jaaaa!!! Das ich das noch erleben darf, war nach den letzten Outputs meiner All-Time-Faves mehr als fraglich.
SIX FEET UNDER sind wieder zurück! Vergessen wir die eher durchschnittlichen "Bringer Of Blood" und "13" bzw. alle veröffentlichten Coveraktivitäten.
Auf "Commandment" besinnen sich Barnes & Co. ENDLICH (!!!) wieder ihrer eigentlichen Wurzeln: die des traditionellen, einfach gezockten Death-Metals. Natürlich, solche musikalischen Meilensteine wie "Warpath", "The Haunted " oder "Maximum Violence" schüttelt man nicht einfach so aus dem Ärmel und es wird SFU wohl auch kaum möglich sein, diese Klassiker noch einmal zu toppen.
Doch auf "Commandment" wird ein ordentliches Brett mit old-school-mäßigen Einschlag, sauber auf die zwölf gezimmertem Riffing und wohl dosierten Melodieeinschüben gefahren.
Den zehn (angenehm rau produzierten) Stücken fehlt weder die gesunde Härte noch der ordentliche Zacken Speed.
Und getreu dem Motto "weniger ist mehr", wird auf Gitarren-Soli nahezu gänzlich verzichtet, was der Scheibe im Übrigen nicht schadet, denn durch diese wohltuende Schlichtheit erreichen sie wieder die Eingängigkeit der frühen Werke und der geneigte Hörer bleibt von unnötigen melodie-geschwängerten Ausflügen und Experimenten der letzten Releases verschont.
Diese hatten speziell auf "13" - für meine Lauscher - schon mehr als nervende Ausmaße erreicht...
Tempomäßig variiert der Vierer aud "Commandment" gekonnt und hat midtempomäßige Stücke ("Doomsday", "Ghosts Of The Undead") genauso im Programm wie nackenbrechende Abrissbirnen ("The Edge Of The Hatchet", "Resurrection Of The Rotten") oder auch Dampf-Rammen mit geilen Tempowechseln ("Zombie Executioner", "The Evil Eye").
Man hat den Eindruck, Frontgrunzer Barnes steht bei allen Songs mit seinem Side-Projekt "Torture Killer" an allen Ecken und Kanten Pate, aber das ist ja bei Leibe kein Nachteil, zumal nicht wenige - ich zähle mich auch dazu - den letzten Silberling besagter "Nebenbaustelle" bereits für die besseren SFU hielten.
34:32 Minuten Zeit zum Rübe-Rotieren erscheinen nach dem ersten Durchlauf etwas wenig und daher kritikwürdig, werden aber aufgrund der Intensität und Eingängigkeit des Albums wieder wettgemacht.
Soweit, so gut. Aber man kann ja nicht blöd genug denken, und ich bin sicher, dass einige Nörgler gleich wieder ins Horn posaunen: ist nichts Neues und alles war schon mal da. Zum Teufel aber auch - welcher (echte) Fan will denn ernsthaft, dass SFU sich "weiterentwickeln"?! Hatte nicht gerade diese sch... Experimentiererei auf den letzten Scheiben zur Folge, dass sich viele angewiedert abwandten?! Wenn ich "Mainstream" haben möchte, kann ich gleich Radio hören...
Nein, hier melden sich die Herren wirklich eindrucksvoll zurück und ich komme nicht umhin, die volle Punktzahl zu vergeben. Basta!
Fans vom simplen, schnörkellosen und aufs Wesentlichste reduzierten "ehrlichen" Todesblei können (und sollten) hier wirklich blind zugreifen. Da kann man DEFINITIV nichts falsch machen.
Noch etwas: Die Ltd.-CD-Version kommt in einer Pappbox daher, der eine Flagge/Fahne mit SFU-Logo und einem bluttriefendem Totenkopf (auf "SFUisch": Bloodscull) beigelegt worden ist.
Eher eine nette Sache für absolute Die-hard-Fans, aber ich möchte diese Info nicht vorenthalten...