Produktinformation
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| 1. Mama knew love |
| 2. Cornbread, fish & collard greens |
| 3. Since I seen't you |
| 4. Charlene |
| 5. I'm a mess |
| 6. Comin' from where I'm from |
| 7. Better days |
| 8. Lucille |
| 9. Float |
| 10. My first love feat. LaToiya Williams |
| 11. Chyna black |
| 12. I tried |
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Es gibt keinen einzigen wirklichen Ausfall auf „Comin' From Where I'm From". Sehr erfreulich, dass auf Marotten wie die allzu häufigen Zwischenspielchen oder Skits verzichtet wurde. 12 Songs stehen auf der Trackliste, 12 Songs werden geboten. Die Themen kreisen um Liebesleid, Alltagssorgen, Alltagsfreuden. Eigentlich nicht politisch, aber irgendwie doch. Denn die Botschaft, die hier immer wieder rüberkommt: „Hörer, Hörerin: Denke über Dein Tun nach, übernimm Verantwortung, kämpfe weiter."
Meine Highlights aus dieser insgesamt recht fehlerfreien Zusammenstellung:
- „Charlene", ungemein kraftvolles ruhiges Liebeslied. Sie hat ihn verlassen, und er wünscht sich nichts mehr, als dass sie zurückkommen möge. Zu Tränen rührend.
- Das Titelstück, ebenfalls mit ziemlich traurigem Text: Eine leider viel zu typische schwarze Kleinkriminellen-Karriere wird angedeutet, aber dieser Hustler hier will keiner sein. Sagenhafte Harmonien, hypnotische Musik, samtiger Refrain, wieder voller Kraft und Wärme.
- „My First Love", ein herrlich stimmungsvoller Dialog mit LaToya Williams, große Soultradition. Es geht, klar, um die erste Liebe, mit der er immer noch zusammen ist - durch dick und dünn, und so weiter. Toll.
- „I Tried", sehr bluesig, sehr südlich. So sollte eigentlich D'Angelo heute klingen, wäre er nicht in die Überkünstler-Ecke abgerutscht.
Im übrigen wird das Album auch auf Dauer nicht langweilig. Klar, alle Songs sind schnell einem schon lange eingeführten Genre zuzuordnen, klingen untereinander auch oft recht ähnlich. Aber, aber, aber; ich entdecke auch nach Monaten bei jedem neuen Hören wieder andere Stellen, die schlicht und positiv überraschen. Hier steckt jede Menge Ideen drin, auch wenn es wenige Innovationen gibt. Das Album ist wie der Sänger: Altmodisch, ehrlich, die Qualitäten ein bißchen versteckend - und richtig gut.
„Comin' From Where I'm From" ist für Leute, die etwas mit dem Wort „Soul" anfangen können, die da mehr von haben wollen. Für Leute, die der Musik auch mal richtig zuhören wollen. Und es ist eins der besten Alben des letzten Jahres. Viel übersehen, weil in keine Mode passend, aber jeden Cent wert. Da dürfen auch mal fünf Sternchen sein.
So, jetzt zum Album selbst! Anthony Hamilton ist nicht nur mit einer genialen Stimme gesegnet, sonder hat auch in Sachen Songwriting einiges zu bieten. Die ersten beiden Songs kommen noch ein bischen gewöhnlich rüber, sehr nach gutem R&B klingend. Dann aber spätestens mit dem Song 4 "Charlene" ist klar, dass Hamilton viel mehr kann, als die Hüfte zum Schaukeln zu bringen, sondern glänzt beim Singen von sanften, gefühlvollen Soulsongs, die unter die Haut gehen, fern vom R.Kelly-Geschleime, eingespielt, so wie ich das beurteilen kann, alles mit richtigen Instrumenten.
Produziert hat das Ganze Jermaine Dupri, der auch ein Paar Songs auf Alicias Debut "Songs in A Minor" das gewisse Etwas verlieh!
Der Titeltrack rockt noch mal so richtig, und etwas in dieser Richtung habe ich selten gehört. Das Klavier klingt dirty, die Gitarre schrebbelt hier und da - bei den meisten Songs, wurde hier präzise daraufgeachtet, dass nicht alles so "schön" klingt, um den Soul der Strasse wiederzuspiegeln, plus Retro-Feeling!
An anderer Stelle klingt er wie Tracy Chapman bei dem Mid-Tempo-Song "Chyna Black", und bei Schlusssong "I Tried" sind die Instrumente fast so genial arrangiert wie bei D'Angelos "How does feel" zumindest vom Feeling!
Die Texte behandeln Themen wie Strassenleben, Alkohol/Dorgenprobleme von Bekannten, Glaube aber vor allemLiebe.
Anthony Hamilton ist zwar nicht so innovativ wie D'Angelo und auch nicht so abgedriftet wie Erykah Badu, dafür liefert jener hochwertige Soulmusik(ohne vom Wort Neo-Soul sprechen zu müssen), komplexe Songstrukturen, die für jeden Musikliebhaber und Musiker was hergeben und einen "cleanen Spirit" in den Songs (für die, die verstehen was ich meine!!!), die wirklich beeindruckent einfühlsam eingesungen worden sind!
Jetzt frage ich mich nur noch, warum Hamilton bei uns noch so unbekannt ist, denn fast jeder Track auf dieser Cd könnte eine potenzielle Single sein!
Viel Spass beim Kaufen!
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