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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die bisher ungeschriebene "Theorie des Comiczeichnen",
Von Vainamoinen (Koblenz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Comics machen: Alles über Comics, Manga und Graphic Novels (Taschenbuch)
Eigentlich gäbe es "keine Regeln" beim Comiczeichnen, behauptet Scott McCloud auf den ersten Seiten seines in Comicform entworfenen Buches. Zumindest hat sie noch niemand niedergeschrieben, weshalb sich McCloud dann auch frech herausnimmt, Regeln zu formulieren und zu präsentieren.Trotz der Tatsache, dass McCloud in Will Eisner dann doch noch Jemanden findet, in dessen comic-investigative Fußstapfen er mit seinem Buch treten möchte, wirkt seine Präsentation neuartig und nie dagewesen. Die Schemata, die Klassifikationen, die gesamte Comictheorie ist seine eigene. Zunächst kommt dem Leser sehr viel bekannt vor; durch die Lektüre von Comics hat er sich einfach viel "Basiswissen", welches McCloud nicht auslässt, ebenfalls angeeignet. Wenn McCloud dann aber anfängt, diese Wissensfetzen in Relation zueinander zu setzen und zu ergänzen, gewinnt man wirklich neue Erkenntnisse. Die Intuition diktiert einem leider eben auch mal ganz falsche Dinge. Und obgleich McClouds Theorie ab und zu wirklich komplex ist (z.B. Vier Kategorien der Erzählintention, fünf Kategorien der gewählten Erzählmittel, sieben Kategorien zur Sinnrelation von Bild und Text), bleibt er dank anschaulicher Erklärungen und auf den Sinn einer Erklärung hinarbeitendem Humor fast immer gut lesbar. Einzig die zweieinhalb Seiten umfassende Mimiktheorie, in welcher McCloud eine beinahe mathematische Methode zur Kreation von Gesichtsausdrücken zu entwerfen versucht, scheint mir dann doch ein bißchen zu weit hergeholt; ich halte es auch für ein bißchen übertrieben, dem Leser die 20.000 Euro locker übersteigende Ausrüstung des professionellen digitalen Comiczeichners im Detail vor Augen zu führen. Den Gesamteindruck des über 260 Seiten umfassenden Werks trüben diese Punkte jedoch nicht. Besonderes Lob gebührt McCloud dafür, dass sein Buch für eine sehr breite Zielgruppe geeignet ist. Selten behauptet er, etwas wäre richtig oder falsch; die Eigenarten verschiedener Genres stellt er schön heraus, dem Finden des eigenen Stils widmet er ein ganzes Kapitel; ein Kapitel über das Internet lässt sich gar Online auf seiner Webseite abrufen. McCloud liebt, analysiert, erklärt und zeichnet in diesem Buch so viele Comicgenres, von kleinen, groben Strips über die diversen Manga-Stilarten bis zur virtuosesten "Graphic Novel". Und wenn seine eigenen Zeichenkenntnisse dann doch nicht ausreichen, um einen Punkt klarzumachen oder einen bestimmten Stil anzudeuten, greift er reichlich auf Comicpanels anderer Künstler zurück, was seinem Werk noch eine Dimension des "Who is who im Comic" geben. Vielleicht fehlt hier noch der Hinweis, dass ich dieses Buch auf Englisch gelesen habe - ich habe schlechte Erfahrungen mit Übersetzungen des Carlsen-Verlags gemacht, bin im Englischen sehr sicher, und halte den Preis des deutschen kleinformatigen, schwarz-weiß gedruckten Pappeinbands für einen Schuss ins eigene Bein. Aufgrund der Tatsache, dass kein auch nur ansatzweise in Inhalt und Aktualität vergleichbares Werk erhältlich ist, das Buch also wirklich als "Standardwerk" gelten muss, empfehle ich trotzdem: Lieber die Übersetzung, als gar keine Version! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wie Bilder laufen lernen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Comics machen: Alles über Comics, Manga und Graphic Novels (Taschenbuch)
Scott McCloud macht seit über zwanzig Jahren Comics. Und was er dabei gelernt hat, das will er jetzt anderen beibringen. Was beim Comiczeichnen wichtig ist. Wie man seine Leser packt. Welche Tricks und Kniffe es gibt und was für Wirkungen sie haben.Comics, an die man sich als Leser noch lange erinnert, dazu soll das Buch verhelfen. Geschichten, die einem auch nach Stunden oder Wochen im Kopf herumgehen. Comics, die den Leser förmlich in ihre Welt hineinziehen. Ein Leseerlebnis, das einen vergessen lässt, dass man liest und sich mittendrin wähnt. Voller Figuren, die so lebendig sind, dass sie einem wie echte Menschen erscheinen. Im ersten Kapitel spricht McCloud deswegen über die Geschichte und wie man sie in Bilder zerlegt. Sagte ich "spricht"? Entschuldigung, das war falsch. Er zeigt es uns. Natürlich in einem Comic. So sieht der Leser gleich, was er meint und kann die Wirkung der verschiedenen Möglichkeiten an sich selbst erleben. Das zweite Kapitel handelt von Menschen und davon, dass diese seit Urzeiten das Wichtigste in Geschichten sind. Natürlich gibt es da einiges, wie ein Zeichner diese Menschen verdeutlichen kann. Mimik, Körperhaltung und gegensätzliche Charaktere zum Beispiel Natürlich darf in Comics das Wort auch nicht fehlen und die verschiedenen Möglichkeiten wie Wort und Bild zusammenarbeiten - oder eben auch nicht. Und der Hintergrund, auf dem die Geschichte spielt. Wie zeichnet man den? Auch dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Keine davon ist falsch oder richtig, betont der Autor. Sie sind Werkzeuge und der Comic-Zeichner muss wissen, was er erreichen will und welche Wirkung welche Techniken haben. So ist eine lebendige Einführung in das Erzählen mit Bildern entstanden, die dem angehenden Comic Zeichner zeigen, was für Techniken es gibt, ohne ihn dogmatisch auf die eine oder andere Stilrichtung festzulegen. Für alle, die sich einmal selbst an Comics versuchen wollen, empfehlenswert. (C) Hans Peter Roentgen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Artikel ist sein Geld wert!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Comics machen: Alles über Comics, Manga und Graphic Novels (Taschenbuch)
Ein wirklich klasse Buch... hier wird einem das "Comic machen" auf eine wundervoll amüsante und dennoch ernste Comic-Art näher gebracht. Alle erklärten Dinge werden gleich im Comic dargestellt und demonstriert, so dass man beim Lesen auch gleich optisch noch merkt, was welcher Strich, welches Wort, welche Bewegung, welcher Gesichtsausdruck usw. bewirkt.Also absolut klasse und empfehlenswert für alle, die das Thema interessiert (aber auch für die, die es nicht so interessiert... denn eigentlich hatte mein Freund sich das Buch für sein Studium gewünscht, aber ich hab's dann auch so interessant gefunden, dass ich es gleich gelesen habe!) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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