Vor einigen Jahren unternahm ich mit einem Mietwagen mal eine Reise, um Freunde zu besuchen. Damals hatte ich nun wirklich nicht damit gerechnet, daß der Leihwagen sehr großzügig mit einem CD-Radio ausgerüstet sein würde. Um diese Luxusausstattung auch ausgiebig nutzen zu können, gab mir dieser Freund einige Alben aus seiner privaten Sammlung mit, um sie während der Weiterfahrt hören zu können. Inmitten dieser Leihgabe befand sich damals das Debütalbum von Third Day. Es ist mir zwischen der übrigen Musik auch sofort aufgefallen. Vor der Heimfahrt wurde ich gefragt, welches Album mir denn am besten gefallen hätte. Nach Abgabe meiner Meinung, bekam ich die CD kurzer Hand und ganz spontan geschenkt. Einige Zeit später dann, wurde ich von "Come Together", um das es ja eigentlich hier geht, als Weihnachtsgeschenk überrascht. Bereits nach dem ersten Hördurchgang war ich von dem Werk begeistert. Auf den meisten Scheiben befinden sich ja leider auch Lieder, die man bei jedem Durchgang überspringt, weil sie einem nicht ganz so toll gefallen. Bei "Come Together" ist das aber nicht der Fall. Von Anfang bis Ende trifft man auf Musik in konstant guter Qualität. Ein ganz wunderbares Hörerlebnis das zu jeder Stimmung passt und mit gut verteilten Höhepunkten wie "40 days", "It's alright" und "Nothing compares" sehr ausgewogen und abgerundet wirkt. Einen gigantischen Minuspunkt, der mir schwer im Magen liegt, muß ich hier aber ebenfalls loswerden. Dieser negative Beigeschmack geht aber keinesfalls auf das Konto von Third Day! Denn mit einem überaus unverschämten Preis von fast 30 Euro, werden wohl die meisten Interessierten in Deutschland die Finger von dieser tollen Band lassen und experimentelle Käufe tunlichst vermeiden. Sehr schade, denn sie verpassen so eine wahrhaft hörenswerte Musik.