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5.0 von 5 Sternen
Melodic Death Metal schwedischer Brauart, 14. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Come Clarity (Audio CD)
Es ist schon lustig. Da beschweren sich jede Menge Leute, dass es auf einmal so viel Metalcore gibt und alles Metalcore wird. Und bemerken nicht, dass sie es sind, die alles zu Metalcore machen. Man sollte tunlichst aufpassen, dass es Metalcore nicht irgendwann so geht, wie dem New Metal. Dieser Begriff wurde für so viele so unendlich verschiedene Bands benutzt, dass er letztendlich völlig leer wurde. Und das gleiche Schicksal blüht dem Metalcore. Jede Band, in der eine Kombination aus melodischen Gitarrenleads und geschroteten Deathmetalriffs gespielt und dazu geschrien wird, ist auf einmal Metalcore. Obwohl sie vorher, bevor Metalcore Trend wurde, Deathmetal, Melodeath, Thrash oder Hardcore war. Ich denke, man sollte wieder anfangen, zu differenzieren. Gerade im Blick auf das vorliegende Album. Sei man doch mal ehrlich: Schwedischer Melodeathmetal war härtetechnisch noch nie gerade die Ausgeburt der Hölle. Er zeichnet sich durch eine gesunde Kombination aus Deathmetal und folkloristischen Melodien aus. Und genau dies ist in diesem Album bis zur Perfektion zu finden. Und wenn dabei Stilmittel des Metalcore auftreten, liegt das eher daran, dass die sogenannten Metalcorebands sich des Melodeathmetals bedienen, als umgekehrt. Das sollte nicht den Blick darauf verschließen, dass in diesem Album schlicht perfekt extrem fette Rythmusfundamente von Schlagzeug und Bass mit hammerhartem Thrash bis Deathmetal-Riffing mit Melodien verbunden werden, die ebenso bodenständig wie monumental sind. Alle offenbaren Gänsehautqualitäten. Da sieht man auch mal darüber hinweg, dass einige stimmliche Ungenauigkeiten des Sängers bei den Cleanvocals mit Stimmdopplung bereinigt werden. Dafür schreit er mit einer Intensität, die im Genre ihresgleichen sucht. Zwar manchmal etwas monoton aber die perfekt durch die Lieder gezogenen Melodiebögen machen das mit Leichtigkeit wett. Besonders schön ist in dieser Hinsicht auch der Melodie-Knüppel Clash in "Dead End" gelungen, in dem die Melodieseite sogar eine Sängerin übernimmt. Solche Songideen und die fast epischen Melodiebögen in Kombination mit dem schön bolzenden Rythmusriffing machen aus diesem Album ein Exempel perfekter Harmonie. Ein Meisterwerk, egal aus welchem Genre.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Richtig geil!!!, 12. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Come Clarity (Audio CD)
Diese Platte hat alles, was ein richtig geiles Metal Album braucht: geile Texte, geniale Melodien und das richtige Maß von Härte. Auf diesen Songs kann man nicht anders, als richtig abgehen! Das ganze beginnt schon mit dem ersten Song Take this Life. Er gehört zu den songs, die richtig schön hart sind und dann im Mittelteil den perfekten Melodieteil vorzuweisen haben! einfach nur genial! Als nächste Kracher würde ich auf jeden Fall Reflect the Storm und Come clarity hervorheben. 2 Songs, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch das beweist nur wiedereinmal die Vielfalt der Band! Der erste ist eher ein Schlag in die Fresse, wieder mit dem passenden Melodiepart. Der zweite ist der wahrscheinlich ruhigste Song auf der Platte, einer, der richtig unter die Haut geht. Jedoch sind auch alle anderen Lieder dieses Albums richtige Meisterwerke- aber was will man schon von In Flames anderes erwarten?!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach nur geil!, 3. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Come Clarity (Audio CD)
Während viele mit dem letzten IN FLAMES Album "Soundtrack to your Escape" so ihre Probleme hatten, dürfte sich diese Meinung mit "Come Clarity" wieder ändern. Anno 2006 verschwinden die Syntheziser im Hintergrund und die Gitarren übernehmen wieder die dominierende Rolle. Ja, liebe Freude der melodischen Musik, die Songs auf der neuen Langrille der Schweden ist wieder deutlich Harmonie betonter und nicht selten wird man an Alben wie "Whoracle", "Colony" oder "Clayman" erinnert. Sogar Elemente vom glorreichen "The Jester Race" Album sind zu vernehmen. Die erste Hälfte von "Come Clarity" besteht dabei nur aus Hits die man eigentlich alle sofort als Singles auskoppeln könnte. Davon als erster Song hat es das sehr eingängige, schnellere "Take this Life" geschafft, das vor allem durch seine kurzweilige und direkte Attitüde sofort die Nachricht überbringt, dass IN FLAMES im Jahre 2006 wieder mit der Gitarrenkeule schwingen. Das darauf folgende "Leeches" ist wieder in typischer Manier sehr melodisch ausgefallen, wobei der Refrain mich doch etwas an SOILWORK erinnert. Mit "Reflect the Storm" zeigt man sich etwas ruhiger, was dem Kontrast sehr zu gute kommt. Die Steigerung von der Strophe über die Bridge in den Refrain wurde perfekt vollzogen und bietet eine ausgezeichnete Stimmungssteigerung. Vor allem der Refrain ist durch seine melancholische Art sehr genial ausgefallen. Mit "Dead End" zaubern die Schweden schließlich ein Ass aus dem Ärmel, hat man hier doch die schwedische Singer / Songwriterin Lisa Miskovsky (Albumtipp: "Fallingwater" - genial!) mit ins Boot geholt um sich mit Anders ein cooles Vocal Duell zu liefern. Wer nun aber denkt, dass IN FLAMES hier einen ruhigen Song abliefern hat sich geschnitten, denn hier gibt's neben den zwar sehr melodischen Gitarren sehr viel Doublebass, fette Riffs und Anders' typischen Psyco-Vocals. Als Björn hörte, dass mich der Song an eine sehr harte Version von EVANESCENCE erinnert, hat er mir zwar sofort widersprochen, aber ich denke, das könnte es schon treffen, ohne es dabei abwertend zu meinen, denn der Song gehört zum besten Material, was die Jungs bisher abgeliefert haben. Bei "Scream" präsentiert man sich von der eher brachial, treibenden Seite, wobei die Vocals vor allem im Refrain wieder den Höhepunkt des Wahnsinns erreichen. Der Song dürfte vor allem live sehr gut funktionieren. Mit dem Titelsong hat man den mit Abstand ruhigsten Song auf der Scheibe abgeliefert. Neben den coolen Akustikgitarren und dem Klavier in der Strophe, ist es vor allem der geniale Refrain, der diesen Song überirdisch werden lässt. Zwar kommt der Song von der Bangqualität nicht an Hits wie "Cloud connected" oder "My sweet Shadow" ran, an Genialität zieht die Nummer aber auf alle Fälle gleich! Nach soviel Ruhe braucht man wieder eine eher thrashigere Nummer, was mit "Vacuum" auch zu gleich folgt. Eigentlich denkt man, dass nach solch 6 genialen Hits nun auch mal eine schwächere Nummer folgen sollte, aber weit gefehlt, denn auch dieser Track kann zu 100% überzeugen. "Pacing Death's Trail" - irgendwie ist der Titel für mich nichtssagend, aber dahinter verbirgt sich ein verdammt cooler Song, der zwar nicht ganz an die Qualität der übrigen Tracks heranreicht, aber vor allem im Refrain und durch seinen abwechslungsreichen Aufbau Land gewinnen kann. Mit "Crawl through Knives" schaut das aber wieder besser aus. Vor allem die Leadgitarren sind den Jungs sehr gut gelungen. Der Refrain verspricht vor allem live zum Mitsinggarant zu werden. Bei "Versus Terminus" hauen IN FLAMES immer noch voll mit dem Knüppel auf den Sack. Die Schweden haben den Mund definitiv nicht zu voll genommen, als sie bereits im vorhinein versprochen haben, dass man auf "Come Clarity" wieder deutlich schneller und melodischer werden würde. Das zeigt man auch bei "Our infinite Struggle", der vor allem sehr treibend und melodisch ausgefallen ist. "Vanishing Light" hat dabei einen ganz eigenen Charakter, erinnert er mich stellenweise sogar an alte HELLOWEEN, vor allem bei den Leadgitarren in der Bridge, dem Refrain und dem Solo. Wirklich sehr geil, vor allem auch, weil der Beat in der Strophe einfach nur rult. Das abschließende "Your Bedtime Story is scaring everyone" ist so etwas wie eine Art Instrumental geworden, das vor allem durch eine sehr düstere Atmosphäre besticht. IN FLAMES are back und zeigen wo der Melodie-Hammer hängt. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass die 5 Schweden wieder jemals so sehr zu ihren Wurzeln zurückkehren würden. "Come Clarity" ist dabei ein sehr abwechslungs- und kontrastreiches Album geworden, das alle Stärken des Quintetts vereint. Alle Songs kommen ohne Umschweife auf den Punkt, so dass man recht schnell Zugang finden wird. Die Zeiten von "The Jester Race" und "Whoracle" sind zwar vorbei, aber wenn die kommenden Alben allesamt so ausfallen wie "Come Clarity" habe ich weiterhin auch kein Problem mehr damit.
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