Produktinformation
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| 1. Don't Know Why |
| 2. Seven Years |
| 3. Cold Cold Heart |
| 4. Feelin' The Same Way |
| 5. Come Away With Me |
| 6. Shoot The Moon |
| 7. Turn Me On |
| 8. Lonestar |
| 9. I've Got To See You Again |
| 10. Painter Song |
| 11. One Flight Down |
| 12. Nightingale |
| 13. The Long Day Is Over |
| 14. The Nearness Of You |
Allein schon für ihre Darbietung des Hank-Williams-Klassikers "Cold Cold Heart" und Hoagy Carmichaels "The Nearness Of You" lohnt sich der Preis dieser CD. Ihre eigenen Stücke verblassen ein wenig im direkten Vergleich zu solchen Meisterwerken. Sie und ihr Produzent Arif Mardin hätten sich besser für einige lebendigere Arrangements entschieden und die brillanten Begleitmusiker Bill Frisell, Kevin Breit und Brian Blade entsprechend eingesetzt. Es wäre auch hilfreich gewesen, wenn die Melodien nicht ganz so gleichgültig interpretiert worden wären. Jones hat alle Mittel zu ihrer Verfügung: Mit ein wenig mehr Erfahrung und nach intensivem Anhören von Künstlern wie J. J. Cale und Shirley Horn, wird sie das Talent entwickeln, gedämpft zu bleiben, ohne schläfrig zu wirken. Manchmal ist weniger also doch nicht mehr. --Michael Ross
Ähnlich begeistert zeigte sich auch das deutsche Jazz Publikum, auch die Prominenz wie z.B. Herbert Grönemeyer mochte die junge, dunkelhaarige und bildhübsche Sängerin. Und zu hundert Prozent nachvollziehen kann ich diese Euphorie eigentlich immer nocht nicht. Zu einheitlich scheinen mir Jones' Darbietungen, wenig dynamisch und wenig virtuos wird hier ein Lied ans andere gereiht ohne einen erkennbaren Faden zu hinterlassen. Dann gibt es einige Stücke die sich positiv hervorheben, wie zum Beispiel die Eigenkomposition "Come away with me", in dem Norah Jones' lasziv verführerische Stimme erst recht ihre volle Emotionalität entfaltet, natürlich die wunderschöne Single "Don't Know Why" oder auch das Hank Williams Cover "Cold cold heart".
Ihre Stimme ist sicherlich das musikalisch Positivste, was diese CD zu bieten hat, ein wenig ungeschliffen und hauchig, dunkel, nicht schrill, zurückhaltend, trotzdem voll und auf ihre ganz eigene Weise zuckersüß.
Dummerweise ist Jones' Begleitband, obschon besetzt von guten Musikern, meines Erachtens dann doch ein wenig zu seicht, und ihr Klavierspiel strotzt eben auch nicht vor Vitalität und Virtuosität, wirkliche Jazz Akkorde hört man eher selten, teilweise kommen sogar Erinnerungen an Country hoch, und so wartet man dann doch ratlos auf den Tiefgang und fragt sich, ob da nicht doch der Big Brother von der Marketingkampagne ein wenig unter die Arme gegriffen hat.
Gleichzeitig strahlt dieses Album eine wonnige Wärme aus, die es dann doch zu etwas ganz besonderem macht, woran eben einerseits Jones' Stimme nicht ganz unschuldig ist, sondern auch, und hier kommt die zweite Seite der Medaille, eben die immer ruhige und behagliche Begleitband. So muss man sich also entscheiden, wo man den Schwerpunkt setzen will. Erwartet man Tiefgang, Poesie und erdrückende Klangdichte, so ist dies sicherlich die falsche CD.
Erwartet man jedoch ein grundauf sympathisches, warmes und besinnliches Album für die Blue Hour bei einem Glas Rotwein und ein paar Oliven kann man hier eigentlich absolut nichts verkehrt machen.
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