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Combray (insel taschenbuch) [Taschenbuch]

Marcel Proust , Eva Rechel-Mertens
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

25. November 2002 insel taschenbuch
Mit Combray beginnt Marcel Prousts großes Romanwerk "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Die Bilder, Szenen und Episoden daraus sind zum literarischen Allgemeingut geworden: zu Beginn des Romans der Schlafende, Träumende, der sich an frühere Zeiten erinnert: "Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen"; das Drama des Zubettgehens; die Madeleine und die unwillkürliche Erinnerung, die mit ihrem Genuß einhergeht; die Weißdornblüten und Seerosen, drei Kirchtürme im Abendlicht, ein Sonnenstrahl auf einem regennassen roten Ziegeldach. Personen und Orte, Landschaftsbilder, Gedanken zum Lesen, zum Schreiben, über Kunst, Eifersucht, Moral und, nicht zuletzt, brillante Gesellschaftssatire: Combray enthält bereits Prousts Welt in ihrer charakteristischen Färbung - die Zeit, die Erinnerung, die Liebe.

Wird oft zusammen gekauft

Combray (insel taschenbuch) + Proust für Gestreßte (insel taschenbuch)
Preis für beide: EUR 15,50

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 269 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (25. November 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458345787
  • ISBN-13: 978-3458345787
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 10,9 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 434.698 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Kleebergs Proust ist eine beachtliche Leistung und eine beglückende Lektüre.« Die Welt -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Marcel Proust wurde am 10. Juli 1871 in Auteuil geboren und starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ist zu einem Mythos der Moderne geworden.

Eine Asthmaerkrankung beeinträchtigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schriftstellerischen Arbeiten und einem – nur vermeintlich müßigen - Salonleben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Übersetzungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein hermetisch abgeschlossenes, mit Korkplatten ausgelegtes Arbeits- und Schlafzimmer ist legendär. „In Swanns Welt“, der erste Band von Prousts opus magnum, erschien 1913 auf Kosten des Autors im Verlag Grasset. Für den zweiten Band, „Im Schatten junger Mädchenblüte“, wurde Proust 1919 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die letzten Bände der „Suche nach der verlorenen Zeit“ wurden nach dem Tod des Autors von seinem Bruder herausgegeben.


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5.0 von 5 Sternen Reinschnuppermöglichkeit 1. September 2007
Format:Taschenbuch
Ich gebe zu, dass ich noch nichts von Marcel Proust gelesen hatte, als ich mit Combray zu lesen anfing. Die ellenlange "Suche nach der verlorenen Zeit" hat mich etwas abgeschreckt. Hier in diesem schmalen Buch befindet sich nur der erste Teil des ersten Bandes, was den Vorteil bietet, dass man sich einem überschaubaren Leseabenteuer stellt.
Ich habe diese Lektüre sehr genossen und bin fest entschlossen, weiterzulesen. Daher glaube ich, dass dieses Buch das ideale Geschenk für all die ist, die sich noch nicht ganz sicher sind, und einfach mal in Marcel Prousts Werk reinschnuppern wollen. Neben der sehr melodischen, weichen, komplexen Sprache, welche hervorragend übersetzt wurde, fesselt die berühmte Episode mit den in Tee getauchten Madeleines, welche schlagartig Kindheitserinnerungen auslösen besonders. Diese Kindheitserinnerungen scheinen alle gleichzeitig in dem Erzähler emporzusteigen, was diesem großartigen modernen Roman den Anschein von allerhöchster Authentizität verleiht. Man hat als Leser wirklich das Gefühl, als tauche man ganz in den Kopf des Erzählers ein. Diese einamlige Leseerfahrung muss man gemacht haben.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gediegene Salonlektüre 6. September 2010
Von freak
Format:Taschenbuch
Wie in den alten Werken nicht nur längst vergangener Zeiten, sondern auch verschütteter Welten, die wir mit beigen Cargohosen und weißen Leinenhemden als nettes Apercü gerne noch einmal im dürftig weggeschaufelten Sande beobachten dürfen und zu den artigen und wohlfeilen Sätzen eines Archäologen eifrig nicken und gebetsmühlenartig "Pompeji, ja Pompeji" rufen, gerne Muse und Traum als Bedingung jeder dichterischen Existenz angerufen und beminnt wurden, so erhebt sich auch "Combray". Denn damit beginnt auch hier alles: Da ist der unruhig im Bett Liegende, der Träumende und damit eben Inspirierte, an dem Raum und Zeit vorbeifliegen, miteinander verquirlt, getrennt und wieder zusammen geflickt werden und irgendwann entstehen dann Räume, Dinge, Erinnerungen, Menschen und sogar Düfte. Und wir stehen davor und möchten auch gerne rufen "Combray, ja Combray", denn es ist in der Tat eine längst hinter den Horizont gefallene Zeit, aus der dort berichtet wird, in einem Stile, der diesem hier nicht ganz unähnlich ist. Der an mit Bohnerwachs genährte Salontische und Ledersessel, vielleicht auch Pfeifen und Zigarren und Herren mit gezwirbelten und gewichsten Schnurrbärten erinnert, an Herren, die mit sanfter, dennoch fester Stimme rufen "Dürfte ich wohl die Dame bitten?" und dann fährt eine Kutsche vor, der Page öffnet die Tür und man fährt hübsch davon.

Und ungefähr so schlug ich das Buch - ich ahnte ja ein wenig, was mich erwarten würde - auf und hätte am liebsten im Garten eines kleinen, wohl aber anmaßenden Landschlosses gesessen und wie der Autor ein Madeleine-Gebäck gegessen und all die schönen Dinge in mir aufsteigen lassen. Da ist das Drama des Zubettgehens des kleinen Jungen, da ist die feine Ironie an Gesellschaftsabenden, an denen ein Fruchtsaft noch schnell vor dem Eintreffen des Besuchers Swann auf den Tisch gestellt wird, damit es nicht den Anschein erwecke, als würde er nur für den Besuch aufgetragen. Da sind die geschwätzigen und alleinstehenden alten Großtanten, die nie ein Mann freite und die sich in illustren Anspielungen ihre pflaumigen Wangen röten. Jene feine Ironie ist überall, die wir so schmerzlich vermissen in den heute plump dahin geworfenen und hässlich verleimten Pappdingern, die irgendwo auf einem begrabbelten Bahnhofsbuchhandlungstisch liegen und "Hummeldumm" oder "Stieg-Larsson-Trilogie" heißen.

Nicht, dass in diesem Buche irgendetwas passieren könnte. Wir können uns nur wie Proust fühlen und an längst vergangene, darum nicht unbedingt lächerliche Tage schmerzlich denken. Durchaus gibt es hier die großen literarischen Themen: Die Liebe zur Mutter und damit die Angst vor dem Alleine-ins-Bett-Gehen, vor dem Erwachsen-Werden und damit auch vor dem Sterben. Denn ein Werk wie dieses wird in seiner köstlichen Breite, seinem Detailreichtum vielleicht nur aus einer solchen Angst heraus erschaffen. Die drei Kirchtürme, die in der untergehenden Sonne leuchten und ein arroganter Snob, der die Familie belästigt. Oder die Sentenz an die Köchin der Familie, Francoise, die trotz ihrer bäuerlichen Herkunft ein Gespür für Wesen und Interessen der Vornehmen hat, weil es ihr scheinbar über Jahrhunderte vererbt wurde. Oder der lüsterne Großonkel des kleinen Marcel, den die Frauen lieben und die Eltern verachten.

All das sind herrliche Themen und wenn man an gediegenen Tagen so etwas braucht, dann unbedingt vielleicht auch eine Tasse eines ekligen, parfümierten Tees, der mit mit abgespreizten Fingern getrunken wird, eine rote Hose, ein blaues Samtsakko und ein Piccolöchen. Denn männlich ist dieses Buch leider ganz und gar nicht, und hat man es durch, wünscht man unbedingt, mal wieder nicht zu duschen oder sonstwas zu machen. Für Freunde des Gediegenen ein herrlicher Begleiter, der unbedingt immer unter dem Seidenschal Platz finden sollte. Ich muss jetzt jedenfalls etwas Dreckiges lesen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut gelungen! 26. November 2007
Format:Taschenbuch
Habe gerade die neue Kleebergübersetzung von Combray fertig gelesen und bin äußerst angetan! Treffender und moderner in der Stlistik,hat man fasst das Gefühl, der Roman wäre ursprünglich auf Deutsch erschienen! Der Zauber und voluminöse Reiz der Proustschen Sprache kommt aufs Beste zur Geltung! Mein Kompliment!
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