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Combray
 
 
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Combray [Gebundene Ausgabe]

Marcel Proust
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Liebeskind (März 2002)
  • ISBN-10: 3935890060
  • ISBN-13: 978-3935890069
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13,4 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 738.367 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marcel Proust
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Produktbeschreibungen

Die Literarische Welt, 22.06.2002

„Kleebergs Proust ist eine beachtliche Leistung und eine beglückende Lektüre, was vor allem an Proust, aber auch seinem neuen Übersetzer liegt. .. Die neue Übersetzung ist eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit einem der ganz großen Werke der Tradition. Kleebergs Übersetzung ist - wie die Aufführung einer Sinfonie - eine Interpretation, eine von hohem Rang zudem, und der schönste Anstoß für alle, die vor den 4000 Seiten der vollständigen "Recherche" bisher zurück­geschreckt sind, mit dem neuen "Combray" einzusteigen. Denn in diesem ersten Teil des ersten Teils sind alle Themen und Motive schon vorhanden, stecken wie Keimlinge ihre Köpfe aus der Erde, um in den folgenden Bänden die ganze Pracht ihrer Blüten zu entfalten." (Martin Ebel)

Applaus, Juli 2002

„eine der aufregendsten Neuerscheinungen dieses Jahres... Kleeberg ist damit ein außerordentliches Sprachkunstwerk geglückt, das Proust, wenn auch nicht in einem gänzlich neuen Licht erscheinen, so doch wesentlich geschmeidiger, leichtfüßiger, um einiges eleganter und heiterer daherkommen lässt. ... Gerade und vor allem ein Sprachmagier wie Proust hat Anspruch auf eine zeitgemäße Politur. Kleeberg hat sie meisterlich geleistet. Mit ihm als Sprachführer ist das Abenteuer, Proust zu lesen, gleich noch einmal so erregend.“

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Reinschnuppermöglichkeit 1. September 2007
Format:Taschenbuch
Ich gebe zu, dass ich noch nichts von Marcel Proust gelesen hatte, als ich mit Combray zu lesen anfing. Die ellenlange "Suche nach der verlorenen Zeit" hat mich etwas abgeschreckt. Hier in diesem schmalen Buch befindet sich nur der erste Teil des ersten Bandes, was den Vorteil bietet, dass man sich einem überschaubaren Leseabenteuer stellt.
Ich habe diese Lektüre sehr genossen und bin fest entschlossen, weiterzulesen. Daher glaube ich, dass dieses Buch das ideale Geschenk für all die ist, die sich noch nicht ganz sicher sind, und einfach mal in Marcel Prousts Werk reinschnuppern wollen. Neben der sehr melodischen, weichen, komplexen Sprache, welche hervorragend übersetzt wurde, fesselt die berühmte Episode mit den in Tee getauchten Madeleines, welche schlagartig Kindheitserinnerungen auslösen besonders. Diese Kindheitserinnerungen scheinen alle gleichzeitig in dem Erzähler emporzusteigen, was diesem großartigen modernen Roman den Anschein von allerhöchster Authentizität verleiht. Man hat als Leser wirklich das Gefühl, als tauche man ganz in den Kopf des Erzählers ein. Diese einamlige Leseerfahrung muss man gemacht haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gediegene Salonlektüre 6. September 2010
Von freak
Format:Taschenbuch
Wie in den alten Werken nicht nur längst vergangener Zeiten, sondern auch verschütteter Welten, die wir mit beigen Cargohosen und weißen Leinenhemden als nettes Apercü gerne noch einmal im dürftig weggeschaufelten Sande beobachten dürfen und zu den artigen und wohlfeilen Sätzen eines Archäologen eifrig nicken und gebetsmühlenartig "Pompeji, ja Pompeji" rufen, gerne Muse und Traum als Bedingung jeder dichterischen Existenz angerufen und beminnt wurden, so erhebt sich auch "Combray". Denn damit beginnt auch hier alles: Da ist der unruhig im Bett Liegende, der Träumende und damit eben Inspirierte, an dem Raum und Zeit vorbeifliegen, miteinander verquirlt, getrennt und wieder zusammen geflickt werden und irgendwann entstehen dann Räume, Dinge, Erinnerungen, Menschen und sogar Düfte. Und wir stehen davor und möchten auch gerne rufen "Combray, ja Combray", denn es ist in der Tat eine längst hinter den Horizont gefallene Zeit, aus der dort berichtet wird, in einem Stile, der diesem hier nicht ganz unähnlich ist. Der an mit Bohnerwachs genährte Salontische und Ledersessel, vielleicht auch Pfeifen und Zigarren und Herren mit gezwirbelten und gewichsten Schnurrbärten erinnert, an Herren, die mit sanfter, dennoch fester Stimme rufen "Dürfte ich wohl die Dame bitten?" und dann fährt eine Kutsche vor, der Page öffnet die Tür und man fährt hübsch davon.

Und ungefähr so schlug ich das Buch - ich ahnte ja ein wenig, was mich erwarten würde - auf und hätte am liebsten im Garten eines kleinen, wohl aber anmaßenden Landschlosses gesessen und wie der Autor ein Madeleine-Gebäck gegessen und all die schönen Dinge in mir aufsteigen lassen. Da ist das Drama des Zubettgehens des kleinen Jungen, da ist die feine Ironie an Gesellschaftsabenden, an denen ein Fruchtsaft noch schnell vor dem Eintreffen des Besuchers Swann auf den Tisch gestellt wird, damit es nicht den Anschein erwecke, als würde er nur für den Besuch aufgetragen. Da sind die geschwätzigen und alleinstehenden alten Großtanten, die nie ein Mann freite und die sich in illustren Anspielungen ihre pflaumigen Wangen röten. Jene feine Ironie ist überall, die wir so schmerzlich vermissen in den heute plump dahin geworfenen und hässlich verleimten Pappdingern, die irgendwo auf einem begrabbelten Bahnhofsbuchhandlungstisch liegen und "Hummeldumm" oder "Stieg-Larsson-Trilogie" heißen.

Nicht, dass in diesem Buche irgendetwas passieren könnte. Wir können uns nur wie Proust fühlen und an längst vergangene, darum nicht unbedingt lächerliche Tage schmerzlich denken. Durchaus gibt es hier die großen literarischen Themen: Die Liebe zur Mutter und damit die Angst vor dem Alleine-ins-Bett-Gehen, vor dem Erwachsen-Werden und damit auch vor dem Sterben. Denn ein Werk wie dieses wird in seiner köstlichen Breite, seinem Detailreichtum vielleicht nur aus einer solchen Angst heraus erschaffen. Die drei Kirchtürme, die in der untergehenden Sonne leuchten und ein arroganter Snob, der die Familie belästigt. Oder die Sentenz an die Köchin der Familie, Francoise, die trotz ihrer bäuerlichen Herkunft ein Gespür für Wesen und Interessen der Vornehmen hat, weil es ihr scheinbar über Jahrhunderte vererbt wurde. Oder der lüsterne Großonkel des kleinen Marcel, den die Frauen lieben und die Eltern verachten.

All das sind herrliche Themen und wenn man an gediegenen Tagen so etwas braucht, dann unbedingt vielleicht auch eine Tasse eines ekligen, parfümierten Tees, der mit mit abgespreizten Fingern getrunken wird, eine rote Hose, ein blaues Samtsakko und ein Piccolöchen. Denn männlich ist dieses Buch leider ganz und gar nicht, und hat man es durch, wünscht man unbedingt, mal wieder nicht zu duschen oder sonstwas zu machen. Für Freunde des Gediegenen ein herrlicher Begleiter, der unbedingt immer unter dem Seidenschal Platz finden sollte. Ich muss jetzt jedenfalls etwas Dreckiges lesen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absolut gelungen! 26. November 2007
Format:Taschenbuch
Habe gerade die neue Kleebergübersetzung von Combray fertig gelesen und bin äußerst angetan! Treffender und moderner in der Stlistik,hat man fasst das Gefühl, der Roman wäre ursprünglich auf Deutsch erschienen! Der Zauber und voluminöse Reiz der Proustschen Sprache kommt aufs Beste zur Geltung! Mein Kompliment!
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