In Jahre 2002 lässt sich der inzwischen fünfundsiebzigjährige kubanische Präsident Fidel Castro drei Tagen lang von einem Kamerateam begleiten und befragen. Er erzählt seine Geschichte, die Revolution, der anschließende Aufbau des Landes, die Errungenschaften, die er für wichtig hält. Seine Beziehungen zu der Sowjetunion in den Zeiten des kalten Krieges kommen ebenfalls zur Sprache. Er nimmt Stellung zu dem Attentat auf John F. Kennedy und berichtet auch aus seiner Sicht über die Stationierung der sowjetischen Atomraketen in den sechziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhundert. Spätestens hier merkt man, die USA und das kleine Kuba sind sich gegenseitig nichts schuldig geblieben, über die Invasion in der Schweinebucht, über Atomraketen bis hin zu Guantanamo und dem kleinen Flüchtlingsjungen, den Castro von den USA für den leiblichen Vater zurückforderte.
Auch persönliche Beziehungen zu seinen Kinder und Frauen bis in die Jetztzeit beantwortet der Präsident artig und glaubhaft. Natürlich können die subjektiven Antworten nicht allen und jederzeit gefallen. Castro ist kein Heiliger, sondern wie er selbst zugibt ein Atheist. Er hat kein Problem den Papst zu empfangen, aber er scheint lieber mit Jelzin Wodka zu trinken. Hier wurde ein politisches Urgestein interviewt, ein Stück Zeitgeschichte, das auch deshalb subjektiv sein muss weil er, der Comandante, noch lebt.