Was braucht ein Western, um gut und unterhaltsam zu sein?
Da wäre an allererster Stelle zu nennen die wundervolle Landschaft, durch welche die Helden des öfteren reiten. An zweiter Stelle stehen die Helden selbst, in diesem Film verkörpert von John Wayne und Stuart Whitman. Und an letztem, nicht unwichtigstem Posten befindet sich die Handlung, die Landschaft und Darsteller miteinander verknüpft und nicht zuletzt zerfurcht ist von Konflikten der unterschiedlichsten Couleur.
John Wayne spielt in "Comancheros" einen Texas Ranger, der den Auftrag bekommen hat, einen berüchtigten Falschspieler, Glücksritter und - durch einen Unfall beim Duell - Mörder festzunehmen. Auf dem Ritt durch die Weiten des Westens lernen sich die beiden Männer näher kennen und als Paul Regret (der Falschspieler) schließlich entscheidend dazu beiträgt, einen Indianerüberfall auf eine einsame Außensiedlung abzuwehren, entscheidet sich Cutter (der Ranger) dazu, dafür zu sorgen, dass Regret nicht abgeurteilt wird. Dies gelingt ihm auch und auf diesem Wege wird Regret in den Kreis der Texas- Rangers aufgenommen.
Der nächste Auftrag führt die beiden noch weiter in unkontrolliertes Gebiet: Sie sollen einer Bande von weißen Banditen das Handwerk legen, die sich selbst als "Comancheros" bezeichnen. Das liegt daran, dass sie illegalerweise die Indianer mit Waffen versorgen. Im Hauptquartier der Comancheros in der Wüste angekommen, werden die beiden Agenten Cutter und Regret aber von der Tochter des Banditenbosses, mit der Regret früher ein Verhältnis hatte, erkannt und überführt. Als die Stunde ihrer Vernichtung immer näher rückt, beschließen Cutter und Regret, alles auf eine Karte zu setzen...
Der Film ist - wie viele der Western von John Wayne - nicht unbedingt als Meilenstein anzusehen; dennoch bietet er beinahe pausenlos gute Unterhaltung und Spannung bis zur letzten Sekunde. Auch wenn John Wayne sich wie immer selber spielt, schafft er es zusammen mit seinem Kollegen, der Freundschaft zwischen Cutter und Regret Glaubwürdigkeit zu verleihen, was insofern schwierig ist, da sich ihre Beziehung ja zunächst aus bitterer Gegnerschaft heraus entwickelt. Insgesamt aber ein wunderschön anzusehender, rühriger Western, den man mit Sicherheit als "sehenswert" empfehlen kann.