Obwohl "Das Tal ohne Licht" ruhig anfängt und sich Zeit lässt für die Veränderung von Red Dust, geht es dann Schlag auf Schlag und der Comic ist recht schnell durchgelesen; das Ende läuft doch etwas arg flott ab. Aber der Leser wird gut unterhalten und gerade der Anfang birgt einigen Tiefgang für Red Dust. Wobei auch Comanche eine prägende Erfahrung macht. Überhaupt ist es interessant, wie erst die neue Zeit Einzug hält, um dann durch einen besonders brutalen Gangster wieder einen Rückfall in die alten Zeiten zu erfahren.
Die Kurzgeschichte darüber wie der alte Clem an Palomino gekommen ist, ist nicht allzu wichtig, aber eine nette Detail-Ausschmückung. Die abgebildeten Cover und kurzen Erläuterungen zur damaligen Veröffentlichungsweise der Geschichte sind für den interessierten Fan etwas.
Wer Western-Comics auch nur ein wenig mag, kommt an "Comanche" einfach nicht vorbei. Die Collectors Edition ist wirklich liebevoll und nobel gemacht und verdient ihren Namen. Auch wer die alten Ausgaben hat, sollte über einen Kauf nachdenken. Inhalt und Aufmachung können selbst Comic-Fans überzeugen, die sich nicht direkt als Western-Fans bezeichnen würden.
"Das Tal ohne Licht" ist ein weiterer gelungener Band der "Comanche"-Reihe . Er setzt die Handlung gezielt und gelungen fort, bringt weitere Charakterzeichnung und trotzdem eine gehörige Portion Action. Für Sammler besteht eh Kaufpflicht und wem die ersten vier Bände gefallen haben, wird auch von "Das Tal ohne Licht" nicht enttäuscht werden.