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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen96
4,3 von 5 Sternen
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am 14. April 2010
Wenn ein recht vorhersehbarer Roman, der sich auch noch einem Sujet widmet, das eigentlich als Synonym für Langeweile steht (nämlich: Golfsport), dennoch Spaß macht, muss das seine Gründe haben. Und das sind die folgenden:

Der mediokre Schotte Gary Irvine hat die sehr attraktive Pauline "abgekriegt", und damit änderte sich sein Leben. Alle Ambitionen wichen den Problemen des Alltags, und statt in Glasgow zu studieren, ist Gary Angestellter eines Gabelstaplerherstellers geworden. Vom Vater infiziert, ist er außerdem ein erfolgloser Golfverrückter; der Sport dient ihm nebenbei als Ausgleich dafür, dass sich die Ehefrau frigide gibt - tatsächlich pimpert sie heimlich mit dem lokalen Teppichbaron, der auch gerne mehr wollen würde, nach einer Scheidung aber pleite wäre.

Garys Bruder Lee ist ein dusseliger Kleinganove, ein Asi mit entsprechender Ausstattung: Sozialhaus, rotzige Kinder, anstrengendes Weib. Lee ist ein ebenso erfolgloser Krimineller wie sein Bruder vergeblich perfekte Schläge übt. Als Lee unter Dope eine Ladung Drogen im Wald vergräbt, aber später nicht mehr wiederfindet, muss er um sein Leben fürchten, denn mit dem lokalen Gangsterboss Ranta, dem Lieferanten der Ladung, verscherzt man es sich nicht. Als Gegenleistung für den Verlust wird er zum Auftragskiller: Er soll die Frau jenes Teppichbarons ermorden, die einer glücklichen Verbindung zwischen diesem und Garys Noch-Frau im Weg steht. Schließlich ist Pauline schon dabei, die Villa für das gemeinsame Glück auszusuchen.

Dann wird Gary von einem Golfball am Kopf getroffen. Nach dem Erwachen aus dem Koma leidet er unter einer Sonderform des Tourette-Syndroms, die ihn dazu zwingt, pausenlos übelste Beschimpfungen auszustoßen oder zu masturbieren, notfalls auch öffentlich. Als netter Nebeneffekt ist Gary plötzlich ein exzellenter Golfer, und nahezu unfähig, schlecht abzuschlagen. Folgerichtig stellt er einen Platzrekord nach dem anderen auf und steht bald darauf im Finale der British Open.

Tätigkeiten, die einem als sonderbar oder wenigstens langweilig vorkommen, muss man vermutlich einfach mal ausprobieren, um die Faszination zu verstehen. Tatsächlich gelingt es Niven, die Faszination der sonderbaren Tätigkeit "Golf" durchaus zu vermitteln: Das Bemühen, perfekte Schläge abzuliefern, den "Sweet Spot" zu treffen, kommt offenbar einer Sucht gleich. Wenn die akribisch-amüsanten Berichte von Schlägen, Fairways, Grüns, Eisen, Drivern und Wedges manchmal auch etwas überhand nehmen, kommt selbst bei jemandem, der diesen Sport für so gut wie überflüssig hält, doch Spannung und Interesse auf: Man versteht die Leidenschaft.

Die Handlung ist, wie angedeutet, durchaus vorhersehbar, und die Figuren sind so konturiert, wie das ein humoriger Roman offenbar erfordert. Trotzdem macht das Buch Spaß, weil Niven lakonisch erzählt, das Geschehen wirklich amüsant ist und das holzschnittartige Personal dennoch Identifikation erlaubt. Außerdem sind Garys Tourette-Ausbrüche unglaublich lustig. Damit, dass man letztlich über die Symptome einer Krankheit lacht, muss jeder Leser selbst zurechtkommen.

"Coma" (der deutsche Titel ist etwas unglücklich gewählt, der Originaltitel lautet "The Amateurs") ist keine literarische Offenbarung und längst nicht so hart wie sein Vorgänger "Kill Your Friends", aber auch keine Weichei-Lektüre. Sondern schlicht ein spannendes und unterhaltsames, manchmal sehr vergnügliches Buch über Underdogs, Schottland, Kriminalität, Liebe und ein sonderbares Hobby, bei dem man meistens kleinen Hartgummibällen hinterherschaut.
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am 10. Januar 2010
Vorweg... Ich kenne kill your friends nicht und kannte bisher John Niven auch nicht.
Ich war einfach auf der Suche nach einem guten Buch das mich endlich mal wieder in seinen Bann zieht...
Zugegeben bin ich eine leidliche Golferin und so hat mich das Thema schon angemacht, denn ich kenne den "Schmerz und die Schmach" die einem permanent widerfährt wenn man schlecht spielt.

Ich!! finde das Buch absolut gelungen. Es ist derb, grotesk, richtig unterhaltsam, lustig, stellenweise fesselnd, literarisch mit Sicherheit nicht "nobelfähig", durchgeknallt, manchmal brutal und einfach richtig schön und leidenschaftlich zu lesen.

Nicht-Golfer müssen sich keine Sorgen machen, daß sie nix kapieren - ganz im Gegenteil - herzlichst empfohlen; Golfer wissen wovon gesprochen wird; ein idealer Mix nicht nur für harte Jungs; auch wir Mädchen finden das "Dreckige" daran saucool...
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am 25. Februar 2010
Ich habe "Coma" von John Niven wegen der guten Rezensionen hier gelesen und fand es wirklich großartig. Die Geschichte um den talentlosen Golfspieler und späteren Komapatienten Gary ist herrlich schräg, witzig und sehr unterhaltsam. Mehr als einmal habe ich ein Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht gekriegt.
Auch wenn ich nichts von Golf verstehe, hat mich "Coma" echt gefesselt. Bei diesem Buch handelt es sich allerdings weniger um einen Thriller als um eine irre Geschichte mit Mafia-Elementen. Die Charaktere sind natürlich überzeichnet, aber trotzdem glaubhaft und irgendwie sympathisch. Gut, die Handlung ist nun nicht grade tiefsinnig und teilweise vorhersehbar, aber das hat mich nicht gestört. Hätte nicht gedacht, dass ich mal so gespannt den Ausgang eines Golfturniers verfolgen würde. Auch Nicht-Golfer werden die Leiden der (schlechten) Spieler verstehen und sich durch dieses Buch super unterhalten fühlen.
Also eine absolute Leseempfehlung.
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am 16. November 2009
Ich wußte garnicht auf was ich mich bei diesem buch einlasse, da ich mir schon mehrere bücher aus der hayne hardcore serie gekauft habe, stellte ich mich auf thriller ein. aber sowetwas lustiges habe ich noch nie gelesen, im zug war es mir total peinlich das ich meine lacher nicht unterdrücken konnte!!!
irgendwie sind eigentlich alle charaktere in dieser geschichte recht symphatisch und machen auf ihre weise spaß.
mitlerweile kann ich mir gut vorstellen mal ein golftunier zu besuchen oder mir eines im fernsehen anzuschauen, das golf geqatsche nervt aber definitiv nicht.
unbedingt lesen und weiterverschenken!!!
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am 5. April 2010
Als erstes vorweg: Golf ist ja ein so langweiliger, und vor allem komplizierter Sport. Jemandem dabei zuzusehen, wie er einen kleinen weißen Ball über eine Wiese schlägt, für fast jeden Schlag einen anderen Schläger braucht, jedem auszuführenden Schlag eine andere (festgelegte) Bezeichnung gibt; das ist so ... (es möge bitte jeder selbst eine Wort dafür finden)
Aber zum Buch:
Auch wenn Golf eine zentrale Rolle spielt, steht eigentlich eine medizinische Sache im Mittelpunkt: das sog. Klüver-Bucy-Syndrom; eine Form des Tourette-Syndrom. (Wer genau wissen will, was das alles ist, der möge sich bitte an entsprechender Stelle informieren.)
Der Protagonist des Buches, Gary, - dessen Talent in Punkto Golfspiel irgendwo zwischen miserabel und ganz schlecht anzusiedeln ist - hat eines Tages beim Golfspielen eine unliebsame Begegnung mit - Ironie des Schicksals - einem Golfball. Er bekommt den Ball volles Rohr gegen seine Rübe und fällt für einige Tage ins Koma. Nachdem er dann wieder unter den Lebenden weilt, leidet er an o.g. Klüver-Bucy-Syndrom. Allerdings kann er jetzt ganz ausgezeichnet - geradezu fast profimäßig - Golf spielen.
Die zweite Geschichte, die im Buch erzählt wird, handelt von Lee. Er ist Gary's Bruder und absolut unfähig, irgendwas auch nur halbwegs "vernünftig" auf die Reihe zu bringen. Nicht mal als Gauner und Kleinkrimineller taugt er was. Nach einem misslungenen Drogendeal bekommt er die Chance zur "Wiedergutmachung": Lee soll einen Auftragsmord begehen. Doch auch diese Sache verpatzt er gewaltig; vor allem im Hinblick auf den Gesundheitszustand des "Opfers" (das nach einem Mordanschlag ja eigentlich tot sein sollte).
Mehr möchte ich über die Geschichte(n) nicht verraten. Nur, dass Gary und Lee, die trotz familiärer Zusammengehörigkeit keinen engen Kontakt pflegen, sich zum Showdown ausgerechnet beim Finale der "Open Championchip", zu dem sich Gary qualifiziert hat, wiedertreffen.

Ich kann das Buch nur empfehlen; es ist absolut lesenswert. Aber ich möchte hier noch einige Warnungen bzw. Hinweise vorweg schicken.
Erstens: Der Autor, John Niven, ist Brite und "Coma" ist britischer Humor par excellence. Wer auch nur eine ungefähre Ahnung von britischem Humor hat, der weiß, dass schon mit diesem Satz alles gesagt ist, und es keiner weiteren Erklärung bedarf. Wer nicht bescheid weiß, der sollte dieses Buch erst recht lesen.
Zweitens: In Anbetracht der Tatsache, dass uns hier, wie schon gesagt, ein Werk britischen Humors vorliegt, muss ich eigentlich nicht erwähnen, dass die Ausdrucksweise im Buch ziemlich rüde ist. Ich erwähne es aber trotzdem vorsichtshalber. Wer also eine eher sensible Persönlichkeit und/oder Probleme mit einer direkten, schonungslosen und unmissverständlichen Ausdrucksweise hat; oder wer mit Zweideutigkeiten auf Kriegsfuß steht, dem sei geraten: Finger weg, und Buchdeckel zulassen!
Wen weder Erstens noch Zweitens stört, bzw. wer damit umgehen kann, oder wer die Warnung schlicht ignorieren will, dem kann ich nur sagen: Unbedingt lesen!
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am 1. September 2010
...amüsiert habe ich mich. Wie schon der wesentlich härtere Vorgänger "Kill your friends" unterhält auch dieser Roman und hat mich oft zum spontanen Brüllen gebracht. Punktabzug nur dafür, dass es viel um Golf geht und ich da überhaupt keinen Plan von habe, wofür das Buch eigentlich nix kann und die teilweise unnötige Brutalität. Aber die Stellen, wo Gary die unterschiedlichen Zustände seiner Erektionen beschreibt sind Klasse. Vielleicht nur für Männer...
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am 23. November 2009
Wenn dieses Buch ein Film wäre, hätte wohl Tarantino die Idee gehabt, eine Komödie über ein Golfturnier zu schreiben, das dann von den Cohen Brüdern verfilmet worden wäre. Es ist, wenn man auf den Humor der eben genannten Typen steht, ein wirklich abartig lustiges Buch. Wenn man zudem das Glück hat, selber Golf zu spielen möchte ich es fast schon als Pflichtleküre einordnen. Sehr schräg und sehr, sehr empfehlenswert!
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am 14. Oktober 2010
COMA von John Niven ist ein sehr gutes Buch und leichte Unterhaltung. Gary ist ein bemitleidenswerter Charakter, der den Leser in so mancher Situation zum Weinen bringt, vor Lachen versteht sich. Auch lange Golfpassagen können der Unterhaltung nichts anhaben. Ich hatte noch nie einen Golfschläger in der Hand aber nach diesem Buch große Lust, es mal zu versuchen.
Als Leser verzieht man aber auch schonmal das Gesicht, wenn die Gangster des Buchs an der Reihe sind und alles andere als zimperlich mit ihren Opfern umgehen.
Alles in allem ein sehr lustiges, unterhaltsames aber auch hartes Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen kann.
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am 27. Oktober 2009
John Niven... der Typ schaffts doch tatsächlich das ich bei 'nem Golftunier mitfieber.Also ich glaub,hät ich nicht schon 'kill your friends' von ihm gelesen,hätte ich mir 'Coma' nicht gekauft.Und ich hätte auf jeden Fall eins der besten Bücher verpasst,das ich je gelesen hab.Ich hab echt selten so gelacht.. Schon am Anfang,Garys Begegnung mit dem Briefträger... zu krass!Ich konnte glaub ich die nächsten 5 Minuten oder so nicht weiter lesen,weil ich wirklich Tränen in den Augen hatte.. Niven hat diesmal auch gezeigt,dass er,im Gegensatz zu Mr. Stelfox in 'kill your friends',auch sympatische Figuren kreieren kann.(obwohl Stelfox auch ziemlich unterhaltsam war!).. Außer Garys Frau Pauline,gegen die hab ich beim Lesen 'nen regelrechten Hass entwickelt.Gary ist jedenfalls 'n echt cooler Typ.. Seine Anfälle sind zwar ganz lustig,aber gleichzeitig tut er einem auch wirklich leid.Das Buch hat also auch seine ernsten Stellen.Und harte,wenn ich an Ranta und Co. denke.. Wirklich 'n guter Mix!

Also 'Coma' ist Kopf-Kino vom Feinsten!..Wär ich Regisseur,würd ich sofort 'nen Film daraus machen.Ich würd gern mal 'nen Typ sehn,der mit Klebeband überm Mund Golf spielt..
11 Kommentar18 von 22 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. September 2010
Vorweg: Ich bin kein Golfer und habe weder von John Niven noch von Kill your friends vor dem Buch etwas gehört!
Nachdem ich in einer Zeitschrift darüber gelesen habe dachte ich einfach es könnte interessant sein...

und ich muss sagen dass sich das bewahrheitet hat. Ich konnte kaum die Finger von dem Buch lassen, es hat mich mit der absurden-abgedrehten Geschichte voll in den Bann gezogen. Ich dachte selbst nicht dass mich ein Buch über ein Golfturnier so mitreißen kann.

Wer einen unterhaltsamen, spannenden und abgedrehten Roman der anderen Art sucht der sollte unbedingt zugreifen!

Von mir 5 Sterne!!!!
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