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Columbus war ein Engländer. Geschichte einer Jugend.
 
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Columbus war ein Engländer. Geschichte einer Jugend. [Taschenbuch]

Stephen Fry
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, Februar 2001 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 394 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499226456
  • ISBN-13: 978-3499226458
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 499.372 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stephen Fry
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Jugendbeichte des englischen Drehbuchautors und Filmstars. "Ein umwerfend komisches Buch." (Focus) "Zum In-die-Hose-Machen komisch." (SZ-Magazin)

Autorenportrait

Stephen Fry, Jahrgang 1957, unterrichtete an einer Universität, bevor er selbst eine besuchen durfte. In jungen Jahren wegen Kreditbetrugs im Gefängnis, verdiente er seine erste Million mit einem Theaterstück. Er hat unzählige Stücke geschrieben, in noch mehr mitgewirkt und ist aus den Filmen "Peter's Friends" und "Oscar Wilde" bekannt. Er ist ein Meister des britischen Humors.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Genial 16. November 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch war für mich eine ziemlich Überraschung. Es ist merkwürdig von einem Schriftsteller, dessen Bücher man glaubt zu kennen, dessen eigene Geschichte erfährt, weil sich dadurch auch der Bezug zu allem anderen, das man gelesen hat ändert. Auch die Autobiographie läßt nicht den unvergleichlichen und einzigartigen Humor Frys vermissen. Häufiger als zum Lachen hat mich dieses Buch zum Nachdenken gebracht und berührt. Fry beschreibt seine Kindheit und Jugend mit einer zum Teil gnadenlosen Exaktheit und Schärfe. Ohne zu beschönigen schildert er dem Leser den Abstieg in seiner Jugend, der letztlich im Knast einer englischen Kleinstadt endet. An manchen Stellen klingt das, was witzig geschrieben ist wie bitterböse Selbstironie, die einen mehr betroffen macht, als den Leser auch nur zum schmunzeln zu bringen. Es ist nicht unbedingt eine schöne Geschichte, aber ein wunderschönes Buch, dass man mit einem lachenden und einem weinenden Auge liest. Sehr zu empfehlen.
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das ist es 25. Februar 2001
Format:Taschenbuch
Ich habe soeben beschlossen, daß dies mein Lieblingsbuch ist. Ich liebe auch alles andere von Mr. Fry, aber diese wunderbare Autobiographie ist sein Meisterwerk. Ich kenne keinen Autoren, der so wunderbar leicht und unbeschwert erzählen kann, sogar peinliche und teilweise traurige Erlebnisse so voller Humor schildern und kommentieren kann wie Stephen F. Er kümmert sich gar nicht um gängige Erzählregeln, sondern springt unbekümmert von einem Thema zum anderen, macht den Leser neugierig, läßt ihn dann schmoren, und überrascht dann urplötzlich mit etwas nahezu Unglaublichem. Ob das alles wahr ist, was er da schreibt, weiß ich nicht, aber wen juckt das? "Columbus war ein Engländer" ist das beste Buch, das ich je gelesen habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Nur kurz zur Einleitung: Stephen Fry ist ein Mensch, der nicht nur einen Beruf inne hat. Er ist talentierter Schriftsteller, Schauspieler, leiht seine Stimme desöfteren für Hörbücher sowie Videospiele und Filme, hat unterrichtet, Drehbücher geschrieben, Regie geführt und pflegt seine Internetbekanntschaften exzessiv z.B. über Twitter. Er gilt ausserdem als Genie und Menschenfreund, der sich unter anderem für die Rechte der Homosexuellen und die Hilfe für Depressive einsetzt.

Man denkt sich wohl: so jemand ist doch garantiert unter den besten Bedingungen aufgewachsen, wird genauso ein Genie in der Schule gewesen sein und hatte seine Mitmenschen und sein Verhalten im Griff.
Nun...dem war nicht ganz so. Und ab da wird es interessant.
Fry erzählt von einer Jugend, die nur allzu verworren scheint, wie ein Leben auf einem Drahtseil zwischen Erfolg und Versagen, auf dem er mehr als einmal stand.

Es beginnt mit dem neuen Schuljahr im Internat, als er sieben Jahre alt war und endet mit dem Erreichen des Stipendiums für eine Ausbildung in der Universität Cambridge im Alter von 18 Jahren.
In dieser Zeitspanne war das Leben des jungen Stephen Fry wohl ein einziger Wirbelsturm der Gefühle und Probleme.
In dieser Autobiographie dreht es sich um Themen wie das Schul- und Internatsleben, um Freundschaften (auch mit Mädchen), seine Homosexualität, seine erste Liebe, das Verhältnis zu seiner Familie, seine kleineren und größeren Streiche und Straftaten, das einmal daraus resultierende Leben im Gefängnis und das immer wieder auftretende Gefühlschaos emotionaler und sexueller Natur.

Wenn man das alles liest, vergisst man sogar mal, dass es sich um die Vergangenheit DES Stephen Fry handelt, auch wenn er gerne mal selbst den Leser anspricht.
Man stelle sich vor, eine ähnliche Vergangenheit würde man von der Lady Di oder von Brad Pitt lesen, man würde sich denken "Ist nicht wahr...bei IHM/IHR??". Und das macht das diese Autobiographie umso interessanter. Denn langweilig wird das Lesen kaum eine Sekunde.

Stephen Fry macht keinen Hehl aus seinen Jugendsünden, schlachtet seine Jugend soweit es seine Erinnerungen zulassen gehörig aus. Er rechnet mit einer Vergangenheit und deren Episoden ab, auf die er desöfteren - wie er öfters betont - mit Kopfschütteln, Scham oder Traurigkeit zurückblickt. Doch er versucht auch nicht schönzufärben oder zu rechtfertigen. Wenn er etwa von seinen kleptomanischen Phasen berichtet (wie er jahrelang gekonnt und heimlich Mitschüler, Lehrer, die Eltern und sogar ältere Bekannte bestohlen hatte), sagt er selbst, nichts könne all dies rechtfertigen. Eine dieser Diebestouren mündet am Ende in einen Auftritt vor Gericht und in einem Gefängnisaufenthalt, wovon er ebenfalls detailiert berichtet.

Apropos detailiert: Frys Erinnerungen sind gar nicht mal so lückenhaft. Ausführlich beschreibt er Freund und Feind aus der Vergangenheit (natürlich mit geänderten Namen), Orte wie seine Familienresidenz, seine diversen Internate, Geschehnisse und kulturelle Einflüsse, die seine berufliche Laufbahn wohl ausgiebig prägten.
Dies erleichtert dem Leser, sich die Umstände des Aufwachsens im England der 1960er und 1970er Jahre vorzustellen und die Identifikation mit Fry.

Darüber hinaus gibt er lustige und weniger lustige Anekdoten zum Besten (mein Favorit: der "perfekte" tote Maulwurf für den Naturkundeunterricht) und gibt seine Meinung aus heutiger Sicht zu den Episoden seiner Kindheit weiter, z.B. als er sich bewusst wurde, dass er schwul war. Dabei wird er nicht müde, sich auch an kritische Stimmen zu richten, die etwa die Homosexualität mit "Hilfe" der Bibel zu verteufeln und wirft ihnen beispielsweise entgegen, sie sollten sich wenigstens dann konsequent an alle Weisungen der Bibel richten, wie etwa die koscheren Speisegesetze, das Vermeiden menstruierender Frauen und vor allem das Gebot "Du sollst nicht töten". Jeder denkende Mensch wird Fry sicher zustimmen können. Textpassagen wie diese beweisen aufs Weitere die Wort- und Denkgewandtheit des Autors.

Garniert wird das Werk mit einer kleinen Auswahl an alten Fotos aus den Jahren der Kindheit und Jugend, auf die er hin und wieder auch mal im Text eingeht.
Übrigens: das letzte Bild zeigt eine relativ bekannte Aufnahme von Stephen Fry und Hugh Laurie aus dem Jahre 1980, wie sie damals in Cambridge Schach spielten. Zwar wird dieses Bild gezeigt und in einigen Nebengeschichten erzählt Fry von seinem Schauspielerkollegen und Freund Laurie, doch Fans von Laurie muss ich leider enttäuschen: wie die beiden überhaupt Bekanntschaft geschlossen haben, wird nicht erläutert (hat es Fry vergessen? Wer weiss...)

Mein Fazit: "Columbus ist ein Engländer" (Originaltitel: "Moab is my Washpot") ist ohne Zweifel eines der besten Bücher, die Stephen Fry je geschrieben hat. Es rührt, es berührt, es spricht einen an und manchmal auch aus der Seele, es führt den Leser ein Stück weit in seine Welt ein und regt einem auch desöfteren und Schmunzeln und sogar zum Lachen an, ohne aber dabei auf dunklere Kapitel des Lebens zu verzichten, mit denen der eine oder andere sicher auch zu tun hatte.
Für Fans und Interessierte unverzichtbar.
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