Mit dieser EP beweist Paul van Dyk einmal mehr sein großartiges Variationstalent und beschreitet sogar für ihn bislang eher untypische stilistische Wege. Entpuppte sich sein letztes Album "Out there and back" noch als dancig-tranciger hochglanzpoliert-kommerziger Nonstop-Mix, ertönen auf diesem Silberling nun auch mal fast schranzige "Dirty-Sounds" wie sie momentan ja sehr im Trend zu liegen scheinen. Die ersten drei Tracks sind im Grunde krachige Deephouser. Mit Starecase hat sich Paul exzellente Verstärkung geholt. Mit ihrer Interpretation des Stücks "Vega" zeigen die beiden Masterminds und Trancepioniere, wie treibend-progressiv und "weit" sie ein ohnehin geniales Original noch aufbereiten, ja gar in eine neue Dimension katapultieren können. Hier wird typischer Starecase-Sound abgeliefert - wie immer vom Allerfeinsten! Meiner Meinung nach vielleicht nicht die interessanteste, aber dafür sauberste und komplexeste Produktion auf der EP. Das Schlussstück besticht durch seine wunderbare Variationsfreudigkeit, unterzieht man es einmal dem direkten Vergleich mit der Original-Version "Vegas". Alles in allem beschert Paul uns hiermit ein abwechslungsreiches und innovatives "Kleinalbum" auf der Höhe der Zeit.
Empfehlenswert.