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Between the Buried and Me Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (28. September 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Victory Records (Soulfood)
  • ASIN: B000UPQFYU
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.690 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Foam Born: The Backtrack
2. Foam Born: The Decade of Statues
3. Informal Gluttony
4. Sun of Nothing
5. Ants of the Sky
6. Prequel to the Sequel
7. Viridian
8. White Walls

Produktbeschreibungen

A Continuous movement of savage metal, lush prog-rock & stimulating mood that morphs into some of the most forward thinking music today.

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tanz ins Nichts 19. Juni 2008
Von gen239
Format:Audio CD
Die Straßen einer riesigen Stadt. Es ist Nacht. Wie im Zeitraffer ziehen die Lichter von Autos, und Reklame vorbei. Das reflektierte Mondlicht in den Fenstern der erschlagenden Hochhäuser wirkt wie eine Verhöhnung der selbstauferlegten Isolation durch die monolithischen Gebäude, die uns den Blick auf den Mond selbst versperren. Doch hier unten braucht keiner dieses Licht. Der Schein der Reklametafeln ist unsere Sonne. Die Sonne des riesigen Nichts, das sich zeigt, wenn die rasenden Farben weiterziehen. Die Stadt zurücklassen in ihrem Schwarz.
Wie ein riesiges Negativ entfaltet sich das Gefühl der Leere über der Szenerie. Durch Konsum versuchen wir unsere Individualität zu konstruieren. Verlieren uns in Statussymbolen aus Angst vor der Bedeutungslosigkeit. Die Erkenntnis der eigenen Sinnlosigkeit ist die neue Meditation.
Verloren ergehen wir uns in Ideen von Rebellion und Systemkritik. Die phantasierende Gemeinschaft ist der letzte lichte Anker. Und dann reißt man sie ein die Mauern, denkt man wird in der Erinnerung verbleiben für alle Zeit.
Doch die Kräne kommen. Und bauen die Monolithen wieder auf, die den Mond versperren und die Sonne erleuchtet wieder das Nichts, durch das wir uns definieren.
Was "Between The Buried And Me" auf diesem Album präsentieren ist eine Analogie zur finstersten Analyse unserer Gesellschaft, die totale musikalische Ambivalenz, die schon das düstere Cover zeigt, das so vollkommen absurd mit "Colors" betitelt ist.
Sanfte Gesänge erzählen von Egoismus und Verlorenheit, werden zerrissen von brutalen Blastbeats und schneidenden Black Metal Riffs. Rasende Wut baut sich auf. Wütende Shouts brechen aus dem Donnergrollen. Der Rhythmus wird zerhackt, umgedreht, zerbrochen und wieder zusammengefügt, langsam walzende Death Metal Attacken zerschmettern die Geschwindigkeit an einer gewaltigen Wand, nur um sie im nächsten Moment mit ruhigen Jazzläufen von Bass und Schlagzeug zu umschmeicheln und urplötzlich in hypnotische Extase zu verfallen. Wie die Sonne durch die schwärzesten Gewitterwolken brechen klare Gesangslinien und akustische Melodien hervor. Streichen mit ihren warmen Strahlen kurz über die Seele, um sie umso abrupter der brutalen Kälte preiszugeben, die einen im nächsten Moment umfängt. Kurz wirft das Tongerüst einen kurzen Blick in eine Kneipe. Lautes Lachen und angeregte Diskussion, Fidelklänge und Gläserklirrens schallt einem entgegen. Einen kurzen Moment flammt ein geborgenes Gefühl auf. Doch die Härte kehrt zurück. In all ihren sich ständig selbst umwickelnden und überwalzenden Formen, mit denen sie einen erschlägt.
Und ist dann der letzte Ton verhallt, dann verhallen dort über eine Stunde rhythmischer Wahnsinn, wunderbare Melodien, absurde Riffs, und ebenso bleierner wie variabler Gesang.
Irgendwo zwischen Black Metal, Death Metal, Rock und Post Hardcore vertonen die Recken von "Between The Buried And Me" hier die dunkle Vision des modernen Lebens irgendwo zwischen "Fightclub" und Romantik.
Schwer. Ungeordnet. Unschön. Aber auch ebenso tiefgehend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein musikalisches Erlebnis! 17. Januar 2009
Von anvesch
Format:Audio CD
Gewohnt eckig, verspielt und schwer zugänglich präsentieren sich die Jungs von BETWEEN THE BURIED AND ME auch auf ihrem aktuellen Album "Colors". Bei insgesamt acht Songs könnte man ja schon fast an eine MCD denken, aber weit gefehlt! Die totale Spielzeit der CD beträgt 64:09 Minuten, nur zwei Songs, nämlich der Opener "Foam Born: The Backtrack" und "Viridian" sind unter 5 Minuten lang.

Mittlerweile, nach dem vierten Anlauf, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass BETWEEN THE BURIED AND ME uns mit "Colors" ein Stück Musik servieren, welches in keiner Sammlung eines offenen, anspruchsvollen und experimentierfreudigen Metalheads fehlen sollte. Von Metalcore zu Death Metal über Jazz und Psychedelic Rock ... Hier werden sämtliche Stilelemente zu einer musikalischen Masse verbunden, die mich immer wieder erstaunt aufhorchen und genau zuhören lassen. Ja, genau zuhören sollte man, denn sonst verpasst man was. Dieses Album empfiehlt sich also nicht "mal eben nebenbei" gehört zu werden, nein, dafür muss man sich Zeit nehmen.

Wer gewillt ist, sich diese Zeit zu nehmen und auf musikalische Entdeckungstour zu gehen: kaufen! Wer BETWEEN THE BURIED AND ME vorher schon kannte und mochte, wird nicht enttäuscht werden. Und jene mit oben beschriebenen musikalischen Angewohnheiten passen ebenfalls gut zu diesem Album. Oder das Album zu ihnen ... ?!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein weiteres Meisterwerk 30. September 2007
Format:Audio CD
Da ist sie also, die neue Between The Buried And Me Scheibe. Ein wenig skeptisch, ob der immensen Erwartungen nach dem Vorgängermeisterwerk Alaska, öffne ich die CD. Ich höre die jungfräuliche CD zum ersten Mal über Kopfhörer, damit ich auch in die Tiefe der Details abtauchen kann. Was nun passiert, das ist zum Teil nicht mit Worten zu beschreiben.
Eine Reise beginnt, nimmt mich mit seichten Klavierklängen und sanfter, hoher Stimme gefangen. Die Reise beginnt mit der Erkenntnis, dass es im Leben ständig auf und ab geht und, wie man da das Beste draus machen kann. Nach und nach entwickeln sich die Themen hin zu zur Selbstreflektion des Individuums in der Gesellschaft sowie der Rolle als Kunstschaffende Musiker im Spannungsverhältnis zwischen Anspruch, Business und Fanerwartungen.

Man hat hier also, auch wenn sämtliche Songs musikalisch gebunden sind, nicht unbedingt ein klassisches Konzeptalbum, aber alleine die Wiederkehr von bestimmten musikalischen Themen und Linien lassen durchaus die Vermutung nahe (so viel möchte ich nicht vorwegnehmen), dass es hier übergeordnet einen Sinn (neben der großartigen Musik) existiert. Dazu kann man auch die Bandhomepage besuchen, um weitere Interpretationen der einzelnen Songs einzusehen.
Musikalisch ist hier alles drin: Mathmetal, Queen, (Prog)Deathmetal (z.B bei dem Spastic Ink-Part in Foam b), King Crimson, Jazz bzw. Fusion, Klassik und alles, was in den letzten 20 Jahren an guter Musik rauskam. Auch harsche Wechsel machen hier immer Sinn. Die Songs sind noch einen Tick komprimierter als auf Alaska. Damit ist selbstverständlich nicht gesagt, dass sie leichter in den Kopf gehen. Wer das erwartet, soll Radio hören. Hier muss man sich, sollte man kein Musiker sein, der von der Genialität der Instrumentalisten zehren kann, den Genuss wirklich erarbeiten, da man hier alleine auf drei Songs trifft, die die magische 10-Minutenmarke locker überbieten. Bei progressiver Musik bedeutet das wirklich einige Hörarbeit. Aber das haben die großen Alben schätzungsweise gemeinsam. Wer hat schon beim ersten Hören die Tragweite von Dark Side Of The Moon oder ähnlichen Alben begriffen? Musikalisch haben sie durchaus ihre kleine eigene Nische gefunden: Den Song im Song. Irgendwie klingt das manchmal alles etwas nach Queen Bohemian Rhapsody . Diese Parts waren z.B. auch schon auf Alaska zu hören (das Ende von Selkies, den Ah Ah Ah Part in All Bodies). Ohne zu viel vorwegzunehmen (da hat man nämlich durchaus ein Schmunzeln auf den Lippen, weil sich die Musiker selbst nicht bis ins letzte Detail ernst nehmen): diese Parts wurden ausgebaut.
Soundtechnisch ergeben sich auch einige Neuerungen. Als Fan kann man sich quasi BTBAM Songs im Sound der The Anatomy Of-Coverplatte vorstellen. Natürlich ist die Produktion toll, es wurde auf Triggerschlagzeugsounds verzichtet (danke!), die Platte lebt und atmet, erdrückt einen nicht direkt, wie es so viele 0815 Produktionen tun. Hier steht wirklich die Musik im Vordergrund und nicht irgendein Soundtrend. Im Vergleich zu Alaska ist der Sound (noch) lebendinger geworden, kompakter, aber gleichzeitig auch eigener und ausgewogener, was hier nur vorteilhaft ist.

Kurzes Fazit: Wer auf harte, moderne Musik steht, musikalisch offen ist, wird das Album lieben. So einfach ist es. Was soll man noch sagen? Ich meine, sie haben hier ihr eigenes Meisterwerk geschaffen, etwas ähnliches wie z.B. das schon erwähnte Dark Side Of The Moon Album. Ich denke, man kenn es durchaus mit den Worten des letzten Songs White Walls beschreiben:
This is all we have when we die
It's what's left of us when we die
We will be remembered for this
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