Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer von den ganz großen Filmen unserer Zeit, 24. März 2005
Steven Spielberg hat sich mit diesem Film weit aus dem Fenster gelehnt - und zwar in jeder Hinsicht: Seine Story hätte in das Kitschige kippen, seine unbekannten Darsteller nicht überzeugen und seine Bilder und Botschaft nichts aussagen können.All das trat nicht ein. "DIE FARBE LILA" wurde zu einer gigantischen, überzeugenden Botschaft, die aussagt: Das ist dein Leben und Leben bedeutet Kämpfen. Die junge Schwarze Celie wandert durch die Heirat mit dem Mann, den sie nur "Mr." nennt von einem Gefängnis in das neue. Ihr Vater vergewaltigte sie seit eher und beschert seiner Tochter zwei Kinder, die er verschwinden lässt. Der einzigen Person, der sie sich anvertrauen kann, ist ihre Schwester Netty, von der sie jedoch brutal durch ihren Mann getrennt wird. Sogar in der weißen Unterdrückung der Dreißiger Jahre, in der die Schwarzen leben, bestimmen Hass und Gewalt das Leben der jungen Celie, bis zu dem Tag, an dem die Geliebte ihres Mannes, eine lebenslustige Sängerin, in ihr Haus einzieht und Celie "das Leben beibringt". Der Film mündet in Celies Aufstand gegen die Unterdrückung ihres Mannes und einen Neubeginn. Die Zuschauer werden von Whoppie Goldberg als unterdrückte Schwarze überrascht sein, besticht ihre große Karriere doch durch komödiantische Rollen in "SISTER ACT" oder "RAT RACE", in der sie ihre Hautfarbe ganz gezielt als skurilen Kontrast zum spießigen Weißen einsetzt. Nicht so in "DIE FARBE LILA", denn hier wird eigentlich nicht der Konflikt zwischen Weiß und Schwarz dargestellt, sondern zwischen Macht und Schwäche, welcher nach Ausgleich und Umkehrung sucht. Whoppie Goldberg ist dabei absolut überzeugend und spielt sowohl die Unterdrückte als auch die "Auferstandene" mit derartiger Wirkung auf den Zuschauer, dass er sich direkt in die Geschichte hineinversetzt fühlt. Der Film ist ein absoluter Meilenstein und berührt unendliche Perspektiven: Gesellschaftskritik, Drama, Tragödie, Komödie, Satire und Melodram.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
man muss weinen, man muss lachen und wieder weinen, 26. Mai 2005
Von Ein Kunde
"Die Farbe Lila" hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, unabhängig davon, dass es einer der besten Filme überhaupt ist.Ich hatte seinerzeit Englisch als Hauptfach beim Abitur und ich bei der Prüfung gab es zwei Themen, ich entschied mich für: "Die emanzipierte schwarze Frau in den USA" Als Mann eine eigenwillige Entscheidung, aber mir schoss sofort dieser unglaublich gute Film durch den Kopf, den ich dessen Thema ich dann aufgriff. Der Film ist realistisch und ungeschönt, brutal und menschlich. Ich glaube, dass kein anderer Film das Thema so gut getroffen hat. Ich kannte das Buch und hab den Film erst viel später nach erscheinen gesehen und war mehr gefesselt als beim lesen und hab geheult, das mache ich auch noch, wenn ich den Film zum x-ten Mal sehe. 11 Oscarnominierugen und kein einziger gewonnen, ich versteh die Welt nicht mehr!!!! Whoopie Goldberg (eigentlich eher für komische Rollen bekannt) spielt grandios und Oprah in einer Nebenrolle ebenso, aber Hut ab vor Steven Spielberg, in der Kategorie kann er's nur mit seinem eigenen "Schindler's Liste" aufnehmen. Der Film ist menschlich, realistisch und zeigt Gefühle. Als Europäer lernt man so dunkle amrerikanische Geschichte kennen und wird nachdenklicher. Der Film ist perfekt umgesetzt und pefekt besetzt und erschreckend zugleich. Für einen Hollywood-Film eher ein Kleinod, aber absolut sehenswert und herzergreifend. Für mich ist dieser Film, einer der in meinen Top 10 der besten Filme vertreten, mit Recht! Unbedingt ansehen, aber auf emotionale Schmerzen gefasst sein!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der besten Filme überhaupt, 10. Januar 2008
Die Farbe Lila gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Tolle Schauspieler und wohl eine der gelungensten Literaturverfilmungen überhaupt.
Der Film erzählt die Lebensgeschichte aus Sicht der schwarzen Hauptdarstellerin Celie (großartig: Whoopi Goldberg), und zwar von Kind an bis zu einem relativ reifen Alter. Sie wird schon als Kind von ihrem Vater vergewaltigt (der sich später als ihr Stiefvater herausstellt), bekommt 2 Kinder, die sie aber weggeben muss (und die ganz zum Schluss in einer äußerst ergreifenden Szene endlich wieder zu ihr zurückfinden). Ganz besonders schrecklich ist für sie aber die Trennung von ihrer Schwester Netty, zu der sie jeden Kontakt verliert, auch weil ihr Ehemann (Danny Glover) die eingehenden Briefe unterschlägt. So befürchtet sie, ihre Schwester könnte längst tot sein. Eigentlich handelt es sich bei dem Film um eine sehr innige Liebe zweier Schwestern.
Der Film spielt eher in einem etwas gehobeneren Schwarzen-Milieu, man ist nicht wirklich arm, sondern hat Besitz, den man sogar vererben kann. So wird zwar auch die Unterdrückung des schwarzen Bevölkerungsteils durch die Weißen (eher am Rande) thematisiert, viel stärker steht aber die Unterdrückung der (schwarzen) Frauen durch die (schwarzen) Männer im Vordergrund.
Großartig auch die Musik. Der Gospelgesang relativ am Ende des Filmes, auf den dann die Versöhnung zwischen Priester und "sündiger" Tochter erfolgt, gehört für mich zum Ergreifendsten was das Kino zu bieten hat. Wieso dieser Film zwar vielfach nominiert wurde, aber keinen Oscar erhielt, ist mir ein Rätsel.
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