Ich kaufte dieses Gerät als Ersatz für den vor 2 1/2 Jahren erworbenen HP Color LaserJet 2840, der von HP leider bereits nach dieser kurzen Zeit nicht mehr komplett für Windows 7 unterstützt wurde (lediglich generischer Druckertreiber verfügbar, aber kein Scannen mehr möglich und auch sonst seltsame Fehlermeldungen unter Windows 7).
Die Lob und Kritikpunkte meiner Vorredner teile ich ebenfalls, möchte aber zwei Dinge hervorheben:
1. Positiv und selten in Tests erwähnt:
Der Drucker ist im Standby absolut geräuschlos und nicht wie vergleichbare MFP-Geräte mit einem Lüfter ausgestattet, der bereits im Standby zum Teil mehr als 50db Lautstärke erzeugt. Da ich direkt neben dem Gerät im Home-Office sitze und telefoniere ist dies für mich ein extrem wichtiger Punkt. Auch im Druckbetrieb ist er leiser als das Vorgängermodell (er kalibriert sich auch nicht mehr so penetrant oft:-).
2. Negativ und deshalb 2 Sterne Abzug (hätte sonst 4 Sterne gegeben):
Ich betreibe das Gerät an einer ISDN-Anlage (Siemens Gigaset SX353 ISDN), die mit Sicherheit in kleinen Büros eine der gängigsten ISDN-Anlagen ist. Bislang funktionierte diese auch mie dem HP 2840 Fax einwandfrei. Nach der Einrichtung des neuen Gerätes machte ich mich also an den Fax-Anschluss. Der Fax-Test wurde auch laut HP-Gerät bestanden. Wollte ich aber faxen, sprang das Gerät nach dem Speichern des Faxes auf den Start Bildschirm zurück und machte gar nichts mehr. Erst als ich das Gerät Aus- und wieder Eingeschaltet habe begann das Gerät das Fax an die zuvor eingegebene Faxnummer zu senden. Das Fax wurde dann auch komplett an den Empfänger übermittelt.
Es war jedoch nicht möglich ein Fax eines andern Absenders mit dem HP-Gerät zu empfangen. Der andere Teilnehmer erhielt immer die Meldung "Leitung belegt". Die Einstellungen im HP-Fax waren zu 100% identisch mit denen aus meinem HP2840, der auch bei Umstecken des Kabels weiterhin problemlos funktionierte.
Auch testete ich das Gerät an einer analogen Faxleitung (Danke an meine Nachbarn:-) und der Faxversand und -empfang funktionierte dort einwandfrei.
Also kontaktierte ich den HP-Support. Der bemühte Mitarbeiter, der allerdings bei sämtichen Informationen von mir erst Rücksprache halten musste, versuchte mit mir das Problem zu lösen (inkl. Prüfung der normale Einstellungen und Einstellungen im Developer Menü des Gerätes), leider jedoch ohne Erfolg. Ca. 1 1/2 Stunden war ich so in der (kostenpflichtigen) Hotline. Nach dieser Zeit fragte mich der Techniker dann, ob das Gerät an eine ISDN-Anlage angeschlossen sei, was ich natürlich bestätigte und auch vorher schon mehrfach erwähnt hatte. Daraufhin erhielt ich nur noch die Aussage, dass HP keine Faxgeräte- und MFP-Faxe supportet, die an ISDN-Anlagen angeschlossen sein (Dies steht auch angeblich in den HP AGB, ich habe es aber vor meinem Kauf in keiner Produktbeschreibung gelesen). Er könne mir hier jetzt nicht mehr weiterhelfen und damit war unser Gespräch ohne Problemlösung beendet.
Ich gehe davon aus, dass in Deutschland ein sehr großer Prozentsatz der Business-Umgebungen mit ISDN-Anschlüssen und Anlagen ausgestattet ist. Es ist befremdlich zu hören, dass ein Weltmarktführer diese Umgebungen nicht unterstützt und damit am deutschen Markt (und in anderen bereits digitalisierten Telefonmärkten ebenfalls) überleben kann.
Da wie bereits erwähnt der HP aufgrund der Funktionen, Abmessungen, Betriebs- und Standby-Lautstärke für mich immer noch eine sehr gute Kombination darstellte, habe ich mich selbst an die Lösung gemacht. Ich habe vor meine ISDN-Anlage einen zusätzlichen Digital-/Analog-Wandler (DeTeWe TA33 USB) geschaltet, der das ISDN-Signal an meine Siemens-Anlage "durchschleift", an den ich aber direkt das Faxkabel meines HP2320fxi anschließen kann. Sofort nach Aufsetzen dieser Konfiguration lief das Faxmodul des HP 2320fix einwandfrei und ohne die oben genannten Probleme. Die Lösung hat zwar ¤46,-zusätzlich gekostet, aber ich kam zumindest um die Rücksendung des schweren und sperrigen Gerätes herum.
Also alles in allem ein gutes Gerät, aber wer es an einer ISDN-Anlage betreiben möchte sollte ein wenig vorsichtig sein, denn von HP ist hier laut eigener Aussage keine Hilfe zu erwarten.