Reifer, bedächtiger, etwas ruhiger, nachdenklich, zart und verträumt - so könnte man Nina Perssons Stimme auf ihrem 2. Solo-Album beschreiben.
Beeinflusst von ihrem sonst Filmmusik komponierenden Gatten, hören wir Streicher und Bläser, bewusst gewählt und genussvoll eingesetzt, ohne die Songs zu überladen.
Generell lässt sich feststellen, dass "Colonia" deutlich "europäischer" und nicht so "amerikanisch" (Folk-lastig) wie der Vorgänger klingt.
Für Freunde "erwachsener", anspruchsvoller Pop/Rock-Musik mit sinnvollen Texten eine gute Empfehlung - für Cardigans-Fans ein Muss!
Anspieltipps: 01 The Crowning / 02 Stronger Than Jesus / 04 Love Has Left The Room / 06 Here Are Many Wild Animals ... und 07 Chinatown - muss jedoch ganz durchgehört werden, um in den vollen Genuss zu kommen!
Schade, dass die erste Single "Stronger Than Jesus" nicht im Radio gespielt wird. Die Scheibe hätte durchaus Potential gehabt. Aber so ist es den Cardigans mit ihren letzten beiden Alben ja leider auch ergangen.
Ob die "Strickjacken" Geschichte sind? Keiner weiß es so genau. Hoffen wir, dass uns Nina weiterhin vor dem Mainstream rettet - ob mit den Cardigans, A Camp oder anderen Projekten.