1981 erschien das erste Soloalbum von Phil Collins, dem damaligen Sänger und Schlagzeuger von Genesis. Produziert wurde es von ihm selber und Hugh Padgham, welcher damals auch Genesis produzierte. Der Bass wurde u.a. von John Giblin gespielt, Gitarre von Daryl Stuermer und bei einem Track sogar von Eric Clapton. Drums, Keyboards und Gesang wurden natürlich von Phil Collins übernommen. Dazu noch bei einigen Songs Streicher und die Earth, Wind & Fire-Horns.
"Face Value" schlug ein wie eine Bombe. Das lag natürlich auch an dem genialen Song und Riesenhit `In the air tonight`, welcher in vielen Ländern ganz vorne in den Charts stand. Es sind aber auch weitere gute Stücke enthalten, wie z.B. die beiden schönen Balladen `The roof is leaking` und `If leaving me is easy` und dem tollen Instrumental `Droned`. Dazu das bereits von Genesis bekannte `Behind the lines` und von den Beatles `Tomorrow never knows`.
Phil geht hier eindeutig weg von dem Genesis Prog Rock der 70er (das war aber bereits bei dem Album "Duke" vom Vorjahr zu spüren) hin zu einer ganz entspannten, relaxten Musik. Der Drumcomputer der Firma Roland ist ein markantes Merkmal nicht nur dieser Platte von Phil (ungewöhnlich für einen Drummer). "Face Value" war offenbar das rechte Album zur rechten Zeit. Auf jeden Fall wurde Phil damit zum Superstar.
Insgesamt gesehen ist "Face Value" auch aus heutiger Sicht noch ein gutes Stück Musik. Da aber bis auf `In the air tonight` weitere Überstücke fehlen, sind hier für dieses sehr persönliche Werk 4 Sterne angebracht.