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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schauspielerfilm mit Actioneinlagen, 23. Januar 2007
Nach einigen reichlich mittelmäßigen Filmen, die ich ein gutes Vierteljahr vorher über mich ergehen habe lassen, war "Collateral" für mich so etwas wie eine Oase. Dabei ist die Story an sich nicht mal originell. Ein Auftragskiller (Tom Cruise in seiner ersten Rolle als Bösewicht) lässt sich eines Nachts von einem Taxifahrer (Jamie Foxx) durch Los Angeles fahren, um fünf Menschen umzubringen.
Eins vorweg: Wer einen Thriller mit pausenloser Action erwartet, liegt bei "Collateral" falsch. In weiten Strecken ist der Film bemerkenswert ruhig, er nimmt sich Zeit, seine Protagonisten vorzustellen und kehrt zwischen den Actionpassagen immer wieder zu einem langsameren Tempo zurück, wobei er keine Minute an Spannung verliert.
Dies ist vor allen Dingen ein Verdienst von Cruise und Foxx. Tom Cruise zeigt hier mal wieder wie in "Eine Frage der Ehre", dass er ein verdammt guter Schauspieler sein kann. Obwohl äußerlich eiskalt, zeigt seine Figur einige Facetten, die ihn immer wieder kurz sympathisch erscheinen lassen und den Zuschauer einen Moment lang vergessen lassen, dass er ein eiskalter Killer ist. In der Szene, als er von seinen versoffenen Vater erzählt, scheint die Geschichte kurz ins Klischee abzurutschen, aber Cruise schafft es, dem Zuschauer zu vermitteln, dass er in der Hinsicht vielleicht nicht ganz die Wahrheit gesagt. Darauf bin ich erst beim zweiten Mal Sehen gestoßen, denn so ein Klischee hat irgendwie in einen recht klischeefreien Film (auch wenn der Storytwist am Ende etwas vorhersehbar ist) nicht gepasst.
Jamie Foxx hingegen habe ich zum ersten Mal in "Bait" gesehen, wo er mir schon vorkam, als sollte er als Nachfolger für den Dauerquassler Eddie Murphy herangezogen werden. Interessanter war da schon sein Auftritt in "Ali", bevor er bei diesem Film hier erstmals zeigt, wie gut er ist. Nicht von ungefähr durfte er danach die Titelrolle in "Ray" spielen, die ihm einen Oscar einbrachte. Sein Taxifahrer Max ist ein teils intelligenter, teils etwas naiver Charakter, der sich selbst belügt, hängt er doch dem Traum nach, einmal einen Limousinenservice aufzumachen, ein Traum, den er sich nie erfüllen wird. Selbst sein Bild von einer Insel, das er sich in den Blendschutz geklemmt hat, ist ein Tagtraum. Foxx spielt das sehr glaubwürdig, genauso wie er sich aus einem zu Anfang verständlicherweise verängstigten Menschen zu einem kleinen Helden entwickelt.
"Collateral" ist im Grunde genommen ein Schauspielerfilm mit einigen Actioneinlagen, den man gut wiederholt sehen kann. Dazu kommen ein paar wunderschöne Bilder von Los Angeles, die Atmosphäre schaffen.
Kleiner Gag am Rande: Am Anfang findet zwischen Tom Cruise und einem Mittelsmann ein Taschenaustausch statt, bei dem Cruise alles bekommt, was er für den Auftrag braucht. Der Mittelsmann ist Jason Statham, der hier seine Rolle als "Transporter" zitiert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überrachend gut!!!, 7. September 2007
Max ist ein Taxifahrer in L.A., dessen Leben ziemlich trostlos ist und der sich mit seinen großen Träumen am Leben erhält. Eines Nachmittags, nachdem Max seine Spätschicht beginnt, steigt eine attraktive Staatsanwältin in sein Taxi. Die Fahrt verläuft ziemlich entspannt, so dass Max am Ende sogar die Telefonnummer der Anwältin bekommt. Als sein nächster Fahrgast einsteigt, ist die heile Welt von Max abrupt zu Ende. Vincent, sein neuer Fahrgast, bittet Max, ihn zu fünf Stationen zu fahren und bietet ihm eine Menge Geld dafür extra. Max willigt widerwillig ein und muss schon bei der ersten Station feststellen, dass er als Fahrer für einen Auftragskiller arbeitet. Doch gibt es jetzt für Max kein Zurück mehr und mit jedem weiteren Halt hinterlassen die beiden immer mehr Leichen. Der Polizei bleibt die Mordserie nicht unverborgen und sie muss feststellen, dass die Opfer alle samt Kronzeugen sind, die in einem großen Prozess gegen einen Drogenbaron aussagen sollten...
DVD1:
- Hauptfilm (ca. 109 min. [ohne Abspann])
- Audiokommentar vom Regisseur
DVD2:
- Stadt der Nacht- Das "Making Of" von "Collateral" (ca. 41 min.)
- Sonderlieferung: Tom Cruise als FedEx Kurier (ca. 1 min.)
- Geschnittene Szene mit Kommentar (ca. 2 min.)
- Am Drehort: Annies Büro (ca. 2:30 min.)
- Tom Cruise und Jamie Foxx: Proben (ca. 4 min.)
- Visuelle Effekte: Die U-Bahn (ca. 2:30 min.)
Michael Mann ("Heat", "Ali") schuf mit "Collateral" einen fesselnden und zugleich ergreifenden Thriller, der eigentlich auch als Drama bezeichnet werden könnte. Das sehr gut gelungene Drehbuch wurde gekonnt in tolle Bilder umgesetzt. Dies hat man dem High-Definition Video zu verdanken, auf dem nahezu der ganze Film aufgenommen wurde. Mit der ebenfalls sehr gelungenen Musik wurden von der technischen Seite her beste Voraussetzungen geschaffen. Denn was in "Collateral" wirklich überzeugend ist, sind die Charaktere Vincent (Tom Cruise) und Max (Jamie Foxx). Man kann über Tom Cruise und Jamie Foxx ja geteilter Meinung sein, aber ihre schauspielerische Leistung, perfekt abgestimmt aufeinander, ist in diesem Film einfach hervorragend.
Für mich ist "Collateral" mehr ein Drama als ein Thriller oder Actionfilm. Denn hier prallen zwei vollkommen unterschiedliche Leben aufeinander und entwickeln sich im Laufe des Films soweit, dass am Ende beide ihr wahres Ich zeigen und nichts mehr so sein kann wie es vorher war. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass man "Collateral" in "L.A. Crash" einfügen könnte und es würde nicht auffallen.
Da ist zum einen Vincent, der als eiskalter Auftragskiller ohne Moral in seinem maßgeschneiderten Anzug dominant und Respekt einflößend auftritt und scheinbar keine Schwäche kennt. Auf der anderen Seite ist da der nicht gerade von Selbstbewusstsein strotzende Taxifahrer Max, der seit 12 Jahren diesen Job macht und sich selbst betrügt, indem er sich vormacht, dass das nur übergangsweise sei bis er ein bisschen Geld zusammen hat, um sich selbstständig zu machen.
Diese zwei Menschen treffen sich nun und verbringen nur einige Stunden zusammen, haben aber einen so großen Einfluss aufeinander. Max wird bewusst, dass er etwas unternehmen muss und so nicht weiter leben kann und Vincent offenbart seine menschliche Seite... Das alles wird u.a. in den intelligenten Dialogen der Beiden deutlich, die viel Wahres an sich haben und zum Denken anregen. An dieser Stelle empfehle ich den Audikommentar, um die Charaktere noch besser verstehen zu können. Was noch interessant an diesem Film ist, ist die Tatsache, dass alles in einer Nacht passiert. Der Regisseur Michael Mann beschrieb "Collateral" als einen 3. Akt eines traditionellen Dramas. Es interessiert nicht was war; vorher Vincent kommt; wer sein Auftraggeber ist. Es zählt nur das Hier und Jetzt. Es gibt keine Rückblenden oder Hintergrundinfos. Man kann nur Vermutungen anhand des Verhaltens der Beteiligten aufstellen. Selbstverständlich ist "Collateral" keine knapp zweistündige Taxifahrt, auf der sich zwei Männer ihr Leben erzählen. Action gibt es auch, nur steht es meiner Meinung nach nicht so im Vordergrund.
Eine Szene hat mich besonders beeindruckt und zwar die, in der Max und Vincent anhalten, weil gerade ein Kojote über die Straße läuft. Ich kann nicht sagen wieso, aber irgendwie ist sie traurig; genau wie die ganze Person von Vincent und das Ende...Bevor ich zuviel verrate, erwähne ich noch das Bonus-Material, das zwar informativ ist, aber nicht sehr üppig vorhanden. Hier würde die Single-Disc-Version völlig ausreichen. Ich kann "Collateral" nur empfehlen. Wenn man ein gutes Drehbuch, top Darsteller und eine coole Optik erleben will, sollte man hier zuschlagen. Zudem ist die Story sehr tiefgründig und nie langweilig.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolle Atmosphäre dank Michael Mann, 9. November 2004
Wer aufgrund des Namens einen spektakulären Actionfilm erwartet, der wird enttäuscht sein, doch spektakulär ist der Film allemal, denn er hat eine verdammt gute Atmosphäre. Action kommt auch vor, wird aber nicht so in den Vordergrund gedrängt.Der etwas ruhigere und besonnene Taxifahrer Max geht seit Jahren seinem Beruf nach. Seinen tristen Alltag versucht er mit der Idee, dass er irgendwann einmal ein Limousinenverleih eröffnen wird, zu überstehen. Eines Abends steigt ein seltsamer Typ Namens Vincent (Tom Cruise) ein und überredet Max, der eigentlich schon Feierabend machen wollte, ihn für eine üppige Bezahlung im Laufe der Nacht an 5 Adressen vorbeizubringen. 5 Personen sollen von Vincent getötet werden . Der Taxifahrer hätte von den 5 Morden nichts mitbekommen, wäre nicht bei dem ersten Mord ein Missgeschick passiert. Die getötete Person fliegt angeschossen aus dem Fenster und landet beim Taxifahrer auf dem Dach. Von nun an beginnt ein Psychospiel zwischen Fahrer und Killer und die Nacht nimmt ihren Lauf.... Fazit: Collateral ist ein wirklich gelungener, anspruchsvoller Thriller, der abgesehen von der Story auch filmtechnisch und schauspielerisch überzeugt. Die Atmosphäre, die wir dem Macher von Heat Michael Mann zu verdanken haben, ist einfach wunderbar. Insbesondere die nächtlichen Fahrten durch LA und die ruhige, trügerisch harmonische Stimmung während der Autofahrten, sind sehr schön anzuschauen. Aus dieser Stimmung wird man herausgerissen, wenn einem klar wird, dass der Killer noch Auftrage zu erledigen hat. Ein großes Lob an Tom Cruise, der hier eine geniale schauspielerische Leistung darbietet. Besonders gut gefällt mir, dass beide Protagonisten die Sympathie des Zuschauers wecken, obwohl einem die ganze Zeit klar ist, dass Tom Cruise der Böse ist. Schade dass es nicht mehr von solch wunderbar anzuschauenden Thrillern gibt. Heat fand ich jedoch noch ein Stück besser.
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