Bereits 2 Jahre nach der letzten Scheibe melden sich die Südtiroler von GRAVEWORM mit ihrem neuen Album "Collateral Defect" zurück. Zwar hat man hier wieder etwas zu den Black Metal Wurzeln zurückgefunden, doch sind die Death Metal Einflüsse nicht komplett aus dem Katalog gestrichen worden. Wichtiger ist vielmehr, dass die Gitarren weiterhin im Vordergrund stehen und nicht vom Keyboard unkenntlich zugekleistert werden. Gerade die Leads der Gitarristen Eric Righi und Thomas Orgler schaffen hier eine besondere Atmosphäre, wobei vor allem das geniale Stück "Suicide Code" als besonderer Anspieltipp genannt werden sollte. Sehr cool kommt allerdings auch "Fragile Side", da man hier Matze von THE SORROW als Gastsänger gewinnen konnte, wobei aber auch der sehr sphärische Mittelteil das Qualitätslevel nach oben schraubt. Mittlerweile ist es bei GRAVEWORM ja auch schon Tradition einen Coversong zu verarbeiten. Bislang durften hierfür schon HELLOWEEN ("How many Tears"), IRON MAIDEN ("Fear of the Dark"), die PET SHOP BOYS ("It's a Sin") als auch R.E.M. ("Losing my Religion") herhalten. Dieses mal musste BONNIE TYLER mit "I need a Hero" herhalten. Wenn man den Originalsong nicht kennen würde, könnte diese Nummer auf alle Fälle auch als Eigenkomposition durchgehen - Aufgabe somit erfüllt! Als weiteres Highlight stellt sich ebenso das abschließende Instrumental "Memories" heraus. Hierbei konzentriert man sich ausschließlich auf Akustikgitarren und Keyboards, wobei diese Instrumente hierbei eine herausragend verträumte Atmosphäre erschaffen! Ach ja bevor ich's vergesse: Bei dem Stück "Touch of Hate" liefert sich kein geringerer als KATAKLYSMs Maurizio Iacono mit dem GRAVEWORM Frontmann Stefano!
Unterm Strich bleibt nur noch zu sagen, dass GRAVEWORM erneut ein herausragendes Album abgeliefert haben, das die Band weiterhin in der Szene etablieren wird und vor sicherlich auch noch mehr Fans hinzugewinnen wird.