Aus der Amazon.de-Redaktion
Regisseur Andrew Davis (The Fugitive) schafft es, die Geschichte immer plausibel wirken zu lassen, auch wenn Schwarzeneggers Unversehrtheit zeitweise absurd unwahrscheinlich anmutet. Die lebendigen Rollen von John Turturro und John Leguizamo sorgen für zusätzlichen Sprengstoff in diesem explosiven Film, der ohnehin durch sein Waffenarsenal beeindruckendes. Trotz der vorhersehbaren Handlung und Arnolds fortgeschrittenem Alters ist Collateral Damage wieder einmal Unterhaltung pur. --Jeff Shannon
Produktbeschreibungen
Hilflos muss der Feuerwehrmann Gordon Brewer mitansehen, wie seine Frau und sein Sohn bei einem Bombenanschlag auf die kolumbianische Botschaft in Los Angeles vor seinen Augen getötet werden. Doch nach der Trauer überkommt ihn die blanke Wut - denn sowohl für die Terroristen als auch die US-Ermittlungsbehörden und den CIA-Agenten Brandt sind seine toten Angehörigen lediglich ein Kollateralschaden - unbeteiligte Zivilpersonen, die unglücklicherweise zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Als Polizei und FBI versagen, macht sich Brewer auf eigene Faust auf in den kolumbianischen Dschungel, um sich an dem Attentäter Claudio Perrini, der sich selbst Der Wolf nennt, zu rächen.
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Disc kratzt leicht an der Schwelle zum Gut, doch dazu fehlen der getesteten Verleihdisc die Extras. Die werden ja kommen. Mitte Januar dürfen wir dann eine hoffentlich optisch verbesserte Version kaufen, die Interviews mit Arnie und einen vorbereitenden Truppenbesuch sowie einen Regiekommentar bieten. Auffällig an dem Cover ist der schluderige Umgang mit den Filmdaten. Da wird der Film doch glatt 10 Minuten länger veranschlagt (114 statt 104 Minuten) und auch das Bildformat ist lediglich 1,78:1 anstelle 2,35:1. Hier wurde schlicht gepennt Jungs, Setzen, 6!
Bild: Grundsätzlich ist der Bildeindruck der Disc gut. Auf den zweiten Blick erkennt man doch klare Mängel in der Detailschärfe. Vor allem Szenen mit hoher Vegetation (Bäume, you know?) weisen deutliche Zurückhaltung bei der Darstellung einzelner Zweige oder gar Blätter auf. Alles sieht einfach nur grün aus, wobei man schon zwischen einzelnen Bäumen unterscheiden kann (01.06.28). Aber es wirkt oberhalb der Halbtotalen recht milchig. Und das macht bei einer 2001er High-Finance-Produktion etwas stutzig. Das Quellmaterial sieht topfit aus, so daß man bis auf Widerruf den schwarzen Peter Imagion zuschieben darf. Die Farben sind gut gesättigt und zeigen alle in der korrekten Nuance. Leichtes Grieseln in hellen Himmeln ist bemerkbar, aber nicht weiter wild. Kompressionsmängel wurden nicht gefunden.
Ton: Die englischen Stimmen klingen im Verhältnis zum restlichen Soundtrack zu leise und sind gelegentlich nur mit Mühe verständlich. Auch in der Durchschlagskraft der Effekte - und davon gibt es in Arnie-Produktionen meist viele - kommt nicht ganz mit dem deutschen Soundmix mit. Hier kracht es noch eine Spur knackiger und geht noch eine Oktave tiefer hinab in die Subwooferbereiche. Die Surroundkulisse ist okay, viele atmosphärische Geräusche werden seitens der hinteren Kanäle beschert und auch vorn folgen Geräusche durchaus einem Kameraschwenk. Das ist immer wieder gern gehört und bedeutet viel für den "Dabeisein"-Eindruck. --movieman.de
VideoMarkt
Video.de
Blickpunkt: Film
Nach 'Das Kartell' und 'Lebenszeichen' ist dies das dritte große Hollywoodprojekt, das die amerikanischen Aktivitäten in Kolumbien und ihre fatalen Konsequenzen thematisiert. An den Zusammenhängen ist auch dieses Skript nicht wirklich interessiert, personalisiert die Konflikte, um die Emotionen des Zuschauers besser kanalisieren zu können. So gibt es den heroischen, aber eigentlich ganz durchschnittlichen Amerikaner, den intrigierenden, natürlich für den CIA arbeitenden Landsmann und den gemeinsamen Kontrahenten, einen tollwütigen Guerillero, der wie die moslemischen Fundamentalisten des 11. September den Krieg auf amerikanisches Gebiet zerren will. 'Collateral Damage' beginnt mit kurzen Momenten familiären Glücks, bis Feuerwehrmann Brewer (Schwarzenegger) Zeuge wird, wie ein Bombenattentat auf das kolumbianische Konsulat in L.A. seiner Frau und seinem Sohn den Tod bringt. 'Kollateralschaden' wird man die zivilen Verluste später zynisch nennen und Brewer damit provozieren, selbigen selbst im Büro der Sympathisanten anzurichten. Weil die US-Behörden die Verfolgung des Täters, der auf den stolzen Namen 'El Lobo' hört, aus politischen Gründen schnell einstellen, bricht Brewer auf eigene Faust nach Kolumbien auf, um dem Wolf das Fell abzuziehen. Gekürzt wirkt der Film nicht nur hier, wirft Arnold nach kurzen Bilderfolgen überhastet ins kalte Wasser Kolumbiens, bis - wie in 'Auf der Flucht' - ein Wasserfall olympiareif gemeistert wird. Kurze Zeit später rettet Brewer einem Jungen das Leben, dessen Mutter (Italiens Star Francesca Neri) im letzten Drittel des Films noch große Bedeutung mit einer überraschenden Wendung zukommen wird. Der Plot entwickelt sich aus der Zielvorgabe Brewers, der El Lobo aufspüren will, und den Plänen des CIA-Mannes, der dies für seine Zwecke zu nutzen versucht. Solide Action ist dabei in regelmäßiger Dosis platziert und weist Arnold eine eher ungewohnte Rolle als McGyver-Schüler zu, der ohne Schusswaffe, Bomben bastelnd, prügelnd oder Axt werfend, aufräumt. In der Zeichnung der Guerilleros dominieren Vergröberungen und Klischees. Das Lenin-Bild in El Lobos Quartier fehlt damit ebenso wenig wie eine innovative sadistische Disziplinierungsmethode für Freiheitskämpfer, die Chef-Befehle nicht befolgen. Glaubwürdigkeit ist kein Primärinteresse dieses Films, aber das war noch selten ein Kriterium für Erfolg, wenn man mit Schwarzenegger als Frontfigur sein Publikum schon im Schlepptau hat. kob.