"Collapse of the Living Dead" ist eine B-Movie Produktion mit wenigen Höhen und einigen Tiefen, die sich selbst zu ernst nimmt, um vom Zuschauer noch ernst genommen zu werden. Der Film strapaziert die Geduld des Zuschauers besonders im ersten Viertel, wo kaum Spannung aufkommen will, vor allem die finanziellen und psychischen Probleme der Familie thematisiert werden und die Handlung sich nur zäh voranschleppt. Wer angesichts des "Uncut"-Zusatzes, des blutrünstigen Klappentextes und der FSK 18-Einstufung saftigen Splatter erwartet, wird enttäuscht, denn was Morgan mit seiner Flinte unter den Zombies anrichtet, ist im Vergleich zu gängigen Genrestandards eher handzahm. Das Ende des Films wartet allerdings mit einem originellen Twist und einem spannenden Showdown auf, sofern der Zuschauer bis zur Pointe durchhält.
Der mit einem 600.000-Dollar-Budget etwas schmalbrüstig ausgestattete Zombie-Thriller bietet immerhin ein akzeptables Make-Up für seine im Old School-Stil herumschlurfenden Untoten und einige interessante Schockmomente und Actionszenen. Beim Setting - eine Handvoll Menschen eingesperrt in einem von Zombies belagerten Haus - drängen sich Vergleiche zu Romeros Klassiker "The Night of the Living Dead" auf, die für "Collapse of the Living Dead" jedoch wenig schmeichelhaft ausfallen. Hier gelingt es einfach nicht, den Figuren Lebendigkeit und Charakterzeichnung zu verleihen, was möglicherweise auch am wenig inspirierten Spiel der Darsteller und den flachen Dialogen liegt.
Das vor allem als Seriendarsteller bekannte Ehepaar Karen Landry ("Cold Case", "Criminal Minds") und Chris Mulkey ("Navy CIS", "Twin Peaks") führt die zerrüttete Farmer-Familie an, während der Rest des Casts sich - abgesehen von Scream-Queen Linnea Quigley, bekannt aus Trash-Movies wie "Spring Break Massacre" und "Zombiegeddon" - aus mehr oder weniger Unbekannten zusammensetzt.
Ton und Bild sind akzeptabel, aber nicht bemerkenswert. Der Soundtrack des Films ist noch am ehesten geeignet, Spannung und Atmosphäre zu erzeugen, und fällt im Gesamteindruck positiv auf. Der Film ist zweisprachig (Deutsch/Englisch) mit optionalen deutschen Untertiteln. Die Extras sind mager wie der Film selbst: Außer Trailer und Bildergalerie wird nichts geboten.