Man kann lange darüber streiten, wer nun Amerika's grösster Songschreiber war - George Gershwin, Irving Berlin oder eben Cole Porter, Sicher ist, dass Porter einen der vorderen Plätze belegen würde. Wobei für mich persönlich seine Songs eine besondere Eleganz und schöne Leichtigkeit ausstrahlen, die weder Gershwin noch Berlin noch irgendein Anderer so hinbekommen haben. Cole Porter hat an die 40 Shows geschrieben mit unzähligen Songs (und ähnlich wie Irving Berlin schrieb er auch die Lyrics zu seinen Stücken), und viele wurden Klassiker und Jazz Standards. In der Low Budget Reihe "Jazz Club" hat man bei Universal die Archive durchgekämmt und 18 davon in zum Teil seltenen Aufnahmen wieder ausgegraben. Das Universal-Archiv gibt sehr viel her, so sind die hier versammelten Titel ursprünglich bei den Labels Verve, Mercury, MGM, EmArcy, Clef und MPS erschienen, und die Auswahl ist originell und kreativ, sie reicht von den sozusagen gesetzten Favoriten wie Sarah Vaughan, Oscar Peterson, Dinah Washington, Louis Armstrong, Billie Holiday, Anita O`Day und Mel Torme über Jazz-Stars wie Al Cohn, Zoot Sims, Coleman Hawkins, Ben Webster, Stan Getz, Gerry Mulligan, Bill Evans und Sonny Stitt bis hin zu seltener gehörten Interpreten wie Helen Merrill, Blossom Dearie, Art van Damme und den Hi-Lo's. Ja, sogar Fred Astaire ist mit "Night and Day" dabei.
Sehr schöne Kompilation, könnte man sich selber gar nicht so zusammenstellen.