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Der Untertitel "Die Drogenkarriere des Andreas B." ist eigentlich viel besser als Cold Turkey (das ist der Begriff für die Entzugserscheinungen von Heroin). Den hier wird der 'Abstieg' wirklich gut beschrieben. Andreas wird an der Schule mit Hash erwischt, fliegt von der Schule weil seine 'Freunde' nicht zu ihm stehen. Dadurch rutscht er ab. Er verläßt das Elternhaus, verliebt sich in eine Heroin-Abhängige und ...
... mehr wird nicht verraten.
Die Geschichte wird rückblickend erzählt, aus der Sicht seiner kleinen Schwester Simone und mit Hilfe eines Kartons voller Zettel und Schnipsel, die Andreas ihr hinterlassen hat, als er nach der Haft gleich in die Entziehung geht.
Das Buch geht kritisch mit Drogen um und warnt, hällt aber auch der Gesellschaft den Spiegel vor. Muttis "Gute-Nacht-Tabletten" sind genauso normal wie Vati's Saufgelage. Als Simones Freundin beim Klauen erwischt wird, hält diese zu ihr. Sie bekommt 2 Wochen Stubenarrest. Andy flog von der Schule. Ihr Fazit: "Klauen ist weniger schlimm als Kiffen". Sie ist es, die die Gesellschaft anklagt mit ihren Fragen: "Wenn Andy damals wegen ein paar Gramm Dope nicht von der Schule geflogen wäre, wäre er vielleicht niemals Heroinabhängig geworden?"
Menschen, die nicht die Kraft haben, mit Drogen souverän umzugehen, denen sollte unsere Hilfe gewiß sein, nicht der Knast.
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