Ich entdeckte diesen Film auf dem Wege der Recherche, was Ian McKellen denn noch so gemacht haben mag, bevor er zu Magneto und Gandalf wurde.
Der Film ist sehr britisch, sehr gefällig und setzt weniger auf konkret komische Situationen als auf den Charme der skurrilen Figuren, die Bewohner der Cold Comfort Farm sind. Er ist im besten Sinne unterhaltsam und - wie bei einer der Vorrezensentinnen - der Satz "Ich habe etwas Schreckliches im Holzschuppen gesehen" hat sich zum 'running gag' entwickelt.
Er ist mit Liebe zum Detail gemacht, und die Darsteller erwecken den Eindruck, viel Freude an ihren Figuren gehabt zu haben.
Was mich störte, war neben der fehlenden Sprachoption Englisch (wäre gerade hier sehr reizvoll gewesen wegen der ländlichen Akzente!) der zwangsläufige Eindruck, daß der Film stark und nicht wirklich geschickt zusammengekürzt wurde: einige Übergänge muß man sich selbst im Nachhinein zusammenreimen, und während einige Szenen durchaus elegant und poetisch sind, sind dafür manche Sprünge etwas unlogisch und wirken ungeschickt. Im Schneideraum scheint ein großes Schild mit "NICHT ÜBER 100MIN!!!" gehangen zu haben, was der Sache nicht guttut. Das ist schade, denn der Film hätte das dramaturgisch durchaus getragen; so verharrt vieles in der Andeutung - auf eine Weise, die nicht immer beabsichtigt wirkt.
Alles in allem jedoch: ein freundlicher Film für einen verregneten Herbstnachmittag, wenn man Klamauk nicht mag, sich aber auch einfach mal amüsieren möchte. Nett eben.