„Endlich hatte ich das Gefühl, dass ich existiere", so die Worte von Heloise, die sich auf die Reise nach Afrika macht, um das erste Mal mit ihrem Vater, der sich kurz vor ihrer Geburt von ihrer französischen Mutter getrennt hatte, zusammenzutreffen, Der Autor selbst bestätigt, dass es sich bei der Reise um eine Suche nach Identität, nach Sinn handeln soll. Dies kommt allerdings kaum glaubhaft rüber. Stattdessen ist der Text voll mit nervtötenden Vergleichen und Anspielungen, wie: „Er träumte von einer Nachkommenschaft so zahlreich wie Christi Nägel am Kreuz." nur um ein Beispiel zu nennen. Diese Wortspiele schränken den Lesespass und -fluss häufig doch recht stark ein.
Die Geschichte selbst plätschert ohne erkennbares Ziel vor sich hin. Heloise trifft ihre Schwester Parisette, die zweite Hauptprotagonisten. Aus der Ich-perspektive der beiden entwickelt sich die Gegenwart, mit vielen Rückblicken auf die Vergangenheit - manches mal ergänzt durch den „Erzähler ohne Eigenschaften". Dabei hat diese Erzählperspektive durchaus ihren Reiz, es wurde aber meines Erachtens leider nicht viel daraus gemacht. Völlig überraschend kommt es kurz vor dem Ende des Buches dann doch noch zu einem Höhepunkt und es kommt auch etwas Spannung auf.