Ixlibris, Juli 2002
Kurzbeschreibung
André Pförtner setzt sich in seinem Gedichtband Cogitative Erotik mit der verschiedenen erotischen Ausstrahlung verschiedener Frauen auseinander. Diese Frauen sind in Ihrer Sinnlichkeit sehr unterschiedlich, werden durch die poetische Beschreibung aber zu einem großen Bild der Weiblichkeit und der Natur. Hier kann man eintauchen in die sinnliche Sprache der Poesie.
Umschlagtext
André Pfoertner setzt sich in seinem Gedichtband "Cogitative Erotik" mit den verschiedenen erotischen Ausstrahlungen verschiedener Frauen auseinander. Die Sammlung bietet in ihrer Gesamtheit ein großes Bild der Weiblichkeit und der Natur. Hier kann man eintauchen in die sinnliche Sprache der Poesie.
Sie kennen keine Eile und kein "Muss",
Jedoch die Sicherheit des "Irgendwann".
Mit soviel Liebe, Zärtlichkeit, Genuss.
Spiel'n sie das schöne Spiel von Frau und Mann.
Über den Autor
Auszug aus Cogitative Erotik. Gedichte von André Pfoertner. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Im Kino waren wir unlängst.
Ich möchte, dass Du daran denkst:
Mae Western. Schwarz-weiß. Holzgestühl
Von anno dazumal, sehr hart.
Doch zwischen uns zwei war Gefühl -
Und dieses war so zart, so zart.
Auf Leinwand schwarz und weiß sich gattet.
An mich geschmiegt Dein rechtes Bein.
Konturn im dunklen Raum umschattet
Vom alten Projektoren-Schein.
Ein Knistern fühlt ich in der Luft,
Da Stirn auf Wange, Hand auf Knie.
Betört von Deinem Parfüm-Duft
Sah ich My little chickadee.
Mae West schoss Reiter von den Pferden.
Doch was würd mit uns beiden werden?
Wir, die wir nur von uns gefangen.
Die Wucht von Süße lag im Mund.
Nach Lippen spürte sie Verlangen.
Und dunkel war es, weich und rund.
Dein Mund, der Liebesworte scheut,
Bei diesem Western-Zelluloid
Sich plötzlich mir entgegendrängt.
Der Filmmaschine leises Rattern
Bei dem man spendet und empfängt,
Wenn Zungen in den Mündern flattern.
Indianerjohlen, Schreie, Schüsse -
Doch eingehüllt warn wir in Küsse.
Und Deiner Lippen schwarz Umrandung
Wurd weggewischt und fortgespült
Wie Sandfiguren in der Brandung.
So hab ich diesen Rausch gefühlt.
Als hämmerte mein Puls mit Stärke
Las meine Hand, stark aufgereizt,
Die Blindenschrift vom Strumpfnetzwerke
Auf Schenkeln, die Du willig spreizt.
Durch dünner Strümpfe Filigran
Da fühlte ohne Überlegung
Ich bebend warme Feucht nahn -
Heiß - auf dem Gipfel der Erregung.
Zart Hand mit Nägeln violett
Gab meiner Nachdruck noch kokett.
Vorbei - glatt war Dein Rock gestrichen.
Dein Ring wurd auf und ab geschoben.
Die Spannung angenehm gewichen,
Die Stimmung nicht gesprächig, doch gehoben.
Na, Pessimistin, positiv gestellt?
Ja, Liebe ist das Schönste auf der Welt.
Drum warte süchtig ich zum Schluss
Schon auf den nächsten Zungenkuss.