"coffee and cigarettes" ist eine Ansammlung von Kurzfilmen, die vordergründig nichts gemeinsam haben, außer der Schwarz-Weiß-Film-Ästhetik und dass irgendwelche Leute, die man z.T. kennt, in Cafés sitzen, rauchen und scheinbar sinnfreie Gespräche führen. Es sind kleine alltägliche Episoden, eigentlich sehr beiläufig und doch absurd, was sich durch die Tatsache der filmischen Darstellung ins Groteske steigert.
Der Blick wird auf die Besonderheit des ganz Normalen und Alltäglichen gelenkt, die zwischenmenschliche Kommunikation.
In den meisten Episoden geht es um Schauspieler oder andere bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich selbst darstellen. Haben wir damit einen Eindruck davon, wie diese Menschen im "wirklichen" Leben sind? Oder spielen sie nur eine Rolle, die Rolle der Person, die sie gerne darstellen möchten?
Und was ist mit den anderen Leuten, den "normalen" Menschen? Sind diese authentisch oder spielen sie auch nur eine Rolle? Ist es nicht das, was wir alle tun, wenn wir mit anderen Menschen kommunizieren? Eine Rolle spielen, die uns selbst darstellen soll?
Jim Jarmusch erkennt dieses ständige Schauspiel um uns herum und zeigt uns in seinen Kurzfilmen eine scheinbar authentische Wirklichkeit, die die ganze Absurdität der Selbstdarstellung einfach nur in den Raum stellt, ohne Auseinandersetzung oder Wertung, aber mit einem Sinn für lakonischen Humor.
Dabei werden zwischen den einzelnen Episoden wunderbar absurde Zusammenhänge und Beziehungen hergestellt. Man kann sich vorstellen, wie ein Gespräch, das man selbst gerade führt, von anderen Leuten geführt wird. Besteht damit eine Verbindung?
"coffee and cigarettes" ist vielleicht nichts für Leute, die eine Handlung oder einen tieferen Sinn brauchen, um einen Film gut zu finden.
Schade ist, dass man lediglich deutsche Untertitel zuschalten kann, da englische Untertitel recht hilfreich sein können, die Originalsprache zu verstehen.