Rezension
'Das Ensemble Stimmwerck singt mit fast instrumentaler Stimmgebung und doch lupenrein verschmelzendem Klang, und vor allem mit Sinn für die Individualität der Stücke.' (Partituren 7-8/2008)
'Die editorische Erschließung einer solchen Handschrift bedarf eines intensiven Austauschs zwischen Wissenschaft (siehe Booklet-Text) und Musizierpraxis. Umso bemerkenswerter ist es, dass das klangliche Ergebnis nicht trocken akademisch ist, sondern sich auf dem höchsten Niveau dessen befindet, was die Alte Musik heute in diesem Bereich zu leisten vermag.' (Bernhard Morbach, Kulturradio, 21.08.2008)
Kurzbeschreibung
Der um 1435-1443 angelegte Mensuralcodex St. Emmeram ist eine der wichtigsten Quellen zur Überlieferung internationaler Mehrstimmigkeit in Mitteleuropa. Die Handschrift überliefert beispielsweise große Teile des Werks von Guillaume Dufay, der die musikalische Sprache Europas an der Wende vom Mittelalter zur Renaissance entscheidend geprägt hat. Werke von Dunstable und Power zeugen daneben von der frühen Präsenz englischer Musik auf dem Kontinent. Das Ensemble Stimmwerck hat eine Auswahl aus diesem wichtigen Codex aufgenommen.