Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auf der Suche nach einer alten isländischen Handschrift, 30. Dezember 2008
Kopenhagen im Jahre 1955: der isländische Student Valdemar ist erstmals im Ausland. Mit einem Empfehlungsschreiben ausgestattet, soll er sich bei seinem neuen Professor, einem herausragenden Wissenschaftler und bekannten Fachmann für alte Handschriften melden. Allein, der Professor ist zur vereinbarten Zeit nicht zur Stelle und als die beiden sich dann doch noch sehen, vernichtet er das so sorgsam gehütete Empfehlungsschreiben. Ein merkwürdiger Kauz, dieser Professor: anscheinend spricht er dem Alkohol zu sehr zu, auch scheint er ungepflegt zu sein und mag es nicht, wenn man ihn siezt. Gerüchte sind im Umlauf über eine Verhaftung durch die Gestapo während der deutschen Besatzungszeit. Hat der Professor mit den Deutschen kollaboriert? Wieso wurde er freigelassen?
Erst als Valdemar dem Professor seine große Begabung im Entziffern der alten isländischen Pergamenthandschriften vorführt, ist dessen Interesse an dem neuen Studenten geweckt. Immer öfter treffen sich die beiden und so nach und nach erfährt Valdemar von den wahren Zielen und Studien seines Mentors. Dessen Leben dreht sich nur noch um eine alte Handschrift, dem wie er meint, wertvollsten Kulturgut Islands: der Codex Regius. Offiziell ist der Codex im Besitz des Professors, der mit einer Sondergenehmigung seit dem Ende des Krieges daran forscht.
Das Buch handelt von der Suche nach alten Pergamenten, Handschriften. Der Professor und Valdemar reisen dabei unter anderem nach Norwegen, die Niederlande und Deutschland. Sie recherchieren, analysieren, sind auf der Suche nach Ansprechpartnern, die sich an die Geschehnisse während des zweiten Weltkrieges erinnern und ihnen weiterhelfen können. Ihre Gegner sind die sogenannten Wagneriten, allen voran Joachim von Orlepp, der Sohn eines ehemaligen Kunsthändlers und überzeugten Nazis, der in einigen Ländern Europas Kunstschätze raubte.
Nein, der Codex Regius ist kein herkömmlicher Krimi mit Mord oder Totschlag. Es gibt keine polizeilichen Ermittlungen wie man sie aus anderen skandinavischen Thrillern kennt. Das Buch beginnt mit einem Prolog - von einer Grabschändung aus dem Jahre 1863 wird erzählt. Danach geht es zunächst ruhig weiter und langsam steigert sich die Spannung bis hin zum Show-down. Man benötigt etwas Geduld. Actionfans werden wahrscheinlich enttäuscht sein.
Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive von Valdemar; immer wieder unterbrochen von Rückblicken aus dem Leben des Professors. So nebenbei erhält der Leser jede Menge Informationen über die isländische Geschichte, isländische Freiheitkämpfer, isländische Dichter. Ja, sogar ein isländischer Literatur-Nobelpreisträger - Halldor Laxness - hat eine Rolle in der Geschichte. Ein unglaublich reichhaltiges Werk! Mir persönlich hat es sehr gut gefallen. Ich habe es in einem Rutsch an den Weihnachtsfeiertagen durchgelesen. Ein echter Pageturner! Sehr empfehlenswert!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht nur ein spannendes Buch, sondern auch ein lehrreiches über die reiche Kulturgeschichte eines kleinen Landes, 30. Mai 2009
Dieses spannende Buch des isländischen Erfolgsautors Arnaldur Indridason befasst sich mit isländischer Geschichte. Durchaus in der Form und im Spannungsbogen wie ein Kriminalroman geschrieben, ist er viel mehr als das. Es geht um isländische Geschichte, isländische Dichter, Isländische Kultur und ihre Freiheitshelden.
Der Roman ist erzählt aus der Ich-Perspektive von Valdemar, einem isländischen Studenten, der mit einem Empfehlungsschreiben seines Hochschullehrers ausgestattet, im Jahr 1955 nach Kopenhagen reist. Es ist sein erster Auslandsaufenthalt und er soll dort seinen neuen Professor treffen, eine merkwürdige und verschlossene Person mit einer dunklen und unklaren Geschichte während der Nazizeit. Obwohl der als Einzelgänger lebende und dem Alkohol nicht abgeneigte Professor sich zunächst sehr ablehnend und schroff Valdemar gegenüber verhält, erkennt er doch auf den ersten Blick dessen großartige Begabung bei der Entzifferung alter Dokumente, dem Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit.
Das Leben dieses Professor dreht sich ausschließlich um den sogenannten Codex Regius, eine alte Handschrift, die das wichtigste Kulturgut Island darstellt und sich offiziell im Besitz des Professors befindet, weil er, mit einer Sondergenehmigung ausgestattet, seit Ende des Zweiten Weltkrieges daran forscht.
Das Buch erzählt nun, beginnend mit einer im Jahr 1863 spielenden Vorgeschichte einer Grabschändung, die spannende Geschichte dieses alten Pergaments, mit seinen wechselnden Besitzern. Es führt Valdemar und seinen Professor durch halb Europa und sie geraten immer wieder ins Visier von Alt-Nazis, die das Pergament ebenfalls suchen und aus ideologischen Gründen in ihren Besitz bringen wollen. Da sie dabei vor keiner Untat zurückschrecken, ist die Lektüre eine spannende Angelegenheit, bei der man bis zum Ende nicht aufhören kann zu lesen.
Nicht nur ein spannendes Buch, sondern auch ein lehrreiches über die reiche Kulturgeschichte eines kleinen Landes.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Codex Dramaticus, 3. Januar 2009
In Codex Regius trifft junger Nordistik-Student auf besessenen Professor. Nach ein paar Startschwierigkeiten finden beide über die ihre gemeinsame Begeisterung für alte Handschriften zueinander und begeben sich gemeinsam auf die Suche nach dem "Codex Regius" - eines der wertvollsten Kulturgüter Islands überhaupt.
Indridason setzt diese Jagd mit viel Tiefgang um - einziges Manko aus meiner Sicht ist der relativ einspurige Plot. Es ist auch nicht das spannendste Buch, dennoch ist man stets auf neugierig auf die nächste Seite.
Insgesamt 4 Sterne, da zu einem 5-Sterne-Thriller einfach ein paar "Gewürze" fehlen. Aber langweilig ist das Buch in keinster Weise. Ungeahnte Wendungen und Überraschungen treiben den Lesedrang stets in den roten Bereich.
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