ie Vereinten Nationen machen sich Gedanken um die zunehmenden
grenzüberschreitenden Verbrechen. Als Maßnahme wird die UNACO
gegründet, eine Einsatztruppe, die weltweit und unabhängig von
der örtlichen Polizei agieren und dabei völlig geheim bleiben
soll.
Die UNACO gerät in Gefahr, als ihr oberster Chiffrierexperte
entführt wird und dabei ums Leben kommt, in seinem Besitz
befanden sich überaus wichtige Dokumente. Ein Wettlauf beginnt,
während zwei UNACO-Agenten versuchen, die Unterlagen wieder in
ihren Besitz zu bringen, engagiert ihr bösartiger Gegenspieler
zwei weitere Experten, um den Code zu knacken und die gewonnenen
Erkenntnisse für sehr viel Geld zu verkaufen. Damit nicht genug,
haben noch einige Journalisten von der UNACO Wind bekommen und
haben sich an die Fersen der Agenten geheftet, auch von dieser
Seite droht der Organisation Enttarnung.
Wieder mal wurde eine sicherlich gute McLean-Idee von McNeill
völlig mißhandelt, die Charaktere definieren sich fast
auschließlich über die wörtliche Rede, überhaupt sind die ersten
zwei Drittel extrem dialoglastig. Einige der Personen sind völlig
überzeichnet (wieviele 28jährige weibliche, attraktive,
durchtrainierte Agenten mit mehreren Diplomen, einem schwarzen
Gürtel in Karate und Meister im Schach gibt es wohl weltweit?).
Erst im letzten Drittel kommt ein wenig Spannung auf, wenn auch
die Auflösung wieder mal durch Doppelagenten auf beiden Seiten
recht unübersichtlich. Einiges ist noch völlig schlampig (oder
gar nicht?) recherchiert, so wird aus einem BMW 850i ein 8501,
der Fahrer tritt die Kupplung (diese Fahrzeug ist ausschließlich
mit Automatik erhältlich) und trotz Antriebsschlupf-Regelungen
fährt es mit quietschenden Reifen los und verwandelt sich
plötzlich gar in einen Mercedes. Fazit: Nicht überall, wo McLean
draufsteht, ist auch McLean drin, man sollte sich davon
überzeugen, daß der Name McNeill auf dem Umschlag fehlt.