Auch wenn die deutschen Thrasher seit jeher für harten Thrash-Metal stehen und mit den Vorzeige-Alben "Persecution Mania" und "Agent Orange" wahre Meilensteine des Genres geschaffen haben, glaube ich nicht, dass sie jemals zuvor so knüppelhart zur Sache gegangen sind, höchstens auf "Tapping the Vein".
Nach dem vielgescholtenen Abstecher in die Gefilde des Punks ist man nun mit "Code Red" wieder bei dem Thrash-Metal angekommen, und zwar in seiner härtesten Form, sodass man sich selbst vor den härtesten Alben des Genre-Primus Slayer nicht verstecken muss, was zumindest die Härte angeht.
Bei soviel Geknüppel ist man geneigt zu glauben, dass die Qualität auf der Strecke bleibt, aber dies ist hier nicht der Fall. Sodom überzeugt nach wie vor mit klasse Riffs und hartem Drumming unterlegt mit einem bombigen Bass und dem absolut unmelodischen Geschrei von Tom Angelripper, der einfach wie die Faust aufs Auge passt und mit Songs wie dem Titelsong, "What Hell can create" oder "The Vice of Killing", die einem zum spontanen Aufdrehen der Anlage verleiten, ist man eindeutig auf dem richtigen Weg.
Trotzdem nur 4 Sterne, da die richtigen Hammernummern wie "Agent Orange" oder auch "Nuclear Winter" auf diesem Album fehlen, aber trotzdem ein insgesamt unheimlich hohes Niveau über die 13 Songs gehalten wird. Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für Sodom-Fans. Wer noch kein Material von ihnen kennt, sollte eher zu den oben genannten beiden Alben greifen.