Nun endlich hat sich ein deutscher Autor an das Thema Irak, Terrorismus und Bombenanschlaege in Deutschland gewagt. Nach Ian McEwans "Saturday" war das laengst ueberfaellig. Doch anstatt die Gefahr von Bombenanschlaegen nur am Rande zu thematisieren, steigt der Autor hier voll darauf ein. Und er macht es richtig gut. Hintergrundinformationen ueber Kriegsverbrechen der Amerikaner im Irak sind verwoben mit dem psychologischen Unterbau eines Taeters, der mehr im Sinn hat, als nur Rache zu ueben.
Ihm ist der Kriminalpsychologe Levy auf den Fersen, der wie schon im ersten Teil ("Und ewig seid ihr mein") seine eigene Art hat, dem Tater auf die Spur zu kommen. Die Geschichte ist frei von Pathos, was man bei dem Thema eigentlich befuerchten musste. Stattdessen entwickelt sich ein Wettlauf zwischen Ermittler und Tater, der in einem letzten, Furcht einfloessenden Showdown endet. Das Ende hat mich tief beeindruckt und steckt mir noch immer in den Knochen.
Alles in allem, ein klasse Geschichte, die jeden Tag tatsaechlich passieren kann. Ein dickes Lob.