Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Das weiche Bildmaterial überzeugt durch satte aber nicht überplastische Farbflächen, kaum vorhandenes Rauschen und angenehme Kontraste. Lediglich die Kompression weist einige, kleinere Aussetzer auf. In auditiver Hinsicht gibt es kaum zu meckern. Das Material gibt sich harmonisch und rund ohne groß zu überraschen. An den Extras hingegen wurde leider gespart.
Bild: Regelrecht geschmeidig fügen sich die sanften, dabei aber nicht minder kraftvollen Farbstimmungen ins Auge des Zuschauers ein. Überbelichtungen, die gewollter Natur sind, vermögen genauso wenig zu stören wie die minimalen Treppchenbildungen (rotes Hemd in Koffer, 00:19:56), die sich selten an harten Kantenzeichnungen finden lassen. Rauschen stellt weniger ein Problem dar, als es manchmal kleinere Artefakte, die sich minimal auf grellen Farbflächen in Form von leicht flimmernder Streifenbildung finden, tun. Die Schärfewerte bleiben durchgehend im guten Bereich, lediglich auf Entfernung verwaschen Konturen schon mal etwas, so dass sich ein sanfter, schwammiger Effekt ergibt, der aber die prinzipielle Weichspül-Thematik der Produktion noch recht gut umsetzt (schlafender Affe, 00:20:24). Insgesamt stimmt das Bildmaterial sehr positiv, so dass über leichte Kompressionsschwächen hinweg gesehen werden kann.
Ton: Während die niederländische und die türkische Fassung sprachlich ein wenig dünner ausfallen als Original und deutsche Version, bieten alle vier Tonspuren in punkto Räumlichkeit und Vitalität dennoch genügend Plastizität, um mehr als zu befriedigen. Die Musik kommt neben der vitalen Kulisse und der abwechslungsreichen Dialoge sehr präzise an. Richtungsdynamische Prozesse (Messer links, 00:08:53) erweitern den Raum sehr angenehm, ohne übertrieben aufgesetzt zu wirken. Ganz im Gegenteil ist es eher Harmonie, die, für einen Zeichentrickfilm fast unüblich, wohltuend durch die Ohren gleitet anstatt zu ballern. Sämtliche Signale wirken wunderbar ausbalanciert. Deftige Effekte sind zwar vorhanden, wirken aber stets eingängig mit dem restlichen Spektrum abgestimmt.
Extras: Die Extras bestehen lediglich aus dem Feature "Ein sehr seltsames Auto" (4:47 Min.), welches Motivation und Konzepte zum Film über Ausschnitte und Kommentare der Macher erläutert und Vergleiche zur Buchvorlage herstellt. Ein nettes kleines Extra, das sich u.a. Details wie dem Autodesign widmet. --movieman.de
VideoMarkt
Video.de
Blickpunkt: Film
Es muss nicht immer modernste CGI-Technik im Stile von 'Ice Age 2' oder 'Die Unglaublichen' sein. Auch die klassische zweidimensionale Zeichentricktechnik hat Anfang des 21. Jahrhunderts ihre Berechtigung. Voraussetzung ist natürlich, dass Story und Figuren passen. Und da haben die Produzenten um Brian Grazer ('The Da Vinci Code') mit den Abenteuern um den putzigen kleinen Schimpansen namens Coco ins Schwarze getroffen. Denn Coco gibt es in den USA unter dem Begriff 'Curious George' in Buchform bereits seit mehr als 65 Jahren und das süße Äffchen mit dem rundlichen Gesicht eignet sich hervorragend für klare, einfach strukturierte Animation. Realisiert hat 'Coco - Der neugierige Affe' Matthew O'Callaghan, der 1986 bei dem Disney-Klassiker 'Basil, der große Mäusedetektiv' als Autor und ausführender Produzent einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Hier erzählt er folgende, etwas angestaubte Geschichte: Weil dem New Yorker Bloomsberry Museum wegen akuten Besuchermangels die Schließung droht, schickt dessen Besitzer seinen Museums-Führer Ted in den afrikanischen Dschungel. Dort soll dieser eine goldene Statue ausfindig machen und als Attraktion nach New York transferieren. Doch die Mission misslingt. Stattdessen bringt der tollpatschige Ted einen kleinen Schimpansen mit nach Hause, der mit seinen Streichen jede Menge Chaos anstellt. Doch dank seiner liebenswerten Art kann ihm niemand wirklich böse sein.
Mit 30 Millionen verkaufen Exemplaren gehört 'Curious George' weltweit zu den populärsten Kinderbuchreihen. Erfunden hat den neugierigen Schimpansen übrigens ein Hamburger Ehepaar namens Margret & H.A. Rey, das es in den dreißiger Jahren über Frankreich und Brasilien nach New York verschlug. Der Zauber der Bücher findet nun im Kinofilm, der ursprünglich als CGI-Animation geplant war, seine Entsprechung. Vor allem in der Hauptfigur, die zwar nicht sprechen kann, aber allein mit ihrer Gestik und Mimik die Herzen von jung und alt zum Schmelzen bringen wird. Wunderschön auch Cocos Luftballon-Flug zwischen New Yorks Wolkenkratzer hindurch, sympathisch die kleinen Parallelen zur großen 'King Kong'-Story, und zum Schmunzeln die Eröffnungssequenz, mit der Coco sehr originell eingeführt wird und die mit Jack Johnsons Song 'Upside Down' adäquat untermalt wird. Überhaupt entpuppt sich der Soundtrack als Glücksgriff, geht er doch auf das Konto des derzeit extrem hippen surfenden Sängers aus Hawaii, der hier mit seinen ruhigen, exotisch angehauchten Balladen genau den richtigen Touch Dschungelatmosphäre in den big apple bringt. lasso.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Die populäre Kinderbuchreihe "Curious George" verzauberte bereits Millionen von Kindern. Jetzt kommt sie endlich auf DVD: "Coco, der neugierige Affe" - ein aufregendes Filmvergnügen voller Spaß und Abenteuer für die ganze Familie!