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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dominanz in der Hingabe, 21. September 2008
Mit COCAINE ist dem Autor ein gefühlvoller, homoerotischer Kriminalroman gelungen. Die Liebe zwischen dem schwulen FBI-Agenten Aidan und dem Polizisten Joe (der sich für einen Hetero hält) entwickelt sich langsam, aber stetig. Dabei vergisst der Autor nicht, dem Kriminalfall die nötige Aufmerksamkeit zu schenken und ihn spannend zu erzählen. Ich lese erotische Kriminalromane meistens wegen der Liebesgeschichte und weniger wegen des Kriminalfalls, weil ich keine sonderliche Freundin von Krimis bin. Hier aber hat mir zu meiner Überraschung auch der Kriminalfall gefallen.
Der Untertitel von COCAINE lautet DIE LUST ZUR HINGABE. Also, so stellte ich mir vor, ist einer der Protagonisten des Romans dominant und der andere devot. Ganz so war es aber dann doch nicht (glücklicherweise). Der hingebende Part (Joe) hatte wenig Devotes an sich. Er hat die Dominanz von Aidan geradezu eingefordert (auch wenn Aidan dem aufgrund seiner aktiven, drängenden Ader gerne nachgekommen ist). Ich fand Joe, der zunächst seine inneren Barrieren erst überwinden musste, weil er sich ja für hetero hielt, am Ende sogar fordernder als Aidan.
"Cocain oder die Lust zur Hingabe" ist die Produktion eines Kleinverlags. Wie meistens in solchen Fällen hält das Buch beim Satz und bei der Rechtschreibung einige (nicht allzu viele) Überraschungen für den Leser bereit. Solche Kleinigkeiten stören mich persönlich wenig, sofern mir, wie hier, ein Roman vorgelegt wurde, der mich in Schreibstil, Spannungsbogen und Erotik überzeugen konnte. Daher gibt es von mir volle Punktzahl.
(c) N. Banzi
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Noch besser als das erste Buch, 17. Juli 2008
Schon der erste Roman gefiel mir sehr gut, doch mit diesem Roman hat der Autor sich selbst übertroffen. Zu der Frage, ob die beiden Hauptpersonen sich kriegen, was über die Hälfte des Buches erst einmal unklkar bleibt, kommt noch die Frage hinzu, wer der Täter ist. Meiner Ansicht nach hat sich die Erotik in diesem Buch noch gesteigert, man kann die gefühle der beiden Männer nachvollziehen und sich in sie hineinversetzen. Ich habe richtig mit dem FBI-Agenten mitgelitten, wenn er versucht Joe zu verführen oder seine Gefühle zu unterdrücken. Ich bin froh, dass dieser Autor ein weiters Buch auf den Markt gebracht hat und hoffe, es folgen noch ein Paar.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
eines meiner Lieblingsbücher, 20. Oktober 2008
Ich muss ehrlich zugeben, ich schreibe sonst keine Kritiken. Unter anderem deshalb, weil schätzungsweise ein Viertel der Bücher, die ich lese, aus dem Bereich schwule Erotik kommen. Und das zuzugeben ist für eine Frau ziemlich peinlich. Ich habe jedoch vor kurzem gehört, dass ich damit nicht allein bin. Weitaus die meisten Leser schwuler Erotik sind Frauen, doch niemand gibt das zu.
Und da 'samsam' eines meiner Lieblingsbücher so hart kritisiert, habe ich mich entschlossen, mich zu outen, um das richtig zu stellen.
Erst einmal, was hat denn ein harter Kuss auf den Hals, der sich in der Hitze des Orgasmus in einen Biss verwandelt, gleich mit BDSM zu tun? Hat nicht jeder schon einmal mit heimlichem Stolz einen Knutschfleck unter einem Halstuch versteckt? Wünscht sich nicht jeder einen Mann, der einen so leidenschaftlich liebt? Muss man, wenn es etwas rau zugeht, unbedingt sofort mit solchen Schubladen werfen? Ich glaube da besteht eher ein wenig Recherchebedarf bei 'samsam'.
Außerdem lese ich solche Bücher doch nicht, um mir ein möglichst realistisches Abbild der Wirklichkeit vorhalten zu lassen. Es soll Stoff für meine Phantasie sein, die ehrlich gesagt manchmal ganz schön über das hinausschießt, was ich in der Realität akzeptieren würde.
Mit meine Kleine" zieht Aiden Joe nur auf. Und außerdem wüsste ich nicht, dass schwule Paare Koseworten gegenüber immun sind. Zwei meiner liebsten Freunde sind schwul und da geht es noch ganz anders her.
Und von einem unterwürfigen Joe habe ich auch nichts gelesen. Außerdem würden sich die Eigenschaften 'zickig' und 'unterwürfig' ja wohl ausschließen, oder? Und selbst wenn er unterwürfig wäre, gibt es das im homosexuellen Bereich nicht?
Dass die beiden schön sind, finde ich auch nicht störend. Erstens ist es ziemlich dezent dargestellt (ist wohl auch Geschmackssache) und zweitens ist die Geschichte aus dem Blickwinkel der Hauptpersonen erzählt. Und wer kennt das nicht, wenn man verliebt ist, ist der Partner das schönste männliche Exemplar der Welt, selbst wenn er einen Buckel hat. Ich finde, ein wenig Schwärmerei sei da auch Aidan und Joe gestattet.
Alles in allem ist ,Cocaine` vielleicht nicht das beste Buch, das ich jemals gelesen habe - es gibt ja immer bessere, aber es gehört doch zu meinen Lieblingsbüchern.
Es ist einfach wunderschön beschrieben, wie sehr Aidan leidet unter seiner wachsenden Verliebtheit in Joe, die er nicht zeigen darf. Wie schwer es ihm fällt, ihn nicht anzufassen. Das habe ich so in der Art noch nie zu lesen bekommen, obwohl ich wirklich viel lese. Und ich kann mir vorstellen, dass dies in der homosexuellen Welt immer ein großes Thema ist und bleiben wird.
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