Die Patin wird auch schon in Teil 1 erwähnt. Meines erachtens sogar mindestens genauso informativ und spannend, obwohl sich Teil 2 ja nur ihrer und der Geschichte eines ihrer Lovers widmet.
Viele angebliche Fakten die in Teil 2 erwähnt werden sind anzuzweifeln, da der Lover der Patin, welcher ihre Geschichte erzählt, mit Gestik und Erzählstil ziemlich grossmäulig erscheint. Vieleicht hat sie es ihm ja wirklich so erzählt und er glaubte es, denn manchmal kam er mir schon auch naiv vor. ...Beispiel "Sekretärin".
Kann mich auch irren, aber wenn man Dinge hört wie:
Die Patin ging nach Kolumbien zu ihrem Noch-Ehemann, der den gemeinsamen Sohn entführt hat... beide treten sich gegenüber,... beide mit schwerbewaffneter Gefolgschaft... Streit entfacht... beide ziehen gleichzeitig die Waffen...er eine Maschienenpistole, sie ne Pistole... beide schiessen gleichzeitig... er stirbt auf grund von kopfschuss....natürlich war er dazu noch tot, bevor er zu Boden fiel etc.
Da kann sich ja jeder selber seine Gedanken über den Wahrheitsgehalt und die Art der Erzählung dazu machen.
Das ist keineswegs ne Kritik an dem Macher der Doku. Da wird einfach weitergegeben was man erzählt bekam...ohne das ganze irgendwie zu werten, was ich persönlich gut finde.
Eine solch dramatische Erzählweise kann ja auch nicht schaden ;).
Es gibt sicher einige interessante Geschichten...z.B. auf welchem Weg der Typ die Patin kennengelernt hat und das ganze sich etwickelte.
Als ganzes aber, fand ich die Doku eher lau.
Wie in Teil eins wird ein Grossteil der Zeit dazu verwendet, wie viel der eine oder der andere pro Woche verdient hat und was er sich alles leisten konnte.
Auf die Vergangenheit der Patin wurde meines Erachtens viel zuwenig eingegangen. Da ist Teil 1 mindestens genau so informativ.
Der Grossteil der Story erzählt von der Zeit als sie bereits inhaftiert war und von dort aus ihre Geschäfte weiter leitete, was sicher auch interessant ist.
Nur ganz kurz wird, wie sie aufwuchs und von ihrer Zeit in New York und Miami, erzählt.
Das Bajonett-Attentat am Flughafen z.b., von welchem man in Teil 1 erfährt, wird in Teil 2 garnicht erwähnt. Die Geschichte vom Küsschen des Agenten der die Patin festnahm fehlt glaubs auch, wenn ich nicht irre. Auch kommt das Obergrossmaul und Auftragskiller nr 1 der Patin, "Rivi", viel weniger zu Wort als noch in Teil eins.
Teil eins fand ich viel interessanter, weil mehr Werdegänge einzelner Personen behandelt wurden, und diese meines Erachtens auch etwas mehr in die Tiefe gingen. CC1 hatte zudem noch eine Geschichte aufzuweisen, die meines Erachtens die Doku auch so interessant machte und die natürlich in CC2 fehlt: Nämlich die Folgen des Ganzen...Die Auswirkungen auf eine "Weltstadt".
Ich hatte mir wirklich mehr Infos über die Patin und ihre krankhafte Art erhofft und dafür vieleicht etwas weniger über den Werdegang ihres Lovers, auch wenn mir natürlich bewusst war, dass es wahrscheinlich nicht viele einigermassen verlässliche Informationen zu ihrem Leben gibt.
Auch wenn ich Cocaine Cowboys 2 nicht uninteressant finde, erscheint mir die Doku doch eher wie ein in die länge gezogener Ausschnitt aus Teil 1.
Da hilft auch die etwas andere Art der Präsentation mit Trickfilmszenen zwischendurch nicht, an die Qualität des ersten Teils anzuknüpfen.
CC1 bekommt von mir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung, und CC2 kann man sich ja erst mal ausleihen.