| ||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Das, was sich Kate eingefangen hatte, war eindeutig eine Erkältung ersten wissenschaftlichen Ranges. Prestons Heldin, Alice Austen, Ärztin bei den amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention, stellt bei der ersten von mehreren fesselnden Autopsieszenen fest, daß das Nervensystem des Mädchens praktisch zerstört wurde. Bis jetzt ist nur eine weitere Person bekannt, die auf gleiche Weise gestorben ist, aber hierbei handelt es sich um einen obdachlosen Mann. Austen muß die zwei Fälle, deren einziger gemeinsamer Nenner die U-Bahn zu sein scheint, in Zusammenhang bringen, bevor die Medien Wind davon bekommen und einen allgemeinen Paranoiarausch auslösen -- und bevor der Schöpfer des Virus wieder zuschlagen kann.
Cobra ist selbst ein Paranoiarausch, ein provokativer Thriller, der einen dazu veranlaßt, sich zu fragen, wieviel Bioterrorismus es in der wirklichen Welt tatsächlich gibt. Preston, am besten bekannt für seine erschreckende Chronik über den Ebola-Virus, Hot Zone und andere tadellos recherchierte Sachbücher, gibt sich nicht zufrieden mit schnellen, alptraumhaften Szenen. Sein Roman ist statt dessen eine komplexe, in ungemütlichen Tatsachen fest verankerte Moralität. Preston legt Wert auf die Vermittlung der "unsichtbaren Geschichte" der Biowaffentechnik und gleichermaßen des unbesungenen Heldenmuts seiner wissenschaftlichen Detektive (zusammen mit dem der Krankenschwestern und Techniker, die ihr Leben für die Medizin buchstäblich opfern). Wie ihrem Schöpfer, fehlt es diesen Figuren nicht an Humor -- so nennen sie diesen Virus aus Menschenhand "die ultimative Erkältung". Dem Leser werden dutzende von Szenen im Gedächnis bleiben, und er wird von nun an die U-Bahn, Nagetiere, Autopsieskalpelle und -- vor allem -- laufende Nasen mit ganz anderen Augen sehen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Verhindern kann das nur die Schlaue alias Jody Foster, eine junge Inspektorin der Bundesbehörde für Seuchen- kontrolle, mit Hilfe der Guten, den Jungs vom FBI. Von denen heißt einer zwar Hopkins, aber er sieht aus wie Kevin Costner.
Zudem kommt der thrillerübliche Tod auf den 420 Seiten von COBRA ziemlich unschön daher und er wird begleitet von Krämpfen, unstillbaren Blutungen und unsäglichen Selbstzerstümmelungen. Preston breitet die blutigen Details erbarmungslos aus.
Kate, eine junge Frau und eines der Opfer des Virus, wird auf 19 Seiten vorgestellt - bei ihrer Autopsie im Leichenschauhaus. Einziger Trost: Man kann Seiten überspringen, ohne den Faden zu verlieren.
Was COBRA dennoch unbedingt lesenswert macht, ist die beunruhigende Tatsache, daß Preston außer seiner Story nichts erfunden hat. Alle Techniken und Ingredenzien zur Herstellung eines Todesvirus sind auf dem Markt, die Labore real, die Forscher bei der Arbeit. Bei Designergiften wie BoT-Tox tötet eine Menge von der Größe des Punktes auf diesem i zehn Menschen.
Wirklich beängstigend sind daher die Kapitel des Buches, in denen der Journalist Preston die Fakten verarbeitet hat, die er in über hundert Interviews mit Naturwissenschaftlern, Ärzten und Experten für biologische Waffen akribisch recherchiert hat: Drei Passagen etwa, die "Unsichtbaren Geschichten", zeichnen ein erschreckendes Bild von der Entwicklung von Biowaffen in den USA, Russland und dem Irak und ihrer unkontrollierten Verbreitung.
Prestons Fazit: Die Guten gibt es nur in seinem Buch.
Jochen Vorfelder c/o Greenpeace Magazin
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|