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Führen Sie das Leben, das Sie sich wünschen
Für wen halten Sie sich?
Wie Sie persönliche Macht entfalten
Kultivieren Sie unwiderstehliches Charisma
Sie behalten immer Recht treffen Sie also die richtige Wahl
Was wollen Sie, und was tun Sie dafür?
Tun Sie die Arbeit, die Sie lieben
Wie Sie attraktiv und höchst begehrenswert werden
Wie Sie sich ab sofort toll fühlen können
Wenn alle Stricke reißen
Nachwort:
Ein etwas ungewöhnlicheres Leben
Wir fragen uns: »Wer bin ich denn? Kann ich wirklich brillant, wunderbar, talentiert, großartig sein?« Und ich frage Sie: Warum nicht? Sie sind ein Kind Gottes. Wenn Sie sich nicht ernst nehmen, tun Sie der Welt damit keinen Gefallen. Wenn Sie sich zurücknehmen, damit die Menschen um Sie herum sich nicht kleiner fühlen, enthalten Sie der Welt Ihre Gaben vor. Wir alle sollen unsere Talente zum Wachsen bringen. Wir sind auf der Welt, um Gottes Herrlichkeit zu zeigen, die in jedem von uns wohnt. Nicht in einigen, in allen. Wenn wir unser Licht leuchten lassen, erlauben wir anderen, dasselbe zu tun. Wenn wir uns von der Furcht befreien, dann inspiriert unser Leben andere Menschen.
Nelson Mandela
(Aus der Antrittsrede zum Staatspräsidenten)
1
FÜHREN SIE DAS LEBEN,
DAS SIE SICH WÜNSCHEN
Ich war gerade einmal elf, zwölf Jahre alt, als ich eine Erkenntnis hatte, die mein ganzes Leben prägen sollte. Die genauen Umstände habe ich längst vergessen, aber die Bedeutung jenes Augenblicks ist mir immer noch präsent. Mir wurde plötzlich bewusst, dass es wohl die größte Tragödie eines Menschenlebens ist, mit Reue leben zu müssen einen Punkt zu erreichen, an dem man mit allem konfrontiert wird, was man nicht getan oder nicht einmal versucht hat. In jenem Moment traf ich für mich die Entscheidung, alles zu unternehmen oder wenigstens zu versuchen, wovon ich jemals träumen würde, sodass ich mein Leben ohne Bedauern führen und später darauf zurückblicken könnte, ohne etwas bereuen zu müssen.
Mein ganzes Leben wird seither von dieser Entscheidung geprägt. Dieses Buch zum Beispiel musste geschrieben werden. Ich wusste, wenn ich mich vor der Herausforderung drückte, würde ich es später bitter bereuen.
Ich hatte, glaube ich, unwahrscheinlich viel Glück, dass ich schon so früh mit dieser Einstellung in Kontakt kam. Dank und Anerkennung dafür gebühren meinem Dad, der bereits ein Fanatiker der Persönlichkeitsentwicklung war, als kaum ein Mensch von dieser Idee auch nur gehört hatte. Mein Vater wuchs auf einer Farm in Südirland auf. Mit vierzehn verließ er die Schule und zog zu seinem älteren Bruder nach England, um sich dort eine Existenz jenseits der beschaulichen Ruhe des Landlebens, wie er es kannte, aufzubauen. Nach dem Krieg zog es ihn nach Nordirland, er heiratete meine Mutter und arbeitete als Vertreter für Hoover. Er ging von Tür zu Tür, verkaufte Staubsauger und Waschmaschinen. Innerhalb von nur zwei Monaten verkaufte er mehr als alle seine Kollegen, obwohl die zum Teil schon viele Jahre lang Klinken putzten. Mein Vater war ganz in seinem Element und begann sich lebhaft für die Psychologie des Verkaufens, für das menschliche Potenzial und den Erfolg zu interessieren. Er las alles, was er zu diesen Themen in die Finger bekommen konnte, und besuchte Dale-Carnegie-Seminare. Carnegie hatte seine Ausbildung bei Norman Vincent Peale absolviert, dem Begründer der amerikanischen Human-Potential-Bewegung, dessen Buch Die Macht des positiven Denkens sich mehr als vierunddreißig Millionen Mal verkauft hat. Er war davon überzeugt, dass jeder alles erreichen könne, unabhängig von seinen Lebensumständen. Von meinem elften Lebensjahr an wurde ich mit den Pionieren des positiven Denkens wie etwa Napoleon Hill oder Clement Stone und ihren Büchern vertraut gemacht. Wenn Papa von seinen Seminaren in Belfast nach Hause kam, war er immer Feuer und Flamme und brannte darauf, mir von seinen neuesten Erkenntnissen zu erzählen den Geheimnissen des Erfolgs. Der Beste zu sein, das Beste aus sich herauszuholen, das wurde seine Mission, und ich war ganz wild darauf, auch ja nichts zu verpassen. Sein Geschenk an mich bestand darin, mich ernst zu nehmen und an meine Fähigkeit zu glauben, alles erreichen zu können, was ich wollte und damit meine ich tatsächlich alles. Er betrachtete mich als eine Person mit ganz besonderen, ja geradezu phänomenalen Talenten und Potenzialen, und brachte mir bei, mich auch so zu sehen.
Schon sehr früh lernte ich also, dass alles möglich ist. Von Dad lernte ich, dass die einzigen wirklichen Beschränkungen im Leben in einem selbst liegen und nicht von außen kommen. Mein Vater wäre nie auf die Idee gekommen, meine Begeisterung zu dämpfen oder sich über mich lustig zu machen. Er nahm meine Ambitionen ernst und unterstützte mich uneingeschränkt. Als ich mit dreizehn beschloss, Nachrichtensprecherin zu werden, schlug er mir vor, meinen starken irischen Akzent abzulegen. Von diesem Moment an sprach ich astreines Englisch. In der Schule hörte ich mich am nächsten Tag an, als hätte ich mein ganzes Leben in der schicksten Gegend Belfasts verbracht. Der entscheidende Punkt dabei ist, dass mein Vater und deshalb auch ich fest davon überzeugt war, dass ich alles würde erreichen können, was ich anpackte. Dad glaubte an mich und brachte mir bei, ebenfalls an mich zu glauben. Er war mein erster Life Coach. Es dauerte allerdings noch viele Jahre, bis ich mich entschloss, diesen Beruf zu ergreifen. In der Zwischenzeit machte ich eine Krise durch, die meinen Glauben an mich aufs Äußerste strapazierte.
Mein Vater starb, als ich zwanzig war. Sein Verlust traf mich tief. Ich zog nach England und geriet dort ins linksradikale Milieu. Mit einigen Gleichgesinnten zog ich in ein besetztes Haus in Südlondon. Meine Mitbewohner betrachteten sich als Opfer der Regierung, der Stadt und aller anderen Autoritäten, die man sich so vorstellen kann. Sie rauchten und tranken zu viel und verbrachten ihre Tage damit, die Welt zu verändern. Oder jedenfalls darüber zu reden.
Am Ende war ich total erschöpft, krank und depressiv. Achtzehn Monate lang litt ich an chronischer Müdigkeit und hatte alle Hände voll damit zu tun, mein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Schließlich verließ ich das Haus und die Leute, mit denen ich mich umgeben hatte. Ich ignorierte die Empfehlungen meines Arztes, der mir Pillen zum Einschlafen verschrieb und Pillen zum Wiederwachwerden, und machte mich auf die Suche nach anderen Möglichkeiten, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Ich habe buchstäblich jede alternative Heilmethode ausprobiert, von Homöopathie über Irisdiagnose und chinesische Heilkräuter bis hin zu Fußreflexzonentherapie und Akupunktur. Einige haben sich auch als durchaus wirksam erwiesen. Aber dann begegnete ich einer Frau, die dort wieder ansetzen sollte, wo mein Vater hatte aufhören müssen. Sie gab »intuitive« Massagen, also Massagen, die auf ihrem intuitiven Heilwissen beruhten, und bezeichnete sich selbst als Selbstachtungsberaterin, was ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gehört hatte. In ihrer Arbeit mit mir ging es darum, den Optimismus und die Begeisterung meiner Kindertage neu zu entdecken.
Als ich wieder ganz gesund war, ließ ich mich von dieser Frau ausbilden und lernte anderthalb Jahre lang alles, was sie mir beibringen konnte.
Als sie in den Ruhestand ging, übernahm ich ihre Praxis, und obwohl ich noch einige andere Berufe ausübte, bevor ich Life Coach wurde, habe ich seither nie mehr zurückgeblickt.
Die Krankheit hat mir beigebracht, dass alles im Leben von unserer Denkweise bestimmt wird. Als ich mit Leuten zusammen war, die sich machtlos fühlten und nichts als zornig waren, fühlte ich mich allmählich auch so. Und ich suchte mir eine Umgebung, die diesen Zustand auch noch unterstützte. Alles wurde davon in Mitleidenschaft gezogen: meine Energie, meine Gesundheit und auch meine Gefühle in Bezug auf das Leben. Das zwang mich, mein Leben neu zu...
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