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Co - Abhängigkeit: Was Sucht für die Familie bedeutet
 
 
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Co - Abhängigkeit: Was Sucht für die Familie bedeutet [Taschenbuch]

Monika Rennert
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Angehörige eines suchtkranken Menschen, werden oft selbst in ihrer Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigt, gekränkt und auch in vielen Fällen psychisch oder physisch krank. Andererseits stützen sie das Suchtverhalten auffallend häufig und tragen so zur Stabilisierung des ungesunden Systems bei. In den USA haben die Betroffenen selbst den Begriff der "Co-Abhängigkeit" geprägt und Methoden entwickelt, ihre eigene Rolle in diesem Gefüge zu reflektieren und zu verändern.
Die Autorin stellt amerikanische Ansätze vor, die sich in den Bereichen der Selbsthilfe, Beratung, Einzel- und Familientherapie bewährt haben. Sie beschreiben, wie sich ihre Sichtweise sowie ihre praktische Arbeit mit Angehörigen von Suchtkranken durch die Auseinandersetzung mit dem Konzept von Co-Abhängigkeit verändert haben.

Der Autor über sein Buch

Inhaltsbeschreibung der Autorin
Menschen, die mit einer suchtkranken Person zusammenleben, werden dabei oft selbst in ihrer Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigt, gekränkt und auch in vielen Fällen krank. Andererseits unterstützen sie das süchtige Verhalten auffallend häufig und tragen so zu dessen Weiterentwicklung bei. In den USA haben die Betroffenen selbst den Begriff der "Co-Abhängigkeit" geprägt und Arbeitsansätze entwickelt, mit denen ihre Probleme berücksichtigt werden. Die Autorin stellt amerikanische Ansätze vor, die sich in den Bereichen der Selbsthilfe, Beratung, Einzel- und Familientherapie bewährt haben. Sie schildert Entwicklungen bei Partnerinnen und Partnern, Eltern, Kindern und Geschwistern von Suchtkranken und beschreibt, wie sich ihre Sichtweise und praktische Arbeit durch die Auseinandersetzung mit dem Konzept von Co-Abhängigkeit verändert haben.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch erklärt sehr verständlich die Suchtproblematik und die Zusammenhänge zwischen der Krankheit und den Beziehungsentwicklungen eines Alkoholabhängigen und den Angegörigen. Die häufigen Probleme wie Depressionen und Selbstwertverlust des sogenannten Co-Abhängigen, welche in der Beziehung zu einem Alkoholabhängigen zwangsläufig entstehen müssen, werden sachlich dargestellt. Dieses Buch ist eine tatsächliche Hilfe zur Selbsthilfe, es hilft dem Co-Abhängigen aus der scheinbar auswegslosen Situation auszubrechen und die Persönlichkeitsstörungen zu verarbeiten und überwinden.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von akirom
Format:Taschenbuch
... das mir untergekommen ist. Sachlich, vielseitig, gut verständlich. Dabei spricht es sowohl Betroffene als auch Psychologen an und gibt einen schönen Überblick über verschieden Zugänge zum Thema, von Wegscheider (Rollenbilder in der Familie von Suchtkranken) bis Jellouschek (Der Froschkönig). Man kann sich aber auch als Betroffene/r oft in den zitierten Aussagen anderer Betroffener wiederfinden. Schön ist, dass das Buch trotz seiner Sachlichkeit einen hoffnungsvollen Grundton hat, der einen nicht im Regen stehenlässt und zum Aufbruch zur Suche nach sich selbst ermuntert. Therapie (für die betroffene Familie ABER jedenfalls für den/die Co-Abhängige/n) kann und will Rennert aber nicht ersetzen. Mir persönlich hat dieses kurzweilige Buch jedenfalls sehr dabei geholfen, die Beziehungen in meinem Leben zu ordnen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von uni-kum
Format:Taschenbuch
Dr. M. Rennert ist Diplom-Psychologin, klinische Psychologin und Psychotherapeutin. Ihre systemisch orientierte Pionierarbeit über das sich verstärkende Wechselspiel von Co-Abhängigkeit und Suchtmittelmissbrauch in Familien zeichnet sich durch klare, wissenschaftliche Methodik einerseits (sauber aufgearbeitete Quellen), sowie durch reiche Praxiserfahrung mit Betroffenen andererseits aus - eine Mischung, die auch spätere Fachpublikationen zu diesem Themenkomplex nicht oft erfüllen. Ihr Fokus ist deskriptiv und wertschätzend (!), ihr Schreibstil transparent und auch für fachliche Laien gut nachvollziehbar. Fazit: Alles in allem, ein wichtiges Grundlagenwerk für Betroffene und (Sozial-)Therapeuten, die in diesem Bereich arbeiten!
Rennert stützt sich in ihrer Darstellung v.a. auf die Arbeiten der Gründungsmitglieder der NACoA (National Association for Children of Alcoholics) und stellt diese in Grundzügen vor. In besonderer Weise geht sie auf das Rollenmodell von Sharon Wegscheider-Cruse ein, das für den familientherapeutischen Behandlungsansatz von Suchtkranken in den USA grundlegend ist. Der idealtypische Ansatz "Familien um einen Suchtkranken herum als System zu behandeln", nimmt ca. 2/3 des Buches ein. In diesem Teil kann man sich als betroffener Co-Abhängiger gut in den typischen Abwehrstrategien wiedererkennen, selbst wenn keine Familientherapie möglich war. Interessanterweise fokussieren die Arbeiten der anderen beiden Gründungsväter (Timmen Cermak, klinischer Psychiater und Robert Subby, Psychologe) die Problematik der ursprünglichen Zielgruppe "Adult Children of Alcoholics" näher. Beide Autoren sind bemüht, einen fundierten, weitgefassten Krankheitsbegriff der Entwicklungsstörung Co-Abhängigkeit zu etablieren, der das Phänomen in seinem Kontext (nach neuen DSM-III / ICD-10 Kriterien) angemessen fassen kann und eindeutig von tieferen Ich-Persönlichkeitsstörungen abgrenzt - auch heute noch ein Desiderat in der deutschen Psychotherapiegesetzgebung, das nach mehr Aufmerksamkeit verlangt! Die Leitsymptome und dysfunktionalen Regeln, die Cermak und Subby zusammentragen, haben zudem eine weitere Reichweite, als das um ein suchtmittelabhängiges oder psychisch krankes Familienmitglied fokussierte Problemfeld. Sie lassen sich auch auf (Familien-)Systeme übertragen, in denen massive Verleugnung durch Gewalt, rigide Regeln, Missbrauch oder Deprivierung stattfindet, und bieten in diesem weitgefassten Co-Abhängigkeits-Begriff präzise Bewältigungshilfen für "Menschen mit systemisch bedingten Spätfolgen" an.

Ich habe das Buch als betroffener Laie gelesen und fand es zu keiner Zeit "kurzweilig", wie mein Vorrezensent, eher erschreckend, zugleich aber auch tief aufklärend. Das Leitkriterium eines durch Sucht- und Co-Abhängigkeit belasteten Familiensystems ist die gemeinsam geschaffene Realitätsverleugnung, in der sich eine verdrängte Problematik durch allerlei zwanghaft gesteigerte Abwehrstrategien (auch in Form von hohen ethischen, empathischen oder spirituellen Werten) stillschweigend verfestigt, statt aufzulösen. Alkoholabhängigkeit ist jedoch nicht in jedem Falle DAS zentrale Familienproblem und kann ebenfalls ein Trauma-Bewältigungsmechanismus sein, der lieber toleriert wird, als das dahinterliegende, emotional abgewehrte Thema. An keiner Stelle des Buches geht Frau Rennert ansatzweise auf einen erweiterten Trauma-Begriff ein, geschweige denn auf den in bindungspsychologischer Hinsicht wichtigen Kontext des zweiten Weltkrieges und seine Spätfolgen. Suchtmittelabhängigkeit und Co-Abhängigkeit werden ausschließlich auf den Kontext der "dysfunktionalen Kleinfamilie" mit mehreren Kindern bezogen, wobei die familientherapeutische Sucht-Intervention an Gewicht gewinnt. Hierin versagt m. E. der enge 1:1 Transfer von amerikanischen Ansätzen in unseren Gesellschaftskontext.
Dennoch: Aufklärungsarbeit ist ein wichtiger Baustein im therapeutischen Auflösen von "co-abhängiger Pseudo-Logik" und dieses Buch leistet dazu einen wichtigen Beitrag, ohne dabei in das radikal Gottesgläubige Welt- und Menschenbild vieler amerikanischer 12-Schritte-Programme zu verfallen. Die NACoA arbeitet v.a. mit Hilfe zur Selbsthilfe und bietet zahlreiche Gruppen und Publikationen an. Betroffenen erwachsenen Kindern aus alkoholbelasteten Familien, möchte ich unabhängig davon zwei weitere, herausragende Autoren empfehlen: Waltraut Barnowski-Geiser sowie Franz Ruppert, der mit seinen Trauma-Systemaufstellungen ebenfalls aufklärende Pionierarbeit in seelischem Grenzgebiet leistet.
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