INTRO
Clubtown Bremen - schön wär's. Denn außer einer Handvoll (allerdings meinetwegen sehr interessanter) Kneipen ist das Nachtleben in unserer beschaulichen Hansestadt eher protestantisch karg. Gut, dass der Blick auf die einheimische Musikszene - mal abgesehen von Mr. President und den Dimple Minds - Glamouröseres verspricht. Zum Beispiel die Trashmonkeys, die bereits auf der Breminale vor zwei Jahren ein Fegefeuer der Begeisterung entfachten und nun mit ihrem Debütalbum den Kampf um den Retro-Rock-Thron antreten. Lässig stylisher Sixties-Garagen-Rock mit Schrammelgitarren und Hammondorgel, zwischen "derbe aufs Gesicht" wie bei "Sundays" oder "Nobody Else" und verspielt loungig wie bei "Looking Away" oder "Smart Girl". Genial, mitreißend, und immer wieder mal augenzwinkernd-verschmitzt - siehe "Clubtown", das einen befürchten lässt, außer den hektischen Quizshow-Orgelimprovisationen käme gleich auch noch ein frischgefönter Peter Frankenfeld aus den Boxen geklettert. Zum selbstironischen Gestus der Band passt auch das herrliche, detailverliebte Cover-Artwork, das allein schon den Kauf dieses Albums rechtfertigt. Ein großartiges, vielseitiges Album voller Energie, Drive, Leidenschaft und Seele. Und dies ist, wie gesagt, erst das Debüt...
Till Stoppenhagen / Intro - Musik & so
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