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Der Club der toten Dichter 1989

Der neue Literaturlehrer John Keating bringt 1959 frischen Wind in das Traditionsinternat Welton und inspiriert seine ansonsten zur Disziplin erzogenen Schüler durch sein unorthodoxes Vermitteln von Poesie zu freiem Denken. Des Nachts treffen sie sich zu Lesungen in einer Höhle. So Neil entdeckt seine Liebe zur Schauspielerei. Als sein gestrenger Vater davon erfährt, nimmt er Neil von der Schule.

Darsteller:
Robin Williams, Robert Sean Leonard
Laufzeit:
2 Stunden, 3 Minuten

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Details zu diesem Titel

Genre Drama
Regie Peter Weir
Hauptdarsteller Robin Williams, Robert Sean Leonard
Nebendarsteller Ethan Hawke, Josh Charles, Gale Hansen
Studio Disney
Altersfreigabe Freigegeben ab 12 Jahren
Rechte nach dem Kauf Sofort streamen und auf zwei Geräte herunterladen Details
Format Amazon Video (Streaming und digitaler Download)

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Dodo HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENT am 19. Oktober 2011
Format: DVD
Kurz zum Inhalt:
Ein progressiver Literaturlehrer kommt an eine erzkonservative Jungenschule und regt die Schüler mit seinem ungewöhnlichen Methoden an, sich selbst zu entdecken und die Welt und ihre Wertigkeiten neu zu betrachten. Doch das System und die Elterngeneration erlauben letztlich keine Abweichungen von der "Tradition", so dass es am Ende zur Katastrophe kommt, als ein Schüler versucht, sich seinem strengen Übervater zu widersetzen.

Zum ersten Mal sah ich den Film 1990 im Kino. Damals hatten Mitschüler den Film bereits gesehen und waren ganz überwältigt, erzählten allen anderen: "Den müsst ihr sehen."

Warum das so war? Weil wir damals in den 1980ern in einer so ziemlich ähnlichen Schule wie der Weston Academy aus dem Film waren. Aus unserer damaligen Sicht war der Film absolut einleuchtend. Ja, so kannten wir das: ein Lehrer sagte etwas und man tat es. Keine Widerworte. Im Klassenzimmer herrschte Ruhe, das war einfach so. Viele Mitschüler von mir planten schon mit 17 ihre Karriere in allen einzelnen Schritten. Schwächere Schüler wurden gnadenlos gedisst, nicht nur von den Lehrern, denn sie "versauten" den Schnitt. (Es gab aber auch genug dickfellige "Hänger", die das ganze nicht interessierte.)

Dinge, die Mr Keating in dem Film als Lehrer tut und die heute zu Recht als pädagogisch fragwürdig eingestuft werden, wie z.B. einen schüchternen Jungen scherzhaft zu triezen, sind im Vergleich zu dem, was manche Lehrer in unserem realen Leben taten, völlig harmlos.
Anders als in den 1950ern (wie im Film drastisch gezeigt) wurden wir natürlich nicht mehr mit Prügelstrafen bedroht.
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5 Kommentare 43 von 47 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: DVD
Der Club der Toten Dichter zeigt sehr gut auf, inwiefern eine intolerante und starre Gesellschaft das Leben und die Träume eines einzelnen Menschen in die Schranken weissen kann.

Der Film ist für mich mehr als eine Kritik am Schulsystem der damaligen Zeit sondern durchleuchtet auch gesellschaftliche Strukturen, in welchen das freie Denken und ein von der Norm abweichendes Verhalten verurteilt wird.

Welche Folgen dies haben kann zeigt das Ende des Films.

Es handelt sich hier um einen wertvollen Film, denn abgesehen von der unmissverständlichen Botschaft, die uns dieser Film geben will, fordert er ein Weiterdenken über den Inhalt hinaus.

Man kann diesen Film eigentlich auf jede Zeit und jede Gesellschaft beziehen, denn Andersdenkende zu unterdrücken und freies Denken einzuschränken wird heute genauso wie damals praktiziert.

Trotz weniger Längen in der Handlung gebe ich diesem Film die Höchstpunktzahl. Unbedingt Ansehen! - Filme, die zum Denken anregen sind (leider) selten geworden.
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Format: DVD
Wellton-Academy gilt in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als die beste Prepatory-School der USA und damit als DAS Sprungbrett in die universitäre Elfenbeinliga von Harvard, Yale und Princeton. Der Schulalltag ist dementsprechend reglementiert und eingeengt, die Schüler werden gesellschaftlich stromlinienförmig erzogen. Individualität ist nicht gefragt, geistiges Ausbrechen geradezu ein Anachronismus.
Als neuer Lehrer für englische Literatur und Poesie kommt John Keating (Robin Williams) an dieses Internat, vor Jahren selbst ein Absolvent der Academy. Er bricht mit den Konventionen, stellt seinen eigenen Lehrplan auf, erzieht seine Schüler zu Freidenkern und weckt ihre Liebe für die poetische Schönheit der literarischen Größen dieser Welt, Whitman, Shelley, Byron, Tennyson ...
Der Konflikt mit dem System ist vorprogrammiert, da Keating auf Gedeih und Verderb an seiner Philosophie festhält: "Only in their dreams can men be truely free. 'Twas alsways thus, and always thus will be ..."
Williams spielt seine vielleicht überragendste Rolle in diesem Film, der neben den - im englischsprachigen Original noch viel schöneren - literarischen Zungenschnalzern eine herzzereißende Geschichte über die Freiheit der Gedanken und bezaubend schöne Bilder mit dem Flair Neu-Englands in den 50ern aufs Zelluloid bannt. Dies ist ein Aufruf, vor den Mächtigen der Welt im Glauben an sich selbst nicht zu kapitulieren und eine verlorene Schlacht bedeutet noch lange nicht einen verlorenen Krieg. Großes Kino mit einem fantastischen Robin Williams, der - wenn auch zart schaumgebremst - im "Club der toten Dichter" (engl. "Dead Poets Society") seine überzeugendste Performance liefert.
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Format: DVD Verifizierter Kauf
.... das war, neben den herausragenden Bewertungen bei Amazon, der Grund für den Kauf dieser DVD.

Ich habe diesen Film damals im Englischunterricht auf einer Schule mit Jungeninternat gesehen. Schon als Schüler fühlte ich mich seinerzeit gut unterhalten. Doch erst heute weiß ich den Wert dieses Werkes wirklich zu schätzen.

Ob der Film besonders tiefgehend ist möchte ich dabei dahingestellt lassen. Er berührt jedenfalls das Herz, nicht zuletzt aufgrund der Beziehung Neils zu seinem autoritären Vater im Gegenspiel zu der Beziehung zu seinem neuen Lehrer, Mr. Keating.

Die meisten Charaktere der "toten Dichter" werden recht ansprechend dargestellt, so unterschiedlich und zugleich ähnlich sie sich doch sind. Ob der Weiberheld, der Quatschkopf, der Techniknerd, das Mauerblümchen, der Mitläufer oder der lebenslustige und kreative Neil. Sie alle werden verbunden durch die Macht der Worte. Eine schöne Vorstellung. So unterschiedlich wir doch sind. Uns alle verbindet etwas - in diesem Fall aber doch eher die schon bestehende Freundschaft. Denn aufmüpfig waren diese Schüler schon vor Mr. Keatings Erscheinen...

So wird Mr. Keating als Erwecker dargestellt, der er mMn aber nur in begrenztem Umfang tatsächlich ist, auch wenn er sie ermutigt, eigene - und keine familiär vorbestimmten - Wege zu gehen.

Die Rolle des Mr. Anderson jr. als Mauerblümchen geht zudem mMn etwas unter, wo er doch am Ende zum Dichter der Herzen (oder mit Herz) mutiert. Er wird zwar immer wieder mit in den Mittelpunkt gezogen, bleibt aber doch irgendwie Randfigur.

So zeichnet sich der Film letztlich durch ein buntes Feld an Charakteren aus, durch den Kampf gegen verkrustete Sphären und durch die Bande der Freundschaft, die gestärkt durch die Macht der Worte zum Mittelpunkt dieses Filmwerks wird.

Sehenswert!
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