Man muss schon wissen, was für eine Compilation man mit Club files kauft. Der Sampler ist nicht unbedingt durch eine Hed Kandi oder Top of the Clubs zu ersetzen. Bei Club files geht es um kommerzielle Club-Music mit Zeitgeist. Nichts Avandgardistisches, nichts Snobbiges, keine Radio-Versionen (ausgenommen Vol. 10).
Vol. 12 ist den Machern um einiges besser gelungen als noch Vol. 11.
Diese Ausgabe punktet insbesondere durch einige interessante Remixe der zwei Chart-Titel (Welcome to St. Tropez und Encoded). Zudem liefert sie einen guten Querschnitt durch das, was die Labels in den vergangenen zwei Monaten bemustert haben. (Darbruck und Klein - The Flavour, Bingo Players - Cry, Wolfgang Gartner - Forever, Tom Hags - Blessed, Milk & Sugar - Hi-a Ma, Eric Morillo & Eddie Thoneick - Stronger, Deniz Kuyo - Tung! usw.).
Abgerundet wird das Programm durch Neuveröffentlichungen, die exklusiv auf Club files erscheinen. Insgesamt sechs Titel bringt MoS auf diese Kopplung. Über den Sinn lässt sich in diesem Zusammenhang streiten. Allerdings mus man zugestehen, dass unter den Erstveröffentlichungen mit Celebrity Luv auch ein B-Club-Hit versteckt ist. Aufgrund dessen, dass aber derzeitige must-plays wie levels (ggf. als Remix), etwas von Calvin Harris oder Example oder ein Stück von der Guetta-B-Seite, wären für mich zwei oder maximal drei Neuveröffentlichungen ausreichend gewesen.
Schönes Gimmick wie immer ist die DVD mit aktuellen Videos.
Kaufempfehlung für Freunde ungemixter Club-Tracks, die vor kommerziellen Stücken nicht zurückschrecken und neugierig auf ein paar ungehörte Stücke sind. Wer deutlich chartiger veranlagt ist, dem seien die oben genannten Sampler ans Herz gelegt.
Club files ist definitiv wieder besser und brauchbarer geworden, doch fehlt mir persönlich immer noch das ein oder andere Sahnehäubchen, um an frühere Qualitäten zu erinnern. Club friles muss noch mal ein kleines bisschen nach vorne gehen.
Beatz-Greetz,
Matthias