Aus einem Uralt-PC (Win XP, Matrox AGP-Video, Pentium 4 @ 3.0 GHz) hat diese Karte noch einmal ein 'gutes Stück' gemacht.
Mit der genannten Bestückung ging in punkto HD-Video natürlich gar nichts. Schon bei DVB-T/576i lag die Prozessorlast nahe 100%, 1080p-Video war eine Diashow.
Nach Einbau der Karte ergab sich ein völlig anderes Bild: 720p-Video wird mit ca. 6% Prozessorlast wiedergegeben, 1080p-Video mit ca. 10%. Also mit mehr als reichlich Luft nach oben. Mit DVBViewer zwei Filme gleichzeitig aufzunehmen und dabei eine BluRay anzuschauen funktioniert ganz wunderbar, ohne dass es an irgend einer Stelle auch nur leicht hakelt.
Dabei ist folgendes zu beachten: DirectX 9 (Win XP) oder besser muss installiert sein. Ohne DX9 keine Hardwarebeschleunigung (DXVA: DirectX Video Acceleration). Nur mit DX9 allein schafft der Media Player Home Classic die genannten Werte schon mit seinen Bordmitteln (interne Splitter und interne (DXVA-)Decoder).
Windows Media Player, VLC und Konsorten brauchen ein wenig Nachhilfe: den Haali Media Splitter und ffdshow. Teils, um H264/VC1 überhaupt wiederzugeben, teils, um die Hardwarebeschleunigung der Karte nutzen zu können.
Und noch ein Tipp: den Treiber von der mitgelieferten CD benutzen und danach die Finger davon lassen. Updates auf aktuellere Versionen haben bei mir nur zur unwiderruflichen Deaktivierung der Hardwarebeschleunigung geführt. Das zusätzliche Avivo-Paket braucht man übrigens nicht, das ist nur für Encoding zuständig und unterstützt - jedenfalls in Verbindung mit der 4350 - auch nur sehr wenige Formate.
Fazit: 60 Euro ausgegeben, 400 Euro für einen neuen HTPC gespart. Für die 340 Euro Differenz gibt es 1,700 kWh Strom, das deckt den übermäßigen Stromhunger der P4-CPU (ca. 75W Mehrverbrauch) selbst bei völlig unrealistischem 24/7 Betrieb für über 2,5 Jahre.