Diese Platte ist hochgefährlich. Wer nicht damit leben kann, von genialen, in einfache und wunderschöne Melodien gekleideten Songs "gequält" zu werden, die sich gnadenlos einbrennen und einem den Schlaf rauben, sollte die Finger von "Clouds Taste Metallic" lassen. Hat man sich, nach ein-zwei Hördurchgängen an den Flaming Lips - typischen verschrobenen schrammeligen Indiesound und den verzweifelt anmutenden etwas schiefen Gesang des Frontmanns Wayne Coyne gewöhnt tun sich einem echt wahnsinnig gute Songs auf, die in ihrer Atmosphäre und Stimmung ihresgleichen suchen. Der Kontrast der fast schon zu cleveren und einfachen Kindermelodien und der schneidend verzerrten Gitarren, dazu der der Schlagzeug - und Gitarrensound wie in Vadders Garage und die herrlich ironisch, fast satirischen Texte lässt wahre Indierockperlen entstehen. Dies ist eine Platte, auf der die FL noch eher eingängige mit viel Leidenschaft und Emotion gespickte Songs fabriziert haben. Vor Allem die späteren FL Platten wie z.B. "The Soft Bulletin" oder "Yoshimi..." sind ja eher kopflastig und als Antipop oder Popparodie zu bezeichnen. Hier jedoch bleiben selbst bei eher an gewöhnliches Garagenrockzeugs gewöhnten Musikkonsumenten kaum Wünsche offen. Anspieltipp: "evil will prevail"