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Closer

Joy Division Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (27. September 1999)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Warner (Warner)
  • ASIN: B00002DE4E
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.785 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. Atrocity exhibition
2. Isolation
3. Passover
4. Colony
5. A Means To An End
6. Heart & Soul
7. Twenty Four Hours
8. The Eternal
9. Decades

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Rückblickend scheint es so, als würde das zweite und letzte Album dieser Manchester Postpunk-Band deutlich auf den Selbstmord des Sängers Jan Curtis hinweisen, der ein paar Monate vor der Veröffentlichung des Albums stattfand. Die Band spinnt ein nachhallendes Netz aus Melodien in Moll. Dazu Curtis' zittrige Bass-Stimme -- das klingt schon düster genug.

Achtet man dann noch auf den Text, wird der Bezug zu ultra-finsteren Geschichten von J.G. Ballard und Joseph Conrad deutlich. Die Leere mit all ihrem Schrecken zerriß Curtis förmlich von innen heraus. "I put my trust in you" singt er, aber wie er es singt und der Klang seiner Stimme lassen keinen Zweifel daran -- sein Vertauen wurde enttäuscht. Aber die Musik, so grimmig und kraftvoll wie sie ist, zeigt die Richtung, die die hinterbliebenen Bandmitglieder als New Order einschlugen und dabei noch die mechanische Power der Club-Rhythmen in ihre Musik mit einbrachten. --Douglas Wolk

Produktbeschreibungen

Classic second & final from 1980 featuring "Heart & Soul". A true work of art.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Joy Division - Closer 25. Oktober 2005
Von Third_Eye
Format:Audio CD
Joy Division sind leider längst tot. Die Band starb 1980 mit dem Selbstmord des charismatischen Leadsängers Ian Curtis der sich, kurz nach Beendigung und einige Monate vor der Veröffentlichung des Meilensteins "Closer" erhängte. Ihre Musik jedoch konserviert einem kleinen Hörerkreis immer noch die Stimmung der ausgehenden 70er Jahre, in denen es überraschenderweise NICHT nur Bombast-Rock und freie Liebe gab. Schwarz ist diese Platte, durch und durch. Streckenweise absolut furchteregend, kalt und demzufolge auch nicht unbedingt für labile Seelen gedacht.

Dass Joy Division zu den Heroen der düsteren Musik gehören, ist unbestritten. Dies bestätigen auch immer wieder Umfragen unter Szene-unabhängigen Musikjournalisten: "Closer" ist eine der besten Scheiben der letzten Jahrzehnte. Der Vergleich zu anderen Grössen der Szene wie Depeche Mode oder The Cure fällt jedoch schwer. Joy Division zeigten in ihrem musikalischen Gesamtwerk die viel schwärzeren Bereiche und Abgründe der menschlichen Seele, untrennbar verbunden mit dem charismatischen Ian Curtis. Curtis prägte die Musik von Joy Division sowohl thematisch als auch durch seinen durchdringenden, kalten Gesangsstil. Hoffnung- und Perspektivlosigkeit spiegelte sich immer wieder in seiner selbst. So wird "Closer" zu einer Reise in die Untiefen, in die Abgründe der menschlichen Seele.

"Isolation" und Konfusion zieht sich wie ein roter Faden durch die Songs, untermalt von der minimalistischen und tiefdüsteren Atmosphäre der elgischen Kompositionen. Es ist schwer, sich der Faszination zu entziehen, wenn einmal der Zugang zur Grundstimmung des Albums gefunden ist. Joy Division zeigen gnadenlos die Ziel- und Rastlosigkeit des alltäglichen Lebens auf, ohne in gängige Klischees zu verfallen. Zu Anfang ist es ziemlich schwer mit den wirklich arg depressiven Botschaften der Band umzugehn. Geradezu lebenslustige Menschen werden demnach auch nich den Sinn dieses Meisterwerks entschlüsseln können.

Generelle Hörtipps kann und will ich bei diesem Album nicht geben, da es auch ohne eine, in den meisten Fällen, nicht vorhandene Verknüpfung der einzelnen Stücke, wie eine einzige mörderisch depressive Komposition klingt.
Skippen verboten!!!

In jedem Falle ist "Closer" nicht zur beiläufigen Beschallung geeignet. Zu intensiv ist die Musik, und zu wertvoll.

Zum Abschluss möchte ich noch den Erstling "Unknown Pleasures" empfehlen, der für viele Fans immer noch als Zenit dieser Band steht. Ich mag beide sehr gerne, doch verbinde ich mit "Closer" noch einige Dinge die über den Musikalischen Bereich hinausgehn ...

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58 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
DER Meilenstein 15. Mai 2001
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Es ist kaum in Worte zu fassen, was man fühlt, wenn die ersten Töne dieser 21jährigen Scheibe erklingen. Das erste Stück "Atrocity Exhibition" verstört mit seinem ewigen Getrommel und dieser Text... Wie auch immer. CLOSER ist der Meilenstein der moderne Independent Musik und bieten sogar noch einiges mehr. Musikalisch ist dieses Album sogar bis heute hinein durchaus als hochgradig innovativ zu bezeichnen. Kaum jemand (oder eigentlich niemand) hat es nach Ian Curtis verstanden, der Dunkelheit soviel Substanz, soviel energetische Kraft zu verleihen wie auf diesem Album. Seine Texte und die Musik verschmelzen zu einer einzigartigen Einheit, an Intensität bis heute unerreicht. Natürlich spielt die Produktion wie schon bei "Unknown Pleasures" DIE dritte tragende Rolle. Das Integrieren von Keyboards -elektronische Fanfaren, zischendes Flakfeuer aus primitiven 80er Jahre Dioden- ist vollständig gelungen. Wie in Stein gemeißelt wirken die Songs, unabänderlich, ewig. Nichts kann diese Töne wieder löschen, für immer gebannt auf der Festplatte der Erinnerung. "Heart and soul" zum Beispiel. Ein Sound aus einer anderen Welt. Metallisch, kalt, unerbittlich. Oder "Decades": das schönste, grausamste Lied über die Einsamkeit, das ich kenne. Oder "Isolation", oder, oder, oder. Wer der dunklen Seite der Existenz eher kopfschüttelnt gegenübersteht: Leute - Finger weg von diesem Album. Hört weiter euren Techno-Müll oder Britney-Dreck. Hier waren Künstler am Werk, die jenseits einer messbaren Skala agierten...
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es war nicht, wie es schien.... 18. September 2004
Format:Audio CD
.... und dennoch hat dieses Album seinen Platz in den Top 50 der wichtigsten Alben aller Zeiten verdient. Wer das Buch von Ian Curtis' Witwe gelesen hat, wird angesichts der szenarischen Beschreibungen etwas ernüchtert gewesen sein. Joy Division hatten nämlich meistens ihren Spaß, wenn sie ins Stduio gingen und waren dann genau so stolz wie jede Schülerband, wenn sie den Leuten die Demos vorspielen konnten. Eine Band wie jede andere also. "Closer" unterscheidet sich jedoch von allen anderen Millionen von Musikprodukten durch die einzigartige Produktion, die in weiten Teilen auf Martin Hannett's Mist gebaut ist. Wer sich "Closer" mal über Kopfhörer eingeführt hat, wird wissen, was ich meine. Es sind die Sounddetails, die Kleinigkeiten am Rande, die diese Platte so einzigartig machen. Hinzu kommen Curtis' Texte, die freilich jeder selbst für sich interpretieren kann, deren Kernaussagen sich jedoch wie das Tagebuch eines jungen manisch-depressiven Menschen lesen, der seinen Weg nicht findet. Alles traurig und letztendlich auch tragisch. Die Dinge wirken auf "Closer" zusammen. So einfach ist das. Es funktioniert, diese Band hat funktioniert. Wie auch immer, warum auch immer. "Closer" ist der Soundtrack einer Dekade, in der Orientierungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Depression herrschte. Hinter den Fassaden jedoch machte das Leben Spaß, so oder so. Und von all dem handelt "Closer", das der heute 18-Jährige nicht verstehen wird. "This is the crisis I knew had to come..." Seufz.....
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JOY DIVISION "Closer"
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Am 4. Januar 2000 veröffentlicht
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